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Ultramarathon - Ausdauersportler können am Samstag, 2. Oktober, Streckenlängen von 50 Kilometer bis 100 Meilen wählen / Start in Rothenburg / Vortrag im Vorfeld

Ein Weltrekordversuch steht im Mittelpunkt

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Der „Taubertal 100 Ultramarathon“ findet am 2. Oktober zum siebten Mal statt, dieses Mal mit einer Teilnehmerzahl von etwa 220 Ultraläufern. Im Mittelpunkt steht dabei ein Weltrekordversuch über 100 Meilen von Camille Herron aus USA.

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Camille Herron ist die weltbeste Ultraläuferin und hält gleichzeitig vier Weltrekorde: über 50 Meilen (80 Kilometer) in 5:38 Stunden, im Zwölf-Stunden-Lauf mit 149,122 Kilometern, über 100 Meilen (161 Kilometer) in 12:42 Stunden und im 24-Stunden-Lauf und 270,116 Kilometer. Sie befindet sich derzeit in Bestform und wird versuchen, ihren eigenen 100-Meilen-Weltrekord von 12:42 Stunden beim Taubertal 100 zu verbessern. Sie wird auch beim gesamten Rahmenprogramm dabei sein, wie Kartoffelparty, Vortrag und Ritteressen. Camille Herron wird bereits eine Woche vorher anreisen und auf der Taubertal-Strecke trainieren.

An der Tauber entlang sind die Ultramarathon-Läufer unterwegs, wenn sie sich am Samstag ab Rothenburg auf die 100-Kilometer-Strecke machen. © Beck

Serhii Popov aus Kiew, Sieger vom Taubertal 100 im Jahr 2019, über 100 Kilometer in 7:20 Stunden wird erstmals die 100 Meilen von Rothenburg nach Gemünden laufen. Dass die Taubertalstrecke schnell ist, hat bei der Veranstaltung 2019 schon der Holländer Jan-Albert Lantink bewiesen, indem er einen neuen Weltrekord über 100 Meilen aufstellte in der Altersklasse M 60, und das Ziel in Gemünden in unvorstellbaren 13:59 Stunden erreichte.

Alle Teilnehmer und auch die über 300 Helfer erfüllen den 3 G Status (geimpft, genesen oder getestet). Die Abstandsregeln von 1,5 Meter werden stets eingehalten und ein Mundschutz wird außer beim Laufen und Essen immer getragen.

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Über 100 Teilnehmer hatten Ihre Anmeldung storniert oder auf das Folgejahr verschoben. Der Grund liegt meist in der mangelnden Kondition. Laufveranstaltungen gab es kaum, was ein Motivationsproblem für viele Läufer darstellte und sie deshalb nicht in vollem Umfang trainierten. Einen 100-Kilometer-Lauf macht man normalerweise als krönender Abschluss einer Laufsaison. Die 100 Kilometer sind aber kein Pappenstiel und mit einem mangelnden Trainingszustand nicht zu schaffen. Hinzu kommt, dass viele Marathon- und Ultralaufveranstaltungen ihren Termin auf Oktober verschoben haben, so dass der Läufer nur an einem Termin teilnehmen können. Daher ist Veranstalter Hubertus Beck mit 220 Teilnehmern für dieses Jahr sehr zufrieden.

Von den 220 Ultraläufern absolvieren etwa 55 Prozent die 100-Kilometer-Distanz. Jeweils 40 Teilnehmer laufen die Distanzen 50 Kilometer und 71 Kilometer und 30 Teilnehmer die 100 Meilen.

Ablauf: Auf der relativ flachen Strecke gibt es für die Läufer bis 100 Kilometer alle fünf Kilometer eine Getränke- und alle zehn Kilometer eine Getränke- und Verpflegungsstation. Ab 100 Kilometer wird alle 10 Kilometer eine Getränke- und Verpflegungsstation geboten. Über 300 Helfer werden dazu benötigt. Die Helfer nach der 100-Kilometer-Marke haben eine lange Nacht vor sich und bieten den Läufern und Zuschauern eine Party mit Rockmusik. Zuschauer mit Einhaltung der Abstandsregeln sind willkommen an der Strecke.

Verlaufen kaum möglich

Auf der 161 Kilometer lange Strecke ist im Abstand von einem Kilometer eine Straßenmarkierung- und bei jeder Abbiegung sind drei Bodenmarkierungen und ein Schild angebracht. Ein Verlaufen ist somit nur schwer möglich. Der Start erfolgt am Samstag, 2. Oktober um 6 Uhr in Rothenburg an der Eiswiese am Taubertalweg. Die vier Ziele vom Taubertal 100 und deren Durchlaufzeiten sind wie folgt: 50 Kilometer in Bad Mergentheim am Schlossplatz, von 9 bis 13.30 Uhr; 71 Kilometer Tauberbischofsheim am Rathausplatz, von 10.50 bis 16 Uhr; 100 km Wertheim am Parkplatz kleines Schlösschen, von 1250 bis 21 Uhr; 100 Meilen: Gemünden-Adelsberg an der Festhalle, von 18 bis 8 Uhr.

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Der erste 100-Kilometer-Läufer wird mit einer Zeit um sieben Stunden in Wertheim gegen 13 Uhr erwartet, der letzte Läufer mit einer Laufzeit von 15 Stunden, gegen 21 Uhr. Bei den 100-MeilenLäufern wird die erste Läuferin nach etwa 12 Stunden gegen 18 Uhr in Gemünden-Adelsberg erwartet, und der letzte Läufer nach 26 Stunden um 8 Uhr morgens. Die 100-Kilometer- und 100-Meilen-Läufer tragen einen GPS-Tracker und sind auf der Homepage vom Taubertal 100 in der Rubrik „Live Tracking“ in ihrer Position zu sehen.

Läufer, die das 100-Kilometer- oder 100-Meilen-Ziel im Zeitlimit erreicht, wird für seine Leistung zum Ritter von Rothenburg geschlagen. Für die Teilnehmer gibt es in der Burg von Wertheim ab 19 Uhr eine Siegesfeier mit Ritteressen. Um 22 Uhr erfolgt die Siegerehrung. Für die 100-Meilen-Läufer findet das Ritteressen in Gemünden um 12 Uhr im Hotel „Koppen“ statt, mit Siegerehrung gegen 13.30 Uhr.

Der Weltmeister im 24 Stundenlauf Florian Reus aus Würzburg hält am Vorabend um 19.30 Uhr einen Vortrag „Krisenbewältigung beim Ultralaufen im Hotel „Rappen“ in Rothenburg.

Die Läufer vom Taubertal 100 verkörpern symbolisch Meldeläufer aus dem Mittelalter, die den Auftrag haben, von der Burg in Rothenburg so schnell wie möglich, zu Fuß eine Botschaft an ein weit entferntes Ziel zu überbringen.

Info: Mehr Informationen unter: www.taubertal100.de

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