Basketball

Die Riesen klein gemacht

Merlins Crailsheim feiern berauschenden Heimsieg gegen Ludwigsburg mit über 100 Punkten. Jetzt wieder Europapokal

Lesedauer: 
Applaus, Applaus: Crailsheims Trainer Nikola Markovic war begeistert von der Leistung seiner Mannschaft im Bundesliga-Heimspiel gegen Ludwigsburg, das die Merlins mit 106:87 gewannen. © Heiko Becker

Merlins Crailsheim – MHP Riesen Ludwigsburg 106:87

Crailsheim: Mikalauskas 22, Lewis 15, Stephens 10, Stuckey 11, Maxhuni 24, Livingston 10, Bleck, Kindzeka 5, Boggy 3, Midtgaard 6.

Der Crailsheimer Gegner hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt: Im Duell gegen FC Bayern Basketball überraschten die Ludwigsburger und holten sich mit einem Vorsprung von fast 30 Punkten den Sieg. Doch beim Baden-Württemberg-Duell fanden die Hohenloher deutlich besser ins Spiel, führten bereits im ersten Viertel mit 17 Punkten und entschieden nach einer überragenden Leistung am Ende das Spiel mit 106:87 für sich.

Mehr zum Thema

Basketball

Den Zauberern geht die Luft aus

Veröffentlicht
Von
cd
Mehr erfahren
Basketball

„Den Allerwertesten versohlt“

Veröffentlicht
Von
cd
Mehr erfahren
Basketball

Merlins zittern ums Weiterkommen

Veröffentlicht
Von
cd
Mehr erfahren

Crailsheims Trainer Nikola Markovic ordente den Erfolg so ein: „Gratulation an unsere Mannschaft und unsere Fans für einen großartigen Sieg. Vielleicht mussten wir gegen Ludwigsburg in einer schwierigen Phase spielen, weil sie am Mittwoch ein taffes Spiel in der Champions League hatten. Allerdings haben wir auch am Mittwoch gespielt - und wie ich es bereits vor dem Spiel sagte, es wird das Team die größten Chancen haben das Spiel zu gewinnen, das besser regeneriert hat. Wir hatten eine gute Ballbewegung und haben gut geworfen. Außerdem haben wir unsere Defensivleistung deutlich verbessert. Ich denke, dass jeder von uns mit diesem wichtigen Sieg zufrieden sein kann. Wir müssen dieses Momentum mitnehmen und besonders an diese Verteidigungsleistung anknüpfen. Dann bin ich mir sicher, dass wir noch viele weitere von solchen Spielen abliefern können.“

Mit einer 48:39-Führung ging es in die Kabinen und mit 70:65 wurden die letzten zehn Spielminuten eingeläutet. Die Merlins legten einen Endspurt hin, der sich mehr als sehen lassen konnte. Innerhalb von zwei Minuten wuchs ihr Vorsprung auf ganze 16 Punkte an. Die Hohenloher drückten nun dem Spiel endgültig den blauen Stempel auf und brachten die Emotionen zum Kochen. Treffsicher präsentierte sich Jaren Lewis und verwandelte nach Polas fünftem persönlichen Foul beide Freiwürfe. Point Guard Livingston ll legte per Halbdistanzwurf nach. Vor den letzten 210 Spielsekunden im Derby nahm Merlins-Coach Markovic ein Timeout, welches offensichtlich Früchte trug. Kurz darauf punktete Lewis von jenseits der 4,3 Meterlinie und machte den Schlusssprint perfekt. Per spektakulärem Dunk sicherte sich Stephens die nächsten Zähler und knackte die 100-Punkte-Marke. Die Kirsche auf den mehr als verdienten Derbysieg setzte Spielmacher Maxhuni: bei ablaufender Spieluhr schloss er von der Mittellinie ab und versenkte mit der Sirene zum 106:87-Heimsieg.

Und wieder volles Programm

Nach dem zweiten Heimspiel im neuen Jahr steht nun die nächste englische Woche auf dem Spielplan der Zauberer – und die hat es in sich. In der zweiten Gruppenphase des Fiba Europe Cups gastieren die Merlins am Mittwoch beim niederländischen Rekordmeister Heroes Den Bosch, bevor sie dann in der Mercedes-Benz-Arena gegen den aktuellen Tabellenführer ALBA Berlin erneut auf dem Parkett gefordert sind. Am 1. Februar spielen die Merlins dann wieder in der heimischen Stierkampfarena gegen den BC Kalev/Cramo.