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Tischtennis - Noch nie hat ein Verein aus dem Main-Tauber-Kreis höherklassiger agiert / Tolle Vorstellung in der Relegation

Niklashausen künftig Oberligist

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Piotr Bereziuk machte am Ende den Sack zu. © Bastian Kohl

Endlich Tischtennis-Oberliga im Taubertal: Nach nervenaufreibenden 160 Minuten war es soweit – Niklashausen triumphierte nach einem hart umkämpften Relegationsspiel in Kirchheim verdient und schafft erstmals den Sprung in die Oberliga. Doch schön der Reihe nach.

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In der Oberliga hatte kurz vor Rundenende Kornwestheim seine Mannschaft zurückziehen müssen, was Kirchheim zwei Zähler weniger auf der Habenseite einbrachte und zum Leidwesen aller den Relegationsplatz bedeutete, war man doch vorher schon sicher auf einem Nicht-Abstiegsplatz.

So musste man sich im Duell mit den Taubertälern messen. Auf dem Papier hatte Niklashausen, das Malcherek, Duffoo, Bereziuk und Degen ins Rennen schickte, leichte Vorteile im vorderen Paarkreuz, während im hinteren Paarkreuz die Chancen zugunsten Kirchheims ausfielen.

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Vor etwa 70 Fans aus Kirchheim und Niklashausen startete das Eingangsdoppel Malcherek/Duffoo gegen Mangold/Geßner. Parallel dazu fieberten etwa 50 Anhänger im Online-Liveticker mit, den zwei Fans aus Karlsdorf und Niklashausen via Tablets von der Tribüne aus mit Live-Punkteständen fütterten. In vier Sätzen gelang es den Gästen, ihren Gegnern den Schneid abzukaufen und so den ersten Punkt für ihre Mannschaft zu verbuchen.

Parallel dazu mussten Bereziuk/Degen gegen Hornstein/Gantert ran. Keiner wollte hier klein beigeben und dem Gegner das Feld überlassen, so dass sich beide Paare die Bälle nur so um die Ohren schossen. Am Ende hatten aber die Hausherren das bessere Händchen und glichen so zum 1:1 aus.

Die erste Einzelrunde eröffnete Duffoo gegen Mangold, der sich nach Kräften wehrte, am Ende jedoch dem Niklashäuser das Feld sehr knapp im fünften Satz überlassen musste. Malcherek triumphierte derweil glatt in drei Sätzen über Geßner, der seinem Gegenüber nicht genug entgegenzusetzen hatte. Weiter ging es für Degen gegen Hornstein. Zunächst lief es für den Kirchheimer Abwehrspezialisten besser, bevor Degen zum 2:2 ausglich und der heimische Spieler neben Netz, Platte und Halle die ganze Welt gegen sich wissen wollte. Dennoch schlug der Taubertäler aus diesem Umstand keinen Profit und musste am Ende knapp die Segel streichen. Bereziuk hatte im weiteren Verlauf einen schweren Stand gegen Gantert und musste dessen Spielstärke in drei hart umkämpften Sätzen Tribut zollen, so dass Kirchheim wieder zum 3:3 ausglich.

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Zu Beginn der zweiten Einzelrunde kam es zum Aufeinandertreffen der Spitzenspieler Malcherek und Mangold. Etwas überraschend, aber verdient entschied der Kirchheimer die ersten beiden Sätze für sich, ehe sich das Blatt wendete und Malcherek zur Aufholjagd startete. Nach jeder Menge sehenswerter Ballwechsel gelang es ihm schließlich, seinen Gegner an den Rand einer Niederlage zu bringen und das Spiel doch noch zugunsten Niklashausens zu entscheiden. Auch Duffoo hatte gegen den stark aufspielenden Geßner arg zu kämpfen. Im entscheidenden fünften Satz fand der Taubertäler allerdings die besseren Mittel und entschied diesen klar für sich, so dass man wieder 5:3 in Führung lag.

Allerdings brachte Gantert die Hausherren wieder postwendend auf 5:4 heran, als er Degen nicht den Hauch einer Chance ließ. Währenddessen lief schon das letzte Spiel Bereziuk gegen Hornstein, in dem es für beide Teams um alles ging. Hier musste unbedingt der Sieg für Niklashausen her, da bei 5:5 sonst das bessere Satzverhältnis für Kirchheim zu Buche schlagen würde. Zunächst kam aber der Kirchheimer besser ins Spiel, ehe Bereziuk auf 1:1 nach Sätzen ausglich. Keiner von beiden wollte dem Gegner das Feld überlassen und jeder einzelne Ball war hart umkämpft. Dennoch gelang es dem Niklashäuser, die besseren Treffer zu setzen, so dass er im vierten Satz endlich einen Matchball zum Sieg für seine Mannschaft verwandelte.

Endlich fiel die Anspannung von Spielern und Fans ab und man lag sich feiernd in den Armen.

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