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Schießen

Das ist kein Traum, sondern wunderbare Realität

Michael Krank von der DMSG Bad Mergentheim wird in München überraschend Deutscher Meister in der Disziplin Luftgewehr

Von 
Bernd Hellstern
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Auf dem Bild der neue Deutsche Meister in der Disziplin Luftgewehr Herren II, Michael Krank, zusammen mit OB Udo Glatthaar (l.), OSM Manfred Münig und Volker Silberzahn (r.), Vorsitzender des Sportkreises. © Hellstern

Für eine faustdicke Überraschung sorgte Michael Krank in der Disziplin Luftgewehr der Kategorie Herren II bei den Deutschen Meisterschaften der Sportschützen in München- Hochbrück. Für eine Überraschung deshalb, weil den Schützen der DMSG eigentlich niemand auf dem Schirm hatte, sich gegen die gesamte nationale Konkurrenz durchsetzen zu können. Doch mit der persönlichen Bestleistung von 615,3 Ringen schoss er sich nach sechs äußerst spannenden Serien zu je zehn Schuss, zum Titelgewinn „Deutscher Meister“ im Luftgewehr.

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Lediglich 47 Sportschützen aus der Bundesrepublik hatten sich über die jeweiligen Landesmeisterschaften qualifiziert, darunter vier weitere Sportschützen aus dem Verbandsgebiet Württemberg. Er, der in seiner fast gesamten aktiven Zeit im Schützenwesen als Trainer damit beschäftigt war, anderen den Weg für Erfolge zu ebnen, schoss sich mit diesem Titel nun zu seinem ganz persönlichen sportlichen Highlight als Sportschütze. Die frohe Kunde eilte dem langjährigen Mitglied und zweiten Vorsitzenden der DMSG Bad Mergentheim in die Heimat voraus, wo dem neuen Deutschen Meister nach seiner Ankunft ein spontaner Empfang bereitet wurde.

Doch bevor gefeiert werden konnte, war von Michael Krank in München volle Konzentration gefragt, um dieses große Ziel gegen starke nationale Konkurrenz realisieren zu können, vor allem gegen eine auch zahlenmäßig starke Phalanx aus Bayern. Nach der ersten Zehner-Serie (101,6 Ringe) lag Michael Krank noch hinter den beiden Bayern Florian Fischer (103,5) und Wolfgang Martin (102,6) auf Platz 3. Nach Durchgang zwei und 103,8 Ringen hatte er dann einen Vorsprung von 0,6 bzw. 3,1 Ringen, da seine beiden Konkurrenten mit 101,3 und 99,7 Ringen hinter ihren Möglichkeiten blieben. Der Vorsprung wuchs an, als der DMSG´ler 104,0 Ringe vorlegte, gegenüber 103,0 und 101,1 der Verfolger.

Ein echter Krimi

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Die drei übrigen Serien entwickelten sich dann zu einem wahren Krimi, da Michael Krank nicht mehr zulegen konnte und vor allem Florian Fischer gefährlich näherkam. Auch wenn er mit 101,5 am Ende seine schlechteste Serie im Wettbewerb schoss, wurde er nicht mehr eingeholt, da Florian Fischer und Wolfgang Martin trotz der Steigerung auf 102,3 und 104,9 Ringe nicht mehr vorbeiziehen konnten. So sicherte sich Michael Krank zwar hauchdünn (0,8 Ringe Vorsprung) aber aufgrund seiner Nervenstärke verdient den ersten Deutschen-Meistertitel als Sportschütze.

Ein Blick auf die Ergebnisliste verdeutlicht die enorme Leistungsdichte in dieser Disziplin, mit lediglich 4,5 Ringen Unterschied vom ersten bis zum achten Platz, sowie weniger als neun Ringen Unterschied vom neunten bis zum 31. Platz.

Zur Meisterfeier im DMSG- Domizil „Schüpferloch“ begrüßte OSM Manfred Münig auch Bad Mergentheims OB Udo Glatthaar und den Sportkreisvorsitzenden Volker Silberzahn als Gäste. Dieser Titel sei etwas ganz Besonderes, zum einen in der Erfolgsbilanz des Vereins und für Michael Krank ganz persönlich, sei er doch die Krönung für Jahrzehnte langes ehrenamtliches Engagement und Wirken als Sportler, Trainer und als Führungspersönlichkeit, so der Vorsitzende. Der Schießsport werde in der Öffentlichkeit oft kritisch beäugt, die positiven Nachrichten über diese olympische Sportart würden oft viel zu kurz kommen, meinte der OB in seinen Grußworten. Er freue ihn deshalb ganz besonders, dass er Michael Krank zum großartigen sportlichen Erfolg gratulieren kann. So ein Titel sei kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis von Disziplin und starkem Willen, entbehrungsreichen Training und nicht zuletzt der Erfahrung auf dem Gebiet des Schießsports, plus einem Schuss Gelassenheit mit sportlichen Stresssituationen umzugehen. Die Schützenvereine leisteten im Übrigen eine hervorragende Arbeit in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.

Volker Silberzahl bestätigte gerne die Worte des OB und stellte nochmals die Bedeutung dieses nationalen Titels für den Sportkreis und den Nachwuchs der Schützenverein als nachahmenswertes Ziel heraus.

Im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten gab Michael Krank zu verstehen, dass er immer noch innerlich zu verarbeiten habe, was da in München-Hochbrück eigentlich geschehen ist. Dass er inzwischen viele hundert Hände zu schütteln hatte und aus allen Richtungen Glückwünsche eingingen. Manchmal sage er zu sich selber „Hallo, Michael, aufwachen“. Wenn er allerdings die Goldmedaille sehe und fühle stelle er fest: es ist kein Traum, Platz 1 bei den Deutschen Meisterschaften in der Disziplin Luftgewehr der Herren II ist freudige Realität.

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