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Leserbrief "Das ist keine One-Man-Show"

Keine Liebesheirat

Es war also nur ein Sturm im Wasserglas. Alles nicht so schlimm. Alles einmütig beschlossen. Wer die Zusammenhänge kennt ist von der einmütigen Fortführung des Wasserverbandes nicht überrascht.

Es gibt keine Alternative zum Zweckverband Mittlere Tauber. Aber dieser Verband ist von Anbeginn eine Zwangsheirat und keine Liebesehe, resultierend aus unserer geographischen Lage in einem wasserarmen Landstrich mit nur wenigen nutzbaren Brunnen, unserer Randlage zu Bayern, unserer beschränkten Finanzen und der Vergabepraxis der Beihilfen des Regierungspräsidiums.

Nachtreten darf man nicht. Das ist nicht gut. Das ganze Debakel aber schönreden ist noch schlimmer. Niemand wird verlangen, dass so ein Projekt punktgenau berechnet werden kann. Immer wieder wird Unvorhersehbares auftauchen. Wenn aber eine Gesamtkostenberechnung schon Makulatur ist bevor überhaupt angefangen wird ist das ein Skandal. Wenn jemand anderer Meinung ist kann er das ruhig. Viele Bürger haben das schale Gefühl hilflos unnachvollziehbaren Beschlüssen ausgeliefert zu sein.

Es gibt Bürger die keineswegs die enorme Teuerung als gottgegeben ansehen, und es gibt Bürger die noch nicht verinnerlicht haben was hier vorgeht. Diese werden dann ihre Stadt- und Gemeinderäte verteufeln wenn diese gezwungen sind den Wasserpreis anzuheben.

Weil der Zweckverband keine Liebesheirat ist, ist es doppelt notwendig sensibel und partnerschaftlich miteinander umzugehen, sonst wird der Haussegen bald wieder schief hängen. Das können wir nicht gebrauchen. Das Vertrauen in unsere örtliche Kommunalpolitik ist genug beschädigt.

Was Herr Vockel mir vorwirft, habe ich nicht geschrieben. Wer den Leserbrief von Herbert Reinhard zur Hand nimmt, auf den ich mich zweimal beziehe, und meine Briefe liest , wird das unschwer feststellen können.