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Messelauf in Königshofen

Spaß und Anerkennung im Vordergrund

Bei der 30. Veranstaltung nahmen über 1000 Sportler aus „allen Altersklassen“ teil. Für neue Rekorde war es zu kalt

Von 
Felix Röttger
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Nicht nur die Routiniers, sondern auch der Nachwuchs freute sich beim 30. Königshöfer Messelauf, nach der Corona-Pause wieder auf der Strecke sein zu können. © Felix Röttger

Sieht man vom teilweise böigen Wind ab, durften sich beim Jubiläums-Messelauf des ETSV Lauda während der Königshöfer Messe am Samstag über 1000 Teilnehmer über fast ideales Laufwetter freuen (wir berichteten). Blauer Himmel, Sonnenschein und viele Zuschauer begleiteten die sportler der 30. Auflage der traditionsreichen Laufveranstaltung. Bürgermeister Dr. Lukas Braun gab den Startschuss. Die Organisation klappte mit einem Team von über 200 Helferinnen und Helfern wie am Schnürchen. Alle Aktiven freuten sich auf die Anfeuerung des begeisterten Publikums auf der Strecke und am Laudaer Marktplatz, wo die Halbmarathon-Teilnehmer bei der Wende empfangen wurden. Chef-Organisator Günter Fading wurde später bei der Siegerehrung am Abend in der Tauber-Franken-Halle für „seine“ 30 Jahre Messelauf besonders gewürdigt.

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Bei Temperaturen um 13 Grad waren keine Streckenrekorde zu erwarten. Aber bei der größten Laufsportveranstaltung der Region standen mehr der Spaß am Laufen, der gegenseitige Respekt und die Anerkennung der Leistungen in allen Altersklassen im Vordergrund. Die älteste Teilnehmerin war die 75-jährige Ingrid Götz (Stadtmarathon Würzburg), die beim Zieleinlauf nach zehn Kilometern routiniert nach einer Stunde und 20 Minuten ihre Laufzeit auf der Armbanduhr stoppte.

Insgesamt sechs Rennen

Sechs Rennen standen insgesamt auf dem Programm. Den Auftakt machten die Bambini (Jahrgänge 2017 und jünger). Sie liefen in Begleitung der Eltern oder Geschwister 500 Metern, ohne dass es eine Wertung gab. Ein kleines Training war schon von Vorteil für den 2,5-Kilometer-Lauf für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 2007 und jünger. Erstmals gab es rund 400 Anmeldungen. Die ersten drei Plätze bei den Schülerinnen belegten Marie Steckemetz vom MGG Tauberbischofsheim, Ruby Polloczek und Romy Schäfer (ETSV Lauda). Schnellster Schüler war Maximilian Leon Huber (MSG Lauda-Königshofen), gefolgt von Conner Grosche (FC Külsheim) und Jan Krajewski (MGG Tauberbischofsheim).

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Noch über 50 Läufer waren auf der 2,5-Kilometer-Strecke unterwegs, als der vier Minuten später im Fünf-Kilometer-Hobbylauf gestartete Robin Habermann (Jahrgang 89) mit raumgreifenden Schritten an ihnen vorbei ins Ziel stürmte. Niemand hatte bis dahin einen der 133 Teilnehmer schon im Zieleinlauf erwartet. Mit 15:32,20 Minuten pulverisierte der Läufer vom TSV Holzmaden, der mit der LG Teck trainiert und auch den Halbmarathon läuft, geradezu den bisherigen Streckenrekord von 16:33 Minuten. Fast vier Minuten später erreichte Brian Dietermann das Ziel, gefolgt von Vincent Palmert (MGG Tauberbischofsheim).

Für den bei Firmen, Vereinen und Lauftreffs beliebten Teamlauf mit fünf bis sieben Läufer wurde die bisherige Streckenlänge von zehn Kilometern auf die Hälfte verkürzt. Den Frauenwettbewerb gewann die Sportjugend TBB, vor dem ETSV Lauda und den „Dancing Moskitos“ der Karnbevalsgesellschäft Königshofen. Im Männerwettbewerb hatte die GMS Lauda vor der Sportjugend TBB und der Freiwilligen Feuerwehr Lauda-Königshofen die Nase vorn.

Ohne Vorbereitung geht es nicht

Um die längere Laufstrecke von zehn Kilometern bewältigen zu können, war schon eine ausreichende Vorbereitung notwendig. Bei den Frauen siegte Eva-Maria Fürst (Jahrgang 85) vor Silke Faller vom Lauftreff TG Höchberg und Pia Blank (Systemair GmbH). Die Männerwertung gewann Benjamin Kost, der für „ruppel interior“ startete. Kost verbesserte mit einer Laufzeit von 35:08,72 Minuten deutlich seine bisherige Bestzeit von 36 Minuten aus dem Vorjahr. Zweiter wurde Christoph von Brunn (FuF-Laufteam) und Dritter Dominik Ziegler (TV Ochsenfurt).

Beim ambitionierten Halbmarathon riss das Teilnehmerfeld rasch weit auseinander. Für den späteren Sieger Philipp Karpeles (Jahrgang 90) wurde es ein einsames Rennen. Für einen Messerekord reichte seine Zeit von 1:16:00,86 Stunde nicht. Fast neun Minuten später erreichte Jochen Fischer (Waldbrunn) das Ziel. Dritter wurde Ralf Schwarz (Jahrgang 67). Der Sieger Karpeles wurde beim Würzburg-Marathon Sechster und gewann im Vorjahr den Bremerhaven-Marathon. Für den Messelauf hatten er und der Sieger über zehn Kilometer, Benjamin Kost, gemeinsam trainiert.

Bei den Frauen machte ein Trio das Rennen unter sich aus. Platz eins belegte Favoritin Erna Hemberger (Jahrgang 73) aus Balsbach in 1:45:44,49 Stunde vor Marion Fellmann (iDiaZ GmbH, Jahrgang 62) und Sarah Müller (Josef-Schmitt-Realschule). Alle drei Frauen liefen dabei schneller als eine ganze Reihe männlicher - und zudem noch jüngerer – Läufer. Insgesamt war die Breitensport-Veranstaltung mit Teilnehmern aus der Partnerstadt Boissy-Saint-Léger eine fantastische Werbung für den Laufsport.

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