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American Football

Unicorns müssen alles geben

Schwäbisch Hall setzt sich im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft durch und treffen im Halbfinale auf die Allgäu Comets

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axe
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Durchgesetzt haben sich die „Haller! Unicorns im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft im American Football. Jetzt geht es gegen die Allgäu Comets. © Löffler

Die Schwäbisch Hall Unicorns haben am Samstag den Sprung ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft im American Football geschafft. Im „Optima-Sportpark“ besiegten sie vor 1800 Zuschauern die Berlin Adler mit 35:21, rannten dabei aber bis kurz vor der Halbzeit einem Rückstand hinterher. Zum Halbfinale erwartet man in zwei Wochen die Allgäu Comets aus Kempten.

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Das Viertelfinale gestaltete sich zunächst wie ein offener Schlagabtausch, bei dem die Gäste stets die Nase vorne hatten. Getragen von einer starken Offense-Line und einem sehr effektiven Laufspiel bewegten sich die im Norden der GFL viertplatzierten Gäste und Aufsteiger aus Berlin in der ersten Spielhälfte mindestens auf Augenhöhe mit den heimischen Südmeistern und gingen schnell mit einem 13-Yard-Pass von Zachary Cavanaugh auf den früheren Haller Patrick Donahue mit 7:0 in Führung. Die schnelle Haller Antwort kam in Form eines 44-Yards-Passes von Reilly Hennessey auf Tyler Rutenbeck zum 6:7, doch der Extrapunktversuch blieb ohne Erfolg.

Das zweite Viertel glich dem ersten, nur dass die Punkte schneller erzielt wurden. Ali Khalife erlief das 14:6 für Berlin über neun Yards und Hall kam durch einen 44-Yard-Lauf von Mikey Alfieri auf 13:14 heran. Die nächste Vorlage gaben wieder die Gäste mit einem 14-Yards-Lauf ihres stärksten Angreifers Andreas Betza zum 13:21 und die Unicorns lagen mit sieben Punkten zurück.

Mit Conversion zum Ausgleich

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Die Wende im Spiel wurde dann aber knapp drei Minuten vor der Halbzeitpause eingeleitet. Mikey Alfieri erlief den Touchdown zum 19:21 über neun Yards und die Unicorns suchten nun den Ausgleich mit einer Conversion im Extrapunktversuch. Reilly Hennessey verwandelte diesen Versuch zu zwei Punkten und damit zum auf der Tribüne umjubelten 21:21-Ausgleich.

Das Momentum im Spiel, das bis dahin bei den ständig führenden Berlinern lag, wankte nun und wechselte kurz darauf endgültig zu den Gastgebern. Eine starke Haller Defense zwang die Adler anders als in den Drives zuvor nach nur drei Versuchen zum Befreiungskick, der die Unicorns an ihrer eigenen 22-Yard-Linie bei 1:21 Minuten Restspielzeit in Ballbesitz brachte. Es folgte ein Traumpass von Hennessey auf Tyler Rutenbeck über 72 Yards zur erstmaligen Haller Führung und zum 28:21-Halbzeitstand.

Einen erneuten Haller Ballbesitz direkt nach der Pause und damit die Chance, schnell weiter davonzuziehen, wollten die Adler den Unicorns nicht geben. Deshalb begannen sie die zweite Hälfte mit einem Onside-Kick, der aber gründlich misslang und den Hallern den Ball an der Berliner 35-Yard-Linie bescherte. Eine Einladung, die man den Unicorns nicht zweimal geben musste: Drei Läufe von Mikey Alfieri und am Ende ein 10-Yards-Pass von Hennessey auf Aurieus Minton sorgten für das 35:21 schon kurz nach dem Wiederanpfiff.

Hart traf es die Berliner, als zunächst Andreas Betza und somit ihr Garant für Raumgewinn wegen wiederholter Unsportlichkeit des Feldes verwiesen wurde und gleich darauf ihr Top-Receiver Max Zimmermann verletzt ausscheiden musste. Trotzdem boten sie ihren Gastgebern weiter Paroli. Siebenmal wechselte der Ballbesitz ohne Punkterfolge, darunter einmal durch eine Passinterception von Halls Luis Bach an der eigenen 10-Yard-Linie. Wieder zeigten die beiden Teams eine ausgeglichene Partie, nun aber stark von den Defenese-Formationen geprägt und in den letzten Spielminuten sorgten die Haller für eine auslaufende Uhr, die ihnen den Einzug ins Halbfinale sicherte.

Halls Trainer Jordan Neuman meinte nach dem Spiel: „Wir hatten heute einen starken Gegner, der uns einiges abverlangt hat, so wie das in einem Playoff-Spiel auch zu erwarten ist. Wir sind nun froh, dass wir in diesem Jahr zwei Wochen Zeit haben, uns auf das Halbfinale vorzubereiten, das sicher nicht einfacher werden wird.“

Gegner werden im Halbfinale am 24. September die Allgäu Comets sein, die ihr Viertelfinalspiel überraschend mit 14:10 in Braunschweig gewannen. Im zweiten Halbfinale werden die Potsdam Royals die Cologne Crocodiles zu Gast haben. axe

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