Basketball - Crailsheim feiert gegen Hamburg einen wichtigen Dreier / Der nächste Gegner könnte die Mannschaft sein, auf die man auch in den Playoffs trifft

Merlins besonders von „Downtown“ sehr treffsicher

Von 
cd
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Hakro Merlins Crailsheim – Hamburg Towers 85:79

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(23:17, 24:25, 16:20, 22:17)

Gut gelaunt gibt Trae Bell-Haynes ein TV-Interview. © PhilippReinhard.com

Crailsheim: Bell-Haynes (20 Punkte/davon 2 Dreier), Lasisi (16/3), Radosavljevic (16/3), Jones (15/3), MeNeace (9), Bleck (6), Stuckey (3/1), Hilliard, Caisin.

Hamburg: Kotsar (26), Shorts (16), Allen (9/1), Swing (8/2), Rich (7/1), Spencer (7), DiLeo (2), Hollatz (2), Cuthbertson (2), Richter.

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Die ohnehin schon verletzungsgeplagten Hakro Merlins müssen im Saisonschlussspurt auf einen weiteren Schlüsselspieler verzichten. Jermaine Haley verletzte sich in den Schlussminuten des Spiels in Ulm am Knie und stand für die Partie gegen Hamburg nicht zur Verfügung. Die Hanseaten ihrerseits gingen ohne Kameron Taylor in die Partie, der sich gegen Würzburg ebenfalls verletzt hatte.

Wie erwartet war es zunächst ein defensiv geprägtes Spiel: Erst nach zwei Minuten erzielte Elias Lasisi von der Freiwurflinie den ersten Zähler des Abends. Nach einem Zwischenstand von 9:4 wurden die Gäste effektiver unter dem gegnerischen Korb. Beim Stand von 23:17 wurde schließlich das erste Spielviertel beendet.

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Im zweiten Spielviertel entwickelte sich ein unglaublich intensives Basketballspiel, bei dem beide Kontrahenten um jeden Ballbesitz kämpften. Nach 15 Spielminuten ließen es Bell-Haynes und Radosavljevic von Downtown „regnen“ – die daraus resultierende 34:25-Führung war gleichbedeutend mit der höchsten der ersten Hälfte. Auch in der Folge beeindruckten die Crailsheimer mit ihrer hohen Trefferquote von jenseits der Dreierlinie. Besonders der kanadische Aufbauspieler Trae Bell-Haynes spielte eine überragende erste Hälfte und war schon nach 20 Minuten auf „Triple-Double“-Kurs. Der erste Durchgang endete schließlich mit 47:42.

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Früh in der zweiten Hälfte musste Flügelspieler Jones mit seinem vierten Foul auf der Bank platznehmen. Dies änderte zunächst nichts an der starken Dreierquote der Gastgeber. Nach einem erfolgreichen Fastbreak von Lasisi stellten die „Zauberer“ erstmals auf einen zweistelligen Vorsprung (57:46). Nach der Auszeit von Gästetrainer Calles legte die Mannschaft des Spaniers einen 9:2-Lauf hin. Die Towers spielten nun ihre Defensive aggressiver und zwangen die Crailsheimer immer wieder zu Ballverlusten. Nach 29 Minuten war dann der Vorsprung der Hohenloher komplett aufgebraucht und Hamburg übernahm erstmals seit der Anfangsphase wieder die Führung (61:62). Mit 63:62 ging es in die letzten zehn Minuten der Partie.

Es blieb auch im letzten Viertel ein hart umkämpfte Spiel. Vor allem Maik Kotsar bereitete den Zauberern zunehmend Schwierigkeiten.

Bereits früh im Schlussabschnitt hatten die Towers mit Foulproblemen zu kämpfen, so dass die Zauberer immer wieder von der Linie punkteten. Vier Minuten vor dem Ende sorgte der kaum aufzuhaltende Bell-Haynes für ein weiteres Highlight. Nach seinem spektakuläreren Spin-Move erzielte er das 77:69. Wenig später stand Jamuni McNeace am Ende einer starken Passstafette freistehend unter dem Korb und erzielte das 85:77 – bei 50 Sekunden war dies mehr als die Vorentscheidung in diesem umkämpften Spiel.

Es folgt nun die letzte Hauptrunden-Woche in der BBL. Nach dem 13. Heimsieg (bei nur vier Niederlagen) folgen nun noch zwei Auswärtsspiele, bevor die Playoffs beginnen. Weiter geht es am morgigen Mittwoch um 19 Uhr beim Tabellenvierten EWE Baskets Oldenburg, der aktuell auch der Playoff-Viertelfinal-Gegner der Hakro Merlins wäre. Am kommenden Sonntag endet dann die Crailsheimer Hauptrunde in Bamberg. cd

So sah es der Trainer

Tuomas Iisalo (Trainer Hakro Merlins Crailsheim): „Es war ein extrem wichtiger Sieg für uns. Wir haben teilweise sehr guten Basketball gespielt, den Ball bewegt, gut verteidigt und rotiert. Die Sache, die uns fast das Spiel gekostet hat, waren die Turnovers und verpassten Defensiv-Rebounds. Daran müssen wir arbeiten, wenn wir die nächsten Spiele gewinnen wollen. Aber nochmal: Das war ein großer Sieg heute.“