Volleyball - Das junge Aufsteiger-Team aus der Vorsaison will nach der Corona-Zwangspause erneut für sportliche Furore sorgen

TSV Röttingen schlägt erneut in der Bayernliga auf

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bd
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Die junge Mannschaft des TSV Röttingen wird auch in der kommenden Saison in der Bayernliga spielen. © Dollmann

Als die erste Spielrunde der Röttinger Männer in der Bayernliga im September 2020 gerade erst gestartet war, musste sie wegen steigender Corona-Inzidenzzahlen nur wenig später unterbrochen werden. Zunächst hofften die Verantwortlichen im Verband und beim TSV noch, die Saison im Januar 2021 fortsetzen zu können, doch war dann um Weihnachten irgendwie allen klar, dass dies nicht funktionieren würde.

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Der Bayerische Volleyball-Verband (BVV) zog kurz darauf für den Erwachsenenbereich in seinem Verantwortungsbereich, also ab der Bayernliga abwärts, einen Schlussstrich. Der Verband hatte den Beschluss gefasst, die Wettkampfsaison 2020/21 im Erwachsenenbereich abzubrechen. Die Runde wurde nun nicht gewertet : und das bedeutet, dass es unter der Ligenhoheit des BVV keine Auf- und Absteiger gibt.

Blick zurück mit etwas Wehmut

Beim Abbruch nach dem 3. Spieltag stand die erste Männermannschaft des TSV Röttingen aussichtsreich auf dem zweiten Tabellenplatz. Das war sogar der Relegationsplatz zur Regionalliga. „Nach einer intensiven Vorbereitung und mit der Euphorie eines Aufsteigers waren wir optimal gestartet und hatten vor, möglichst lange in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen“, blickt Headcoach Ossi Gehringer mit etwas Wehmut auf die Annullierung. „Die Jungs waren heiß auf Teams aus Ingolstadt, Bayreuth oder Regensburg – und wurden zu Saisonbeginn von einer Kulisse von mehr als 200 Zuschauern angefeuert, was kämpferische und emotionale Momente schuf, aber taktisch und technisch noch Luft nach oben bot“ resümiert Gehringer.

Finanzieller Aufwand

Zwischenzeitlich hat der TSV Röttingen sein Herrenteam erneut für die Bayernliga gemeldet. „Finanziell können wir den Aufwand für die Bayernliga dank einiger Sponsoren aus der lokalen Wirtschaft stemmen und spielerisch haben wir uns sehr schnell auf die höhere Spielklasse eingestellt“, bewertet Teammanager Bernd Dollmann die erneute Teilnahme in der Bayernliga nach den Sommerferien.

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In Röttingen plant man in alle Richtungen, denn es ist noch nicht absehbar, wie viele Teams in höheren Spielklassen nach der Pandemie ihr Spielrecht aus finanziellen Gründen zurückgeben. In der Bundesliga zum Beispiel hat sich die Zahl der Teams für die Spielzeit 2021/2022 bereits auf nur noch neun reduziert.

Voraussetzung für den Neustart ist natürlich, dass eine Freigabe durch den Gesetzgeber erfolgt und die Sportstätten wieder geöffnet werden dürften. Volleyball in der Halle fand seit Oktober 2021 nicht mehr statt. Dementsprechend ist der Trainingsrückstand groß und die Saisonvorbereitung wird stark vom Pandemieverlauf und weiteren Öffnungsschritten abhängig sein.

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Bernd Dollmann freut sich ganz besonders, dass ab sofort der Trainingsbetrieb in der Röttinger Sporthalle wieder aufgenommen werden kann. Von Bürgermeister Hermann Gabel hat der Verein hierfür „Grünes Licht“ erhalten und kann nun mit Hygienekonzept die Vorbereitung planen.

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Beim TSV ist man sehr glücklich, dass im Landkreis Würzburg wegen Inzidenzen von weit unter 30 ab Mitte Mai auch zusätzlich wieder Beachvolleyball gespielt werden kann. Die Heimspieltage in der Bayernliga wird der TSV aller Voraussicht wieder in Niederstetten austragen, wo bereits in der Vorsaison aufgrund einer seit Jahren bestehenden Kooperation mit dem TV Niederstetten und Dank der guten Zusammenarbeit mit der dortigen Stadtverwaltung erfolgreich alle Verbandsstatuten erfüllt werden konnten.

Keine Abgänge

Bei den aktiven Spielern und dem Betreuerstab sind für die Saison 2021/2022 keine Abgänge zu verzeichnen. Externe Zugänge gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht. „Wir waren in der vergangenen Saison das jüngste Team der Bayerliga mit einem Altersschnitt von 20 Jahren. Eine Notwendigkeit zur Verjüngung des Kaders besteht also gewiss nicht“, so Dollmann..

Ein Zugang aus dem eigenen Nachwuchs steht bereits fest. Mit seinen 2,02 Meter wird der 18-jährige Röttinger Leon Wunderlich die Bayernliga-Mannschaft ergänzen. Ob noch ein Spieler aus dem Jugendbereich den Sprung in die erste Mannschaft schafft, wird sich zeigen. Bei der U16 trainierten Levin Johne und Leonard Dod auch während der Pandemie wöchentlich mit der Bayernauswahl, Sie sollen an das höhere Spielniveau mittelfristig herangeführt werden.

Neben dem Bayerligateam kann der TSV Röttingen auch seine weiteren Aktiven-Teams im Volleyball komplett reaktivieren. Abteilungsleiter Winfried Hubert kann zwei weitere Damen- und Herrenteams in die Saison schicken und damit an die Anzahl der Teams vor der Pandemie anknüpfen. . Dies gilt auch für den Jugendbereich. bd