Basketball

Selbstbewusst nach Den Bosch

Crailsheim im Europe-Cup gefordert

Lesedauer: 

Zum Start der Rückspiele in der zweiten FIBA-Europe-Cup-Gruppenphase sind die Hakro Merlins Crailsheim beim niederländischen Spitzenteam Heroes Den Bosch gefordert. Nach zuletzt zwei Niederlagen in der Türkei und in Estland, möchten die Zauberer an das Hinspiel gegen die Niederländer und an die letzten Bundesligapartien anknüpfen und mit einem Sieg zurück nach Hohenlohe kehren.

Nach dem eindrucksvollen 106:87-Erfolg gegen Ludwigsburg haben sich die „Zauberer“ gestern mit ordentlich Selbstbewusstsein im Gepäck auf die rund 560 Kilometer lange Fahrt nach Den Bosch gemacht. Dort wartet wieder ein schweres Spiel auf die Merlins. Die Niederländer stehen, genau wie die Crailsheimer, mit einer 1:2-Bilanz da. Wie alle Mannschaften in dieser ausgeglichenen Gruppe sind auch die „Heroes“ extrem heimstark. Nur dem Gruppenfavoriten Gaziantep musste man sich zu Hause geschlagen geben. Alle anderen Heimspiele wurden gewonnen.

Auch im nationalen Wettbewerb demonstriert Den Bosch Woche um Woche seine Stärke. Mit einer 13:0-Bilanz ist man unangefochtener Tabellenführer. Zuletzt behielte Den Bosch gegen Yoast United die Oberhand und setzte sich am vergangenen Mittwoch gegen den Tabellenvierten souverän mit 91:71 durch. Dort war Center Thomas van der Mars mit 22 Zählern und 8 Rebounds der treffsicherste Spieler. Auch der norwegische Forward Chris-Ebou Ndow, Topscorer im Hinspiel in der Arena Hohenlohe, präsentierte sich mit 21 Punkten und 9 Rebounds stark. Auf der Point Guard Position zieht der US-Amerikaner Kobe Webster die Fäden im Spielaufbau. Der 23-jährige ist mit durchschnittlich 14,6 Punkten im FIBA Europe-Cup der beste Werfer seines Teams.

Mehr zum Thema

Basketball

Die Riesen klein gemacht

Veröffentlicht
Mehr erfahren
Basketball

„Den Allerwertesten versohlt“

Veröffentlicht
Von
cd
Mehr erfahren
Basketball

Crailsheim Merlins wollen aus den Fehlern im Pokal lernen

Veröffentlicht
Von
cd
Mehr erfahren

Die Crailsheimer möchten an das Hinspiel anknüpfen. Nach gutem Start gerieten die Zauberer damals im dritten Viertel zwar kurzzeitig in Rückstand, drehten aber durch ein 32:20 im Schlussabschnitt das Spiel zu ihren Gunsten. Der überragende Merlins Akteur war Edon Maxhuni. Gegen sein Ex-Team drehte der Finne richtig auf, erzielte 28 Zähler und hatte maßgeblichen Anteil am 89:84-Sieg.

Kindzeka fehlt

Verzichten müssen die Merlins auf ihren Verteidigungsspezialisten Rene Kindzeka. Der Guard zog sich im Spiel gegen Ludwigsburg eine Fingerverletzung zu. Alle anderen Spieler sind an Bord.

„Wir erwarten ein sehr wichtiges Spiel gegen einen direkten Konkurrenten um das Viertelfinale“, weiß Headcoach Nikola Markovic. „Den Bosch spielt strukturiert und ist sehr heimstark. Sie sind das beste niederländische Team und haben uns bereits im Hinspiel ihre Qualitäten gezeigt. Ich bin sicher, dass sie ebenfalls von der Bedeutung des Spiels wissen. Deshalb, und aufgrund deren Niederlage im Hinspiel, wird auch Den Bosch sehr motiviert in das Spiel gehen. Wir fahren nach dem Sieg gegen Ludwigsburg selbstbewusst in die Niederlande, sind aber auch gewarnt. Die Spiele bei so langen Auswärtsreisen sind nie leicht, aber das gehört dazu, wenn man auf einem hohen Level spielen möchte.“