Volleyball

Tor zum Aufstieg steht sperrangelweit offen

Der TSV Röttingen hat vier Partien vor Saisonschluss in der Bayernliga sich einen Vorsprung herausgespielt

Von 
hdo
Lesedauer: 

TSV Röttingen – SC Memmelsdorf 3:2 (19:25, 25:21, 16:25, 25:22, 17:15)

Röttingen: H. Dollmann, L. Dollmann, Gohsrich, L. Mehring, J. Mehring, Metzger, Ott, Rein, Steinride, Wunderlich.

Zuschauer: 200.

Mehr zum Thema

Handball

HSG offenbar noch im „Winterschlaf“

Veröffentlicht
Von
Felix Maier
Mehr erfahren

Aufgrund einer eng getakteten Ansetzung kam es für die Bayernliga-Volleyballer des TSV Röttingen zum zweiten Aufeinandertreffen gegen die Verfolger und Tabellenzweiten aus Memmelsdorf innerhalb von zwei Wochen.

Die Röttinger starteten in der Sporthalle in Niedersteten nervös und fahrig in das Spiel. Obwohl die Annahme in dieser Phase positiv gestaltet wurde und auch das Zuspiel zumeist den richtigen Angreifer fand, schaffte das Team es nicht, vermeintlich klare Gelegenheiten in Punkte umzumünzen. Den Memmelsdorfern ihrerseits gelang es mit einer ungewöhnlichen Aufstellung und einer daraus resultierenden unkonventionellen Spielweise, die Mannschaft aus dem Taubertal aus dem Konzept zu bringen und sich einen Vorsprung zu erarbeiten. Letztendlich endete der Satz mit 19:25.

In den zweiten Satz starteten die Taubertäler dann besser. Oftmals kamen die gegnerischen Blockreihen nicht dem Tempo des Röttinger Passspiels hinterher und hieraus resultierten abermals aussichtsvolle Situationen, die nun in Punkte umgewandelt wurden konnten. Der Satz ging mit 25:21 an die Röttinger.

Der Schwung des Satzgewinnes wurde dann jedoch nicht mit in den dritten Spielabschnitt genommen. Nach einer knappen und ausgeglichenen Anfangsphase musste der TSV zur Satzmitte abreißen lassen und Memmelsdorf enteilte nach Punkten klar. Röttingen schaffte es in der Phase nicht, der Spielweise des Gegners zu trotzen und sich von negativen Aktionen freizumachen. Dementsprechend deutlich wurde der dritte Satz mit 16:25 abgegeben.

Im vierten Durchgang stand das TSV-Team dann bereits mit dem Rücken zur Wand. 1:3 wollte man auch keinen Fall verlieren, denn dann hätte der Gegner drei Punkte mitgenommen und hätte in der Tabelle den Anschluss fast wieder geschafft. Vor diesem Hintergrund warf die Mannschaft alles in die Waagschale. Zwar war man immer noch ein gutes Stück entfernt von spielerischen Höchstleistungen und individueller Höchstform der vergangenen Spiele, doch kämpften die Röttinger fortan um jeden Ball – und wurden schlussendlich mit dem Gewinn des vierten Satzes belohnt. Daran hatte der eingewechselte Jonas Mehring gehörigen Anteil, da er im Aufschlag und Angriff erfolgreiche Akzente setzte.

So musste – wie bereits vor zwei Wochen – der Tie-Break die Entscheidung bringen. Röttingen startete erfolgreicher und erarbeitete sich zu Beginn einen Vorsprung von wenigen Punkten. Memmelsdorf kam jedoch wieder heran und schaffte den Gleichstand zum 13:13. Wenig später hatte Röttingen die ersten Matchbälle, die jedoch beide von Memmelsdorf abgewehrt wurden. Letztlich war es Leon Wunderlich vorbehalten, das Spiel für den TSV mit einem krachenden Block und zwei gut platzierten Aufschlägen zu entscheiden.

Nun ist die Mannschaft um Kapitän Hannes Dollmann am kommenden Wochenende in Neunkirchen am Brand zum letzten Mal auswärts gefordert, bevor es in drei entscheidenden Heimspielen gegen Friedberg, Eiting und Hammelburg um den Regionalliga-Aufstieg geht. hdo