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Triathlon - Kevin Antoni vom ETSV Lauda hat die Teilnahme an den Titelkämpfen in Utah nach wie vor im Blick. Nächster Qualifikationswettkampf im September

Der Traum von der WM-Teilnahme lebt weiter

Von 
etsv
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Kevin Antoni auf der Radstrecke. © Antoni-Hofmann

Nach seinem erfolgreich gefinishten ersten Langdistanz-Ironman im August des vergangenen Jahres bei der Europameisterschaft in Frankfurt am Main, stand für Kevin Antoni vom ETSV Lauda mit dem Ironman 70.3 Kraichgau der erste Triathlon dieser Saison an. Hier wurden auch insgesamt 34 Startplätze für die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in St. George (Utah, USA) an die Altersklassenathleten der Männer vergeben. Zu bewältigen waren im Kraichgau eine Schwimmstrecke von 1,9 km im Hardtsee bei Ubstadt-Weiher, 90 Kilometer Radfahren auf einer hügeligen Strecke mit über 1000 Höhenmetern sowie ein welliger Lauf über 21,1 Kilometer durch und um Bad Schönborn.

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Vor dem Start bei frischen 7 Grad begann es leicht zu regnen, so dass der Schwimmpart mit Neoprenanzug im Hardtsee noch der wärmste Teil des Rennens werden sollte. Aufgrund von niedrigen Temperaturen am Wettkampftag und der Gefahr von Auskühlen vor dem Start verzichtete Kevin Antoni daher auf das Einschwimmen. Nachdem die ersten 300 Meter durch das fehlende Aufwärmen etwas zäh waren, fand er zunehmend einen guten Rhythmus und verließ das Wasser nach 26:14 min als Vierter seiner Altersklasse (AK 30 bis 34).

Auf der Radstrecke erwartete die Athleten neben kühlen Temperaturen und frischen Windböen auch aufziehende Regenschauer, vor denen sie zunächst in Richtung der Berge davonfahren konnten. Als leichter Radfahrer machte Kevin Antoni an den Anstiegen immer wieder Zeit gut und verteidigte seine Position. Nach etwa 30 bis 40 Kilometer war dann auch „Betriebstemperatur“ erreicht und ein gleichmäßiges kontrolliertes Radrennen möglich.

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dpa
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Auf dem letzten Drittel des Rennens begann es allerdings wieder zu regnen und die Temperaturen fielen mit aufkommenden starken Windböen erneut auf kalte acht Grad Celsius, wodurch, neben fehlendem Schutz vor der Kälte, die Materialwahl mit Scheibe und Felgenbremsen durch Seitenwinde und schlechter Bremswirkung, zunehmend problematischer wurde. Als eher vorsichtiger Radfahrer verlor Kevin Antoni daher leider auf den kurvigen Bergab-Passagen einige Plätze, die er bei Anstiegen nicht wieder aufholen konnte.

Insgesamt beendete er das Radfahren als seine verhältnismäßig schwächste der drei Disziplinen mit einem Schnitt von 34,5 Stundenkilometer nach 2:33 Stunden, ohne dabei allerdings zu viel Kraft zu lassen, was ihm im anschließenden Lauf noch zu Gute kommen sollte.

Für den nun anstehenden Halbmarathon hatte sich Kevin Antoni zunächst vorgenommen, verhalten zu starten. Überraschenderweise verspürte er von Anfang an gute „Laufbeine“, und ging die ersten sieben Kilometer schneller an als geplant. Als sich auch nach der ersten Runde noch keine Ermüdung zeigte, entschloss er sich, motiviert durch viele Konkurrenten die er wieder überholen konnte und die Aussicht auf eine mögliche WM-Qualifikation, das Tempo einfach beizubehalten und so lange wie möglich durchzuhalten.

Im Nachgang erwies sich dies als eine gute Entscheidung, da er seine Geschwindigkeit von durchschnittlich 3:46 Minuten pro Kilometer über die komplette Distanz recht konstant beibehalten konnte. Am Ende stand für ihn eine solide Halbmarathonzeit von 1:20:03 Stunden zu Buche. Durch seine insgesamt stabile Leistung beendete er das Rennen mit einer Gesamtzeit von 4:25:56 Stunden und sicherte sich somit den achten Platz in seiner Altersklasse, sowie den 29. Platz aller 1600 männlichen Altersklassenathleten.

Zu seiner großen Freude reichte diese Leistung, um sich bei der anschließenden „Slot-Allocation“ (Startplatzvergabe) für einen Startplatz bei der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in St. George, Utah (USA) am 29. Oktober 2022 zu qualifizieren. So steht für Kevin Antoni nun neben dem lange geplanten Ironman Italy im September ein weiteres großes Rennen auf seiner Jahresplanung. etsv

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