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Leserbrief Zu "Heftige Kritik am Müll-Pilotprojekt" (FN 27. Juli)

"Müllabfuhrsystem stinkt zum Himmel"

Hardheimer Gemeinderat und Verwaltung haben Recht: So kann es nicht weitergehen. Nachdem am Dienstagvormittag die Bio-Mülltonne geleert worden war und ich den Deckel anhob, schlug mir ein impertinenter Gestank entgegen. Im unteren Drittel klebten noch die vier Wochen alten, stinkenden Müllreste aus den aufgeweichten Bio-Mülltüten, und des Ekels noch nicht genug: Hunderte kleiner Maden und Würmer krabbelten die Wände hoch und tummelten sich an der Unterseite des grünen Deckels. So etwas habe ich die letzten 50 Jahre nicht erlebt.

Hier half nur noch der Dampfstrahler. Hinzu kommt bei Familien mit Kleinkindern noch der Störstoffsack aus roter Plastikfolie, voll beladen mit gut gefüllten Papierwindeln, die wiederum werden leicht aufgeschlitzt von den umgebenden scharfkantigen Porzellanscherben, oder angesengt von Asche und Zigarettenkippen.

Und dieser ganze brisante Inhalt in grüner Mülltonne und rotem Plastiksack reift dann vier Wochen lang in praller Sommersonne. Erst im Winter gibt es dieses Menü dann tiefgefroren.

Dieser Pilotversuch ist gescheitert und nicht länger akzeptabel. Und noch etwas: Bevor nun jemand auf die Idee kommt, uns weitere Störstoffsäcke in anderer Farbe für weitere Untergruppierungen verkaufen zu wollen: Lieber weniger Mülltonnen, aber die im Zweiwochen-Rhythmus abholen. Drei Tonnen sind genug; wobei es überlegenswert wäre, die gelbe Tonne auch für die Entsorgung kleiner Haushalts- und Elektrogeräte zuzulassen.