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Segelfliegen - Flugsportclub Odenwald erreicht in der Bundesliga genau wie im Vorjahr den hervorragenden dritten Platz

Walldürner Höhenflug geht weiter

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ck
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Der Flugsportclub Odenwald aus Walldürn erreichte in der Segelflug-Bundesliga erneut eine Platzierung auf dem „Treppchen“. © Philipp Kapferer

Nachdem bereits im letzten Jahr mit dem dritten Platz eine Bestleistung in der Segelflug-Bundesliga erreicht wurde, haben die Segelflieger des Flugsportclub Odenwald (FSCO) Walldürn auch in diesem Jahr diese Position „auf dem Treppchen“ wiederholt und sich mit dieser Leistung fest als bundesweites Spitzenteam etabliert.

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Der Saisonstart war ideal, trotz oder gerade wegen schwieriger Wetterverhältnisse punktete die Mannschaft kräftig und fand sich im Frühjahr sogar mehrere Wochen ganz oben auf Platz eins in der Tabelle wieder. Im Juli war der Odenwald als Heimatthermikgebiet wettertechnisch benachteiligt. Der dritte Platz konnte aber über den gesamten weiteren Saisonverlauf sicher gehalten werden und im August im Segelfluglager in Erbendorf (Oberpfalz) wurde auch nochmals ordentlich gepunktet.

Der FSCO kann damit sehr stolz auf eine weitere sehr erfolgreiche Segelflugsaison sein. Seit 21 Jahren besteht die Segelflug-Bundesliga, Obwohl die Leistungsdichte stets zugenommen hat, war der FSCO immer in der höchsten deutschen Liga dabei.

In der ersten Segelflug-Bundesliga treten die deutschlandweit besten 30 Vereine gegeneinander an, in diesem Jahr in 15 Runden, wobei zwischen Mai und August an den Wochenenden jeweils eine Runde durchgeführt wurde. Die Liga-Wertung resultiert dabei aus einer möglichst großen Durchschnittsgeschwindigkeit über ein Zeitfenster von maximal 2,5 Stunden, wobei Start und Ziel sowie die Anfangs- und Endhöhe identisch sein müssen. Die besten drei Flüge eines jeden Vereins werden summiert und dann mit Punkten belohnt. Dieses Platzierungsverfahren ist ähnlich wie die Formel-1-Wertung: Wer nach allen Runden die meisten Punkte erflogen hat, wird Deutscher Meister.

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Besonders hervorzuheben ist wieder die breite und geschlossene Teamleistung, da in der kompletten Saison in allen Runden gepunktet und damit durchgängig ein Platz unter den besten 3 der Tabelle erkämpft wurde. Am Ende fehlten auch nur 13 Punkte auf den 2. Platz, der vom SFZ Königsdorf aus Bayern erflogen wurde. Deutscher Meister und damit Titelverteidiger wurde wieder der LSV Rinteln aus Niedersachsen. Besonders erfreulich ist auch, dass sich wieder einige Junioren/Juniorinnen (U25) erfolgreich am Punktesammeln beteiligt haben. Der Segelflug auf diesem Leistungsniveau verlangt von den Piloten und Pilotinnen eine sehr gute physische und psychische Kondition, verbunden mit Wetterkenntnissen, Gespür für die Thermik und den Aufwind und natürlich exzellenten fliegerischen Fähigkeiten.

Insgesamt 16 Piloten und Pilotinnen des FSCO haben an den Wertungsflügen teilgenommen. Neben den erfahren Piloten Wolfgang Lehnert, Herbert Zemmel, Philipp Kapferer, Günter Rincker, Martin Feeg, Werner Ehrler, Bernhard Knapp, Uwe Schlessmann, Erhard Schlessmann, Werner Saur, Michael Stuber, Ralf Schlessmann und Stefanie Willard konnten auch die noch zu den Junioren zählenden Silas Horn, Julia Steinle und Wolfgang Kapferer wesentlich zum Erfolg beitragen.

Die vereinsinternen Punktekönige waren in diesem Jahr Werner Ehrler, Herbert Zemmel und Martin Feeg. Der schnellste Pilot war wieder Wolfgang Lehnert mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 119 km/h – ohne künstlichen Antrieb, nur durch die Kraft der Sonne. Insgesamt flogen die Piloten des FSCO in Wettbewerben dieses Jahr mit der Energie der Natur bereits etwa 70 000 Kilometer durch den deutschen Luftraum.

Ausschlaggebend für diesen Erfolg waren nicht nur die Piloten und Pilotinnen, sondern auch die vielen Helfer und der ganze Verein mit seiner Infrastruktur, die es der Mannschaft erst möglich machte, seine Wertungsflüge so erfolgreich durchzuführen. In Segelfliegerkreisen ist der FSC Odenwald Walldürn auch weiterhin eine feste Größe und das ganze Team ist stolz darauf, von anderen Vereinen als Vorbild gesehen zu werden. Dieser beachtliche Erfolg wird noch gebührend gefeiert und der FSCO sieht optimistisch in Richtung Bundesliga 2022.

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Neuer Schulungs-Segelflieger

Neben der Bundesliga fand auch weiterer Segelflugbetrieb in Walldürn statt. Um die Segelflug-Ausbildung zu fördern, macht sich der Verein in diesem Jahr selbst ein Geschenk und wird im Herbst einen brandneuen Schulungs-Segelflieger vom Typ ASK21B aus dem Werk in der Rhön abholen. In der nächsten Saison bilden dann ehrenamtliche Fluglehrer neue motivierte Flugschüler ab 14 Jahren aus, die dann damit auch das erste Mal im Alleinflug abheben können. ck

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