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Basketball - Nach dem Erreichen des „Top Four“ im nationalen Pokal und und dem Einzug in die zweite Gruppenphase des Europe-Cups wird der BBL-Tabellenführer gestürzt

Eine Woche wie gemalt für die Crailsheimer Merlins

Von 
jk
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Hakro Merlins Crailsheim – Hamburg Towers 90:73

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(17:18, 34:12, 17:21, 22:22)

Crailsheim: Shorts II (23 Punkte/davon 1 Dreier), Lasisi (18/3), Bleck (15/1), Lewis (14/2), Savage (11/3), D. Kovacevic (4), Stuckey (3/1), Radosavljevic (2). Harris, Kindzeka, A. Kovacevic.

Hamburg: Hollatz (18/2), Homesley (11/1), Christen (9/1), Meisner (8/2), J. Brown (6), McCallum (6), Hinrichs (4), Z. Brown (4), Rich (4), DiLeo (3/1).

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Zuschauer: 1986

Der Tabellenerste aus Hamburg ging mit fünf Ligasiegen in Serie in diese Partie, musste jedoch weiter auf 2,11-Meter-Center Maik Kotsar verzichten, der sich in der vergangenen Woche eine Schulterverletzung zugezogen hatte. Ebenfalls kurzfristig ausgefallen war Eddy Edigin aufgrund eines Nasenbeinbruchs im Training. Bei den Gastgebern stand Point Guard TJ Shorts II gegen seinen ehemaligen Verein auf dem Parkett – und zwar mit Spezialmaske. Im Pokal-Viertelfinale gegen s.Oliver Würzburg hatte Shorts am vergangenen Sonntag einen Naseneinbruch erlitten. Bereits am Montag wurde er operiert und am Mittwoch stand er bereits wieder gegen die Griechen aus Peristeri im Europe-Cup auf dem Parkett – allerdings im „Batman-Style“.

Zunächst noch Ladehemmung

Etwas Ladehemmung hatte zu Beginn der Partie Maurice „Moe“ Stuckey, dessen erste drei Versuche von Downtown allesamt vom Ring zurück ins Spielfeld sprangen. Zur Hälfte des ersten Viertels übernahmen dann die Gäste aus der Hansestadt durch Justus Hollatz die Führung, doch Crailsheim konterte sofort. Die Partie wogte zunächst hin und her und Point Guard Ray McCallum erzielte wieder die 18:17-Führung für die Hambrger „Türme“. Mit diesem Ergebnis endete das erste Viertel.

Auch im zweiten Viertel war es zunächst noch knapp. Immer wieder kamen die „Towers“ auf wenige Punkte an die Hausherren heran, dich die konnten ihre Führung stets halten. Nach gut viereinhalb Minuten im zweiten Viertel erzielte Point Guard Shorts endlich den erlösenden ersten Dreier für die Zauberer – und von da an war die Arena Ilshofen ein echter Hexenkessel. Damit war der Knoten von Downtown geplatzt. Nur wenige Spielzüge nach Shorts’ verwandeltem Dreier traf erst Jared Savage und direkt danach Elias Lasisi von jenseits der Dreipunktelinie (36:28). Dann versenkte auch der hinten wie vorne starke Lewis seinen ersten Dreier, gefolgt von je zwei Freiwürfen von TJ Shorts und Fabi Bleck, die die Crailsheimer alle verwandelten und damit einen 17-Punkte-Vorsprung herstellten. Jetzt waren sind die Zauberer vollends in einem Rausch angekommen. Beim deutlichen Stand von 51:30 ging es für beide Mannschaften in die Kabine.

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Auch im dritten Viertel blieben die Hausherren weiterhin tonangebend. Die begeisterten Zuschauer in der Arena sorgten für eine unglaubliche Stimmung. Mit einem Buzzer Beater traf Jaren Lewis zum 68:51-Spielstand vor dem schlussabschnitt.

Shorts II kennt keine Gnade

Auch hier ließ TJ Shorts II gegen seinen ehemaligen Verein keine Gnade. walten. Der quirlige Point Guard schlängelte sich ein ums andere mal um die Hamburger Defensive, die nur das Nachsehen hatten. Nach einem Dreier von Savage zeigte die Anzeigetafel einen sielstand von 78:55 an – Bei einer Restspielzeit von 6:25 Minuten war dies natürlich mehr als nur die Vorentscheidung, In der Schlussphase gaben die Zauberer ihren Vorsprung natürlich nicht mehr aus der Hand. Shooting Guard Elias Lasisi drehte in der Schlussphase sogar noch einmal richtig von Downtown auf, baute die Führung auf 24 Punkte aus.

„No Dejan, no Party“, klang es dann kurz vor Ende der Party von den Rängen der Stierkampfarena, als die beiden Kovacevic-Brüder das Parkett betraten. Souverän verwandelte der „Große“ von ihnen (Dejan Kovacevic), anschließend vier Freiwürfe in Folge. Die Hamburger schafften es auch in den letzten Minuten der Partie nicht, noch einmal gefährlich an die Zauberer ran zu kommen. So endete die Partie mit 90:73 für die Zauberer. Es war also eine Englische Woche, wie man sie hätte sich nicht schöner wünschen können: Pokalhalbfinaleinzug, nächste Runde im Fiba- Europe Cup und jetzt der Sieg gegen den Tabellenersten.

Jetzt heißt es erst einmal durchschnaufen für die Basketballer aus Crailsheim. Nach der Länderspielpause am nächsten Wochenende geht es dann am 5. Dezember 2021 auswärts gegen die Fraport Skyliners weiter.

Stimme des Trainers

Sebastian Gleim (Headcoach Hakro Merlins Crailsheim): „Erstens ist es für uns ein toller Sieg gegen Hamburg, aber auch eine tolle Serie: Drei Heimspiele in einer Woche, entscheidende Spiele, die wir gewonnen haben. Ich freue mich sehr, dass wir vor allem defensiv heute so gut gespielt haben. Am Anfang haben wir nicht gut getroffen, dann aber unser Tempo gefunden. Wichtig war, dass wir so gut verteidigt und gerebounded haben. Für mich als Trainer ist es jetzt natürlich fast schade, dass es nicht am Dienstag weiter geht, weil wir so einen starken Rhythmus haben. Aber ich denke unsere Spieler, die 17, 18 Spiele in sechs Wochen abgerissen haben, brauchen jetzt ein paar Tage Ruhe, damit wir dann im Break wieder mit vollem Energiehaushalt angreifen und trainieren können. Und der zweite Punkt ist natürlich, dass wir in der Gesellschaft alle sehr aufpassen müssen mit Covid. Das habe ich den Jungs eben auch noch einmal gesagt, das ist ein wichtiger Punkt für die nächsten Wochen und Monate.“ jk

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