Basketball - Crailsheim hat nach dem 91:88 gegen Bonn einen Platz in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft sicher

Merlins stehen erstmals in den Playoffs

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cd
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Riesenjubel bei den Hakro Merlins aus Crailsheim unmittelbar nach der Schlusssirene: Erstmals steht das Team von Trainer Tuomas Iisalo (Zweiter von rechts, im Anzug, etwas verdeckt). © PhilippReinhard.com

Hakro Merlins Crailsheim – Telekom Baskets Bonn 91:88

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(25:16, 15:31, 20:16, 31:25)

Crailsheim: Jones (19 Punkte/davon 5 Dreier), Lasisi (17/3), Bell-Haynes (15/3), Hilliard (14/2), Radosayljevix (14/1), Bleck (6), Stuckey (4), Haley (4), Caisin.

Bonn: Babb (36/6), Micovic (16/2), Philmore (9/3), Thompson (8), Kratzer (6), DiLeo (5/1), Lukosius (5/1), Binapfl (2), de Oliveira (1), Hudson, Pollard.

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Die Hakro Merlins aus Crailsheim stehen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in den Playoffs um die Deutsche Meisterschaft. Nach der Partie gegen Bonn, die einer Berg- und Talbahn glich, mit dem am Ende knappen 91:88-Erfolg ist den „Zauberern“ aus Hohenlohe die Endrunden-Teilnahme nicht mehr zu nehmen. Bereits in der Vorsaison hätte sich das Team von Trainer Tuosmas Iisalo zu 99,9 Prozent die Teilnahme an den Playoffs gesichert, doch fanden die wegen der coronabedingten Saisonunterbrechung dann gar nicht statt.

Gegen Bonn kamen kamen die Gastgeber sehr gut in die Partie und spielten sich früh eine Führung heraus. Im zweiten Viertel schlug das Pendel jedoch um in Richtung der Baskets. Nach der Pause ging es ständig hin und her. In einer dramatischen Schlussphase bewiesen die Zauberer die besseren Nerven und entschieden das Spiel mit 91:88 für sich, obwohl auf Bonner Seite Chris Babb eine Glanzvorstellung zeigte und 36 Punkte machte.

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Trainer Tuomas Iisalo, um den es nach wie vor „Abwanderungsgerüchte“ gibt, die vom Verein jedoch immer noch nicht öffentlich kommentiert wurden, zeigte sich nach der Partie überglücklich: „Riesenglückwunsch an das Team und die Spieler für das Erreichen von etwas Historischem: Die erste Playoff-Teilnahme der Merlins-Geschichte. Das Schönste ist, dass es durch unsere eigene Identität erreicht wurde. Wir waren in diesem Spiel oft in schwierigen Situationen, aber haben nie aufgegeben. Die Gruppe findet immer und immer Wege, um zu gewinnen. Es sagt viel über die Jungs und ihre Arbeit aus, ich könnte nicht glücklicher für sie sein!“

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Schon heute geht es weiter

Nach dem sensationellen Erfolg bleibt nur kurz Zeit für Feierlichkeiten. Denn bereits 48 Stunden nach dem vereinshistorischen Sieg geht es für die Merlins weiter: Bereits am heutigen Freitag, 9. April, ist umn 19 Uhr der Syntainics MBC aus Weißenfels zu Gast in der Arena Hohenlohe in Ilshofen.

Die Weißenfelser stehen mit einer 7:21-Bilanz auf dem 16. Tabellenplatz. Der Vorsprung auf Platz 17, und damit verbunden auf den ersten Abstiegsplatz, beträgt nur noch zwei Zähler.

Zuletzt musste sich der Mitteldeutsche Basketball-Club im Ostderby gegen die Niners Chemnitz knapp geschlagen geben.

Ein Punktegarant im Kader des MBC ist Shooting Guard Michal Michalak. Der polnische Nationalspieler ist mit durchschnittlich 20,4 Punkten pro Spiel Topscorer der gesamten BBL. Zusätzlich sichert er sich pro Spiel im Durchschnitt 4,2 Rebounds und verteilt 2,7 Assists. Im letzten Spiel gegen die Niners aus Chemnitz stellte er mit 29 Punkten seinen Saisonrekord ein und war maßgeblich für die spannende Schlussphase verantwortlich. Der „Scharfschütze“ nimmt mit 13,8 Feldversuchen ligaweit die meisten Würfe und trifft 44,6 Prozent seiner Versuche.

Auch bei den so genannten „zweiten Bällen“ hat der MBC echte Spezialisten in seinen Reihen. 35,4 Rebounds greifen sich die Weißenfelser pro Partie und stehen damit auf Platz 3 in dieser Kategorie. Am erfolgreichsten ist dabei Power Forward Kyndahl Hill. cd