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Fußball - In der Relegation zur Kreisliga A 3 Hohenlohe fordert der FC Billingsbach am Freitag in Weikersheim den FC Igersheim

Selbstbewusst in „besonderes Spiel“

Von 
Helmut Wörrlein
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Nur Sekunden trennten den FC Igersheim am Pfingstsamstag vom Klassenerhalt, ehe der SV Wachbach II doch noch der Siegtreffer gegen die SGM Schwäbisch Hall II erzielte und durch seinen Direktaufstieg den Nachbarn in die Relegation beförderte. Gegner der Igersheimer wird an diesem Freitag um 19 Uhr in Weikersheim B1-Vizemeister FC Billingsbach sein.

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FCI will sich beweisen

„Wir gehen selbstbewusst in dieses besondere Spiel, wollen beweisen was wir können, und die tolle Erfahrung vor großer Kulisse aufsaugen und mitnehmen“, ist Trainer Ralf Smolka zuversichtlich, dass die etwas verkorkste Saison noch ein Happy-End findet. „Wir hatten sehr viel Verletzungspech sowie durch Corona bedingte Ausfälle, ich ließ nie zwei Spiele hintereinander in der gleichen Besetzung spielen und wir mussten in mehreren Spielen ohne nominellen Stürmer auskommen“, blickt der Trainer zurück.

Der FC Igersheim (gelbes Trikot) hofft auf einen Sieg gegen Billingsbach im Relegationsspiel. © Stolz

Am Ende standen 26 Punkte auf dem Konto des Drittletzten, der sechs Zähler weniger als Ortsrivale SV Harthausen auf Platz zwölf verbuchte. Es lag vor allem an der Heimschwäche, dass es in der Endabrechnung nur zu Rang 13 reichte: Von 14 Spielen vor eigenem Publikum wurden neun verloren und nurdrei gewonnen, während sich fünf Siege auf gegnerischem Platz durchaus sehen lassen können.

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In starkem Kontrast zur Heimbilanz der Igersheimer steht die des FC Billingsbach, der vor heimischer Kulisse die optimale Punktausbeute hatte. „Auswärts haben wir bei den direkten Konkurrenten Dörzbach/Klepsau, Hohebach und Edelfingen verloren sowie auf den beiden Kunstrasenplätzen in Mulfingen und Schrozberg Unentschieden gespielt, die letzten zehn Jahre hätte unser Punkteschnitt zum Direktaufstieg gereicht“, resümiert der Billingsbacher Trainer Rafael Götz, der als Torwart seines Heimatvereins TSV Laudenbach schon Relegationserfahrung gesammelt hat: Das erste Mal 2011 beim 4:3 in Igersheim gegen den SV Westernhausen und das letzte Mal 2015 beim 1:3 in Wachbach gegen den FC Billingsbach, der so den Klassenerhalt in der A3 schaffte. Zwei Jahre später hat es den Blaufeldener Teilortclub dann doch erwischt: Im Juni 2017 setzte es in Markelsheim im Relegationsspiel gegen den TSV Althausen/Neunkirchen eine deutliche 0:3 Niederlage.

„Starker Gegner“

„Igersheim ist ein starker Gegner, wenn wir aber die Leistungen der letzten Wochen bestätigen können, haben wir gute Chancen“, geht auch Rafael Götz die Herausforderung optimistisch an. Unter großem Druck sieht er sich und sein Team allerdings nicht: „Wir wollten mit beiden Mannschaften ohne Personalprobleme eine gute Runde spielen. Nun haben wir Vereine hinter uns gelassen, die wesentlich mehr in ihre Kader investiert haben, und damit gezeigt, dass Teamgeist, Gemeinschaft und ein Intaktes Vereinsleben einen Mehrwert haben. So gesehen ist dies ein Bonbonspiel für uns – unabhängig vom Ausgang werden wir mit gleicher toller Gemeinschaft und gleichem tollen Vereinsleben weitermachen.“

Zur Halbzeit noch vorn

Fast 50 Spieler aus 29 verschiedenen Ortschaften beziehungsweise Wohnplätzen spielen für den FCB, 17 gehören zum engeren Kreis der ersten Mannschaft, die zur Halbzeit noch zwei Punkte Vorsprung vor dem TSV Dörzbach/Klepsau hatte, der am Ende dank seiner bärenstarken zweiten Halbserie mit einem Pünktchen knapp die Nase vorn hatte.

„Chris hat einen großen Anteil an unserer guten Platzierung in der Hinrunde“, lobt Rafael Götz die gute Arbeit seines Vorgängers Christian Schneider, der in der in der Winterpause sein Engagement in Billingsbach trotz der Herbstmeisterschaft auf eigenen Wunsch beendet hatte.

Rafael Götz, der unabhängig von der Spielklasse auch in der nächsten Saison für den FC Billingsbach verantwortlich zeichnen wird, freut sich, ein Team betreuen zu dürfen, in dem „jeder seine eigenen Interessen zugunsten der Mannschaft zurück stellt“ Bekanntester Spieler des FCB ist B1-Torschützenkönig Daniel Ley, der 30 der 82 Treffer erzielte.

„Nur“ 15 Tore, genau ein Drittel der Igersheimer Gesamtausbeute, gingen auf das Konto von Domenic Blasic, allerdings unter deutlich schwereren Voraussetzungen im Team eines A3-Kellerkindes.

Die Schwarz-Gelben aus dem Taubertal stiegen übrigens im Juni 2014 in die A3 auf, obwohl sie das Relegationsspiel gegen den TSV Hohebach mit 1:2 verloren hatten. Grund dafür war der Aufstieg des damaligen A3-Vizemeisters SGM Taubertal/Röttingen über die Relegation zur Bezirksliga.

Auch Verlierer mit Chancen

Die Rolle der Unterfranken könnte nun der TV Niederstetten spielen: Sollten die Vorbachtäler nämlich am Samstag gegen den TSV Dünsbach gewinnen und somit in die Bezirksliga aufsteigen, wäre auch der Verlierer der Partie morgen Abend in Weikersheim in der nächsten Saison A-Ligist – eine schöne Option, aber auch nicht mehr: In Igersheim baut man lieber auf die eigenen Fähigkeiten: „Wir sind stark genug, um Billingsbach schlagen zu können und wollen unbedingt gewinnen, bekräftigt Trainer Ralf Smolka, der hofft, dass die angeschlagenen Offensivspieler Fabian Luger und Mj Nocillas am Freitagabend wieder mitwirken können und er aus dem Vollen schöpfen kann.

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