Basketball - Die Hakro Merlins aus Crailsheim müssen sich in der Bundesliga etwas überraschend den Fraport Skyliners geschlagen geben

Frankfurter Feuerwerk von der Dreier-Linie

Von 
cd
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Fraport Skyliners Frankfurt – Hakro Merlins Crailsheim 92:84

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(21:22, 21:22, 21:15, 29:25)

Ein Mann fürs Training

Die Hakro Merlins haben sich die Dienste von Marcell Pongó gesichert. Der 24-jährige ungarische Aufbauspieler kommt vom Zweitligisten Nürnberg Falcons BC und soll den Trainingskader für den Saisonendspurt verstärken. Da bereits alle Spieler-Lizenzen für die easyCredit Basketball Bundesliga aufgebraucht sind, ist Pongó dort nicht spielberechtigt.

„Mit Marcell Pongó reagieren wir auf die anhaltenden Verletzungssorgen der letzten Wochen. So können wir weiterhin eine hohe Trainings-Qualität gewährleisten und bieten ihm gleichzeitig die Chance, sich auf Bundesliga-Niveau etablieren zu können“, erklärt Ingo Enskat, der Sportlicher Leiter der Merlins. cd

Frankfurt: Mobley (26 Punkte/davon 5 Dreier), Gudmundsson (22/4), Vrcic (16/3), Kessens (8), Moore (8/2), Schoormann (5/1), Robertson (5/1), Murphy (2), Rahon, Völler.

Crailsheim: Bell-Haynes (21/2), Jones (16/4), Radosavljevic (15/2). Hilliard (9/1), Stuckey (7/1), Lasisi (6/2), Bleck (5), Haley (3), D. Kovacevic (2).

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Für Crailsheims Trae Bell-Haynes war dies ein besonderer Auftritt, denn der kanadische Point Guard kehrte erstmals an seine frühere Wirkungsstätte. Obwohl er bester Werfer seines Teams war, gab es jedoch eine Niederlage. Vor allem in der zweiten Hälfte waren die Gastgeber aus „Mainhatten“ die bessere Mannschaft-

Mit unveränderter Starting Five, bestehend aus Bell-Haynes, Stuckey, Jones, Bleck und Radosavljevic, wollten die „Zauberer“ die nächsten wichtigen Zähler im Kampf um die Playoff-Plätze einsammeln. Auch in Frankfurt mussten sie auf ihr amerikanisches Verletzten-Trio Coleman, Highsmith und McNeace verzichten. Radii Caisin stand jedoch imerhin wieder im Spieltageskader der Merlins. Die starteten sehr gut in diese Partie und führten nach sieben Minuten mit 18:10. Die Schlussphase des ersten Viertels gehörte dann den Hausherren, die aus ihrer starken Verteidigung heraus keine einfachen Abschlüsse der Crailsheimer zuließen und selbst offensiv den Weg zum Korb fanden.

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Auch im zweiten Viertel präsentierten sich die Skyliners sehr sicher von der Dreierlinie, während die Gäste vor allem beim Zug zum Korb punkteten. Es blieb das erwartet umkämpfte Spiel. Den Frankfurtern gehörte wiederum die Schlussphase des Viertels und sie verkürzten einen zeitweisen Rückstand von sechs Zählern auf nur zwei zur Pause.

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Zu Beginn der zweiten Hälfte bestätigten beide Teams ihre Stärken in der Defense, denn in den ersten drei Minuten fielen überhaupt nur zwei Punkte. In der Folge war die Partie von vielen Freiwürfen auf beiden Seiten geprägt, sodass nur wenig Spielfluss entstand. Die Merlins mussten nun häufig einem knappen Rückstand hinterherlaufen, doch absetzen konnte sich weiterhin noch keine Mannschaft. Mit einer knappen Frankfurter Führung (63:59) ging es in die letzten zehn Minuten in der Fraport Arena.

Vier Minuten vor der Schlusssirene stand mit 79:67 die höchste Führung des Spiels auf der Anzeigentafel. Doch Crailsheim gab nicht auf und kehrte noch einmal zurück. 40 Sekunden vor dem Ende verkürzte Bell-Haynes auf 87:82. Ein Dreier von Mobley und seine anschließenden Freiwurftreffer konnten dann jedoch nicht mehr gekontert werden, sodass sich die Merlins mit 92:84 geschlagen geben mussten.

Schon am Mittwoch geht’s weiter

Den Zauberern bietet sich sehr schnell wieder die Möglichkeit, zurück in die Erfolgsspur zu finden. Am morgigen Mittwoch. 7. April, empfangen die Hohenloher die Telekom Baskets Bonn in der heimischen Arena Hohenlohe in Ilshofen. Zwei Tage später empfängt der Tabellenfünfte dann den Syntainics MBC.

Stimmen zum Spiel

Sebastian Gleim (Trainer der Fraport Skyliners Frankfurt): „Ich denke, wir haben heute verdient gewonnen, da wir es stets geschafft haben, uns durch Widerstände durchzukämpfen. Mental war es ein sehr gutes, vielleicht sogar das beste Spiel der Saison, von uns. Wir sind mit geschlossener Teamleistung aufgetreten, bei der alle ihren Beitrag geleistet haben.

Tuomas Iisalo (Trainer der Hakro Merlins Crailsheim): „Frankfurt hat heute sehr gut gespielt und viel mehr Energie als zuletzt gegen Chemnitz. Dazu haben sie ihre Dreier getroffen, was natürlich auch hilft. Wir haben es nicht geschafft die Fifty-Fifty-Bälle für uns zu entscheiden. Gerade bei den Rebounds waren wir nicht physisch genug. Das ist enttäuschend. Im zweiten Viertel haben wir es nicht geschafft uns weiter abzusetzen und sind dann nur mit zwei Punkten Vorsprung in die Halbzeit gegangen. Da haben wir das Spiel nicht nach Hause gebracht.“ cd