AdUnit Billboard
Extremsport

Weltrekorde am Rinderfelder Badesee

Bestleistungen im Baumstamm-Swim-and-Run sowie im 6-Stunden-Barfußlauf

Von 
fg
Lesedauer: 
Sie stellten am Rinderfelder Badesee bei Niederstetten einen neuen Weltrekord auf (von links): Alex Kiesow, Mamo Topüyrek und die „Barfuß-Queen“ Daisy Rossbach aus Brasilien. © Faust

Der Schwede Janne Koivuperä aus Västerås hat Deutschlands ersten Swim-and-Run-Ultra über 54 Kilometer Laufen und 2,4 KilometerSchwimmen gewonnen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Etwas ganz Besonderes hatte sich Gerald Faust als Veranstalter der „Double Lake Challenge“ einfallen lassen. Es wurden drei verschiedene Wettbewerbe angeboten. Ein kleines internationales Starterfeld sowie Teilnehmer aus ganz Deutschland trafen sich zu dieser „Double Lake Challenge“, lediglich die regionale Lauf-Elite scheute einen Vergleich.

Als Basis diente eine Laufrunde, die am Rinderfelder Badesee (bei Niederstetten) gestartet wurde und über Wildentierbach zum Reutalsee führte. Nach dessen Umrundung ging es dann wieder zurück nach Rinderfeld. Mit genau neun Kilometer Länge war das eine gute Basis für die 6-Stunden-Läufer, 6-Stunden-Backyard-Läufer sowie Swim-and- Run-Teilnehmer.

Mehr zum Thema

Handball

Zweitligist heißt ab sofort Wölfe Würzburg

Veröffentlicht
Von
cg
Mehr erfahren

Beim Swim-and-Run wurde zunächst mit einer 400 Meter langen Schwimmrunde im Rinderfelder Badesee begonnen, die tags zuvor von der DLRG-Ortsgruppe Niederstetten markiert und per GPS vermessen wurde . Das war ebenso wichtig wie das exakte Vermessen der Laufstrecke denn der bekannte Baumstammläufer Mamo Topüyrek (bekannt aus TV-Sendungen wie Ninja Warrior oder Supertalent). Der Weltrekordhalter im Baumstamm-Duathlon sowie -Marathon war angereist, um hier einen Weltrekord mit seinem 21 Kilogramm schweren Baumstamm im Swim-and-Run aufzustellen.

Kraftraubende Technik

Alle drei Wettbewerbe begannen gemeinsam um 9 Uhr morgens. Während die Läufer das Seegelände in Richtung Reutalsee verließen, ging es für die Swim-and-Run-Teilnehmer zunächst in den See für die erste Schwimmrunde. Der Schwede Janne Koivuperä kam hier ganz unangefochten als Erster aus dem Wasser, während Mamo Topürek sich mühsam mit seinen Baumstamm durchs Wasser kämpfte. Er hatte sich dafür entschieden, seinen Baumstamm meist voraus zu schieben anstatt ihn hinter sich her zu ziehen. „Das wäre zu einfach gewesen“, wie er später sagte, jedoch kostete diese Taktik sehr viel zusätzlich an Kraft. Davon hat Mamo Topüyrek jedoch jede Menge, denn er absolvierte nicht nur die Schwimmrunde mit einem Lächeln, sondern auch die Laufrunde bei der er seinen Baumstamm auf der Schulter tragen musste. Insgesamt musste er abwechselnd vier Mal schwimmen und vier Laufrunden absolvieren.

Am Ende stand dann aber wieder ein Weltrekord, den er ja vorgenommen und den er sich wieder einmal mehr als verdient hatte.

Ein ganz besonderes Highlight der Laufrunde gab es in Wildentierbach. Hier hatten sich direkt an der Strecke einige Einwohner versammelt, um alle Teilnehmer mit ihren Applaus und Zurufen zusätzlich zu motivieren.

Beim Swim-and-Run-Ultra musste man über 6 Runden gehen, was dann insgesamt 54 Laufkilometer und 2,4 Schwimmkilometer bedeutete.

Was sich schon am Anfang andeutete, wurde schnell zur Gewissheit. Der Schwede Janne Koivuperä war mit Abstand der schnellste Teilnehmer. Wie ein Uhrwerk spulte er Runde um Runde ab und gewann Deutschlands ersten Swim-and-Run-Ultra ganz souverän.

Die 6-Stunden-Läufer mussten versuchen, innerhalb der Zeit möglichst viele Kilometer zu laufen. Ob man zwischendurch mal eine Pause macht oder nicht, blieb jeden selbst überlassen. Am Ende lag Manfred Rainer vom TSV Kusterdingen ganz vorne und verwies seine jüngeren Konkurrenten auf die Plätze.

Barfuß-Queen aus Brasilien

Eine Extra-6-Stunden-Challenge wurde auf einer eigens markierten Runde um den Rinderfelder Badesee für „Barfoot-Queen“ Daisy Rossbach aus Brasilien und Alex Kiesow (Ludwigsburg) durchgeführt. Beide waren angereist, um hier einen 6-Stunden-Barfuß-Weltrekord aufzustellen. An sich schon rekordverdächtig ist die Laufserie der beiden, die seit über drei Jahren wöchentlich mindestens einen Marathon barfuß laufen.

Die 580 Meter lange Runde am See war gespickt mit kurzen Schotterpassagen und Pflastersteinen sowie teilweise Gras inklusive Gehölz. Es war also sicherlich alles andere als einfach, hier sechs Stunden lang zu laufen, wie beide nach dem Zieleinlauf erklärten, Aber sie haben es auch wegen ihrer langen Barfußlauf. Erfahrung geschafft und dürfen sich nun über einen neuen Rekord freuen.

Bei der 6-Stunden-Backyard- Challenge wurde jede Stunde auf die neun Kilometer lange Runde gestartet. Nur wer vor Ablauf der Zeit zurück war , durfte beim nächsten Start wieder dabei sein. Größten Respekt verdienten sich alle Teilnehmer, die sich hier versucht haben. In der vierten Runde, also bei Kilometer 36, die allerdings die meisten Teilnehmer ausgeschieden. Christoph Serr, der sich spontan erst am Abend zuvor angemeldet hatte, ging als Einziger über die volle Rundenzahl und hat damit die Challenge gewonnen. fg

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1