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Leserbrief Zu "Freudiger Tag der Einheit" des früheren Adelsheimer Bürgermeisters Peter Hütt

"Klimmersteg führt keineswegs ins Nichts"

Ihr Leserbrief unter obigem Titel hat mich doch sehr verwundert.

Ich denke, hier muss doch Einiges aus Ihrer Erinnerung verloren gegangen sein.

Das Hochwasser an Weihnachten 1993 vernichtete den Klimmersteg. Sie waren im Amt, das heißt Bürgermeister der Stadt Adelsheim. Sie versprachen - wie auch der damalige Gemeinderat - dass der Klimmersteg wieder aufgebaut wird.

Als Sie dann in den Ruhestand gingen, war der Steg immer noch nicht wieder da. Ihr Nachfolger im Amt, Walter Muth, schaffte es auch nicht, diesen Steg wieder aufzubauen. Beim Amtsantritt des heutigen Bürgermeisters Klaus Gramlich, war der Steg von Anfang an ein Thema.

Hier versprach der Bürgermeister: "Wenn die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Seckach durchgeführt werden, wird auch der Steg wieder hergestellt."

Dieses Versprechen wurde gehalten ! Im November 2009 konnte nach 16 Jahren (sechzehn !!) wieder die Seckach überquert werden und zwar über den schönen Klimmersteg. Dieser Steg führt also keineswegs ins "Nichts", sondern er verbindet Sennfeld mit Adelsheim. Bei der Brücke in Sennfeld wird es bestimmt keine 16 Jahre dauern, bis diese wieder befahrbar sein wird. Aus Ihrer Amtszeit sollten Sie aber wissen, dass ohne die vorgesetzten Behörden (Regierungspräsidium, Landratsamt, Denkmalschutzamt usw.), die dazu Zuschüsse geben und die Standfestigkeit prüfen, die Gemeinde nicht tätig werden kann.

So wird im Jahr 2013 wieder Sennfeld-Ost und Sennfeld-West über zwei Brücken miteinander verbunden beziehungsweise eine Einheit sein. Zum Schluss noch eine Bemerkung: Der Klimmersteg wäre viel billiger gekommen, wenn er 1994 gebaut worden wäre.