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Basketball - Das Team von Denis Wucherer unterliegt auch in Bonn / Schlussspurt kam nach zeitweiligem 18-Punkte-Rückstand etwas zu spät

Würzburger "Baskets": Auswärtsmisere hält an

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pw
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Kerron Johnson (rechts) im Duell mit dem ehemaligen Würburger Skyler Bowlin (links), der im Duell gegen seinen Ex-Club allerdings nicht seinen allerbesten Tag erwischt hatte. © HMB Media/Julien Becker

Telekom Baskets Bonn – s.Oliver Würzburg 87:79 (24:20, 23:15, 25:25, 15:19)

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Bonn: Jackson-Cartwright (16 Punkte/davon 2 Dreier), Tadda (16/3), Kulvietis (14/3), Ward (10/2), Kessens (8), Kratzer (8), Morgan (6), Hasbargen (4), Bowlin (3/1), Gorham (2).

Würzburg: Rodriguez (18), Buford (16/2), Gielo (14/1), Hunt (13/2), Johnson (6), King (4), Skele (3/1), Moller (3/1), Stanic (2), Hoffmann, Böhmer.

Zuschauer: 4320

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Auch im vierten Auswärtsspiel der Saison hat es nicht mit dem ersten Sieg in einer fremden Halle geklappt: s.Oliver Würzburg lief am im Bonner Telekom Dome von Beginn an einem Rückstand hinterher und hielt vor allem im zweiten und dritten Viertel nicht gut genug dagegen, um das Spiel für sich entscheiden zu können. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand mit 18 Punkten setzten die Schützlinge von Denis Wucherer im Schlussabschnitt zu einer späten Aufholjagd an, die nicht mehr von Erfolg gekrönt war: Durch einen 10:0-Lauf verkürzten die Unterfranken 91 Sekunden vor dem Ende noch auf 78:81, mussten sich den Telekom Baskets Bonn letztendlich aber mit 79:87 (35:47) geschlagen geben.

Wucherer startete im Telekom Dome erneut mit seiner bekannten Stammformation: Aigars Skele, Cameron Hunt, William Buford, Craig Moller und Filip Stanic taten sich am Ende einer englischen Woche im Gegensatz zu den beiden Heimsiegen gegen Gießen und die Münchner Bayern aber zunächst schwer. Gleich die ersten beiden Würzburger Ballverluste führten zu einer frühen Bonner 5:0-Führung. Erst in der 3. Minute gelangen Skele mit einem Dreier die ersten Zähler für die Gäste. Von außen lief es dann zunächst weiter gut, denn auch Cameron Hunt und William Buford trafen ihre ersten Dreier. Auf Seiten der Rheinländer hatte Karsten Tadda einen ganz starken Tag erwischt. Er erzielte neun der ersten elf Bonner Zähler und war fast im Alleingang dafür verantwortlich, dass sein Team in einem relativ ausgeglichenen ersten Viertel nicht in Rückstand geriet.

Zwischen zwei und acht Punkten bewegte sich die Führung der Gastgeber dann auch in der Anfangsphase des zweiten Abschnitts, aber s.Oliver Würzburg hielt immer wieder dagegen: Cameron Hunt verkürzte in der 15. und 16. Minute durch fünf Zähler in Folge auf 34:31. Dann zogen die Gastgeber die Daumenschrauben in der Verteidigung noch etwas enger an, so dass die Unterfranken in den folgenden drei Spielminuten vier weitere Ballverluste produzierten, aber keine Punkte mehr erzielen konnten. Mit einem zweistelligen Rückstand (47:35) ging es in der Pause.

In den ersten vier Minuten des dritten Viertels kamen drei weitere Turnover dazu, so dass die Hausherren ihren Vorsprung auf 18 Zähler ausbauen konnten (63:45, 24. Minute). Denis Wucherer nahm erneut eine Auszeit, und dieses Mal gelang es ihm offenbar, den Kampfgeist seiner Schützlinge zu wecken. Die Aufholjagd begann. Im Schlussviertel gaben die Würzburger dann an beiden Enden des Spielfelds Vollgas, unter anderem abzulesen am kämpferischen Einsatz von Desi Rodriguez. In den letzten fünfeinhalb Minuten gelang es den Unterfranken dann fast, den vorherigen Spielverlauf auf den Kopf zu stellen.

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39 Sekunden vor Schluss hieß es 84:79, doch Würzburger Hoffnungen auf den ersten Auswärtssieg der Saison endeten dann aber in einem Ballverlust direkt nach dem Einwurf, so dass der Litauer Saulius Kulvietis mit einem Dreier den Endstand von 87:79 markieren konnte.

Stimmen zum Spiel

Felix Hoffmann, Kapitän von s.Oliver Würzburg: „Heute hat es daran gelegen, dass wir in der ersten Halbzeit den Ball zu oft weggeschmissen haben. Wir hatten bis zur Pause schon zwölf Ballverluste, das hat uns sehr weh getan. Da waren wir nicht bereit und mussten dann dem Rückstand hinterherlaufen. Dann waren wir am Ende aber wieder dran, und der Turnover tut natürlich auch noch mal richtig weh. Aber ich denke, dass am Ende die erste Halbzeit dafür ausschlaggebend war, dass wir es heute so schwer hatten.“

Denis Wucherer, Headcoach s.Oliver Würzburg: „Wir haben uns heute nur zwei Viertel lang gewehrt, und zwar im ersten und im vierten. Im zweiten und dritten Viertel haben wir das nicht getan, und dann siehst du gegen eine Mannschaft, die mit so viel Energie und Physis spielt wie Bonn nicht gut aus. Wenn du dich nicht wehrst, haben die Schiedsrichter auch keinen Grund zu pfeifen, wenn du 40 Minuten lang gehalten, geschoben und beackert wirst. Das ist die Bonner Spielweise, und sie ist erfolgreich. Um dagegen eine Chance zu haben, musst du diese Energie matchen und Lösungen finden, wie das bei uns im ersten und im letzten Viertel einigermaßen gut geklappt hat. Gegen so eine physische Verteidigung musst du selbst hart spielen.“

Tuomas Iisalo, Headcoach Telekom Baskets Bonn: „Wir haben heute sehr viel gut gemacht. Wir hatten in der ersten Halbzeit die Chance, die Führung weiter auszubauen, aber Würzburg hatte immer eine Antwort parat. So war es auch im dritten Viertel. Und wenn mandie eigenen Chancen nicht nutzt, dann lässt man dem Gegner die Tür zum Comeback offen. Da war Würzburg sehr solide.“ pw

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