Kunststoffrasen

Mikroplastik als Problem

Recycling stand im Mittelpunkt einer Fachtagung

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lsv
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Mehr als 250 Teilnehmer haben sich im Rahmen der Fachtagung „Fairplay für die Umwelt – Recycling und Entsorgung von Kunststoffrasen- und Reitplätzen mit kunststoffhaltigen Tretschichten“ in Stuttgart über den Umgang mit Mikroplastik informiert.

Die meisten der etwa 1000 Kunststoffrasen-Sportplätze im Land haben ein Plastikproblem. Mikroplastik, also kleine Kunststoffteilchen, gelangen über diese Sportplätze, die überwiegend mit Kunststoffgranulat verfüllt werden, durch den Sport selbst oder falsche Platzpflege in die Gewässer und Böden und schädigen so die Umwelt. Wie man das verhindern kann und wie man vor allem auch die ausgedienten Kunststoffrasen-Sportplätze sowie Reitplätze so wiederverwerten kann, damit sie in den Kreislauf zurückgeführt werden, darüber wurde bei der Fachtagung intensiv diskutiert. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Landessportverband Baden-Württemberg, , dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie der Universität Stuttgart.

Mittlerweile gebe es ausgezeichnete Alternativen für das Kunststoffgranulat, hob Umweltstaatssekretär Andre Baumann in seinem Grußwort hervor. Deshalb fördere das Land seit 2019 auch keine Kunstrasensportplätze mit Kunststoffgranulat mehr. „Die Vereine favorisieren nun beim Neubau oder der Sanierung von Plätzen Füllstoffe wie Kork oder Olivensteine sowie innovative Fasern, die ganz ohne Füllstoffe auskommen“, sagte Baumann.

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Ein Schwerpunkt bei der Fachtagung im SpOrt Stuttgart war auch die Wiederverwertung der alten Kunststoffrasen-Sportplätze. In Baden-Württemberg werden rund 25 Plätze pro Jahr entsorgt, führte Baumann aus, pro Platz fallen etwa 200 bis 250 Tonnen Material an, das entspreche 12 bis 14 LKW-Ladungen. „Das Thema Recycling“, verdeutlichte der Staatssekretär, sei bisher im Sport kaum beachtet worden. „Das muss sich ändern. Wir brauchen mehr Bewusstsein und mutige Nachahmer in Baden-Württemberg, damit wir den Austrag von Mikroplastik in die Umwelt verringern können.“ lsv