Basketball - Mit einem 91:77-Erfolg bei den Fraport Skyliners in Frankfurt untermauern die „Baskets“ ihre Playoff-Ambitionen Würzburg zeigt „erwachsene“ Leistung

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Paul V. Brandenstein
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Setzte mit guten Ideen immer wieder seine Mitspieler hervorragend in Szene: Devin Oliver (links), hier im Duell mit dem früheren Würzburger Center Leon Kratzer. © Heiko Becker

Fraport Skyliners Frankfurt – s.Oliver Würzburg 77:91

Der Unterschied zwischen "König Fußball" und dem "kleinen" Bas ...

Der Unterschied zwischen "König Fußball" und dem "kleinen" Bas ketball wurde gestern wieder ein mal deutlich. In der "Fraport-Arena" in Höchst wurde beim Basketball in Spielpausen mehrfach der Zwi schenstand des Fußball-Bundes
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(13:24, 16:17, 22:20, 26:30)

Frankfurt: Robertson (20 Punkte/davon 6 Dreier), Larson (16/2), Clark (13/3), Huff (8/2). Kratzer (7), Clarance (6), Wohlfarth-Bottermann (3), Vargas (2), Völler (2), Freudenberg, Holder, Zeeb. Würzburg: Richter (17/1), Hulls (15/3), Wells (13/2), Cooks (12), Bowlin (11), Koch (11/1), Oliver (6/1), Hoffmann (6/2), Lösing, Morrison. Zuschauer: 4400.

„Ich war heute sehr zufrieden mit der Vorstellung meiner Mannschaft.“ Würzburgs Headcoach Denis Wucherer brauchte nicht viele Worte, um sein Team für den beherzten Auftritt in Frankfurt zu loben. Auf der anderen Seite zeigte sich Frankfurts Headcoach Gordan Herbert richtig wortkarg. Er fand den Auftritt der Gastgeber „einfach nur schrecklich“ und war dementsprechend maßlos enttäuscht

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Mit dem überraschend klaren Erfolg in „Mainhattan“ haben die Würzburger weiterhin hervorragende Karten im Kampf um einen Playoff-Platz.

Lohn für die Arbeit

Wucherer war angetan davon, mit welcher Physis und Konzentration seine Mannschaft zu Werke gegangen ist. Besonders die beiden langen Kerle der Frankfurt, Jonas Wohlfarth-Bottermann und Leon Kratzer, bekamen kaum einmal einen Rebound. „Das spiegelt die Arbeit von uns heute wider. Heute mussten wir gegenhalten – und das haben wir auch getan. Spielerisch haben wir zwar noch etwas Luft nach oben, doch das haben wir dieses Mal mit unserer Einstellung wettgemacht.“

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Nach einem 6:0-Blitzstart der Hessen fanden die Unterfranken schnell selbst ins Spiel und legten gleich einmal einen 14:0-Lauf zur eigenen 14:6-Führung hin. Die Frankfurter fanden in dieser Phase kaum einmal ein Mittel gegen die gut stehende Würzburger Defensive. Und auch in der Offensive wurde das Würzburger Spiel nach dem kleinen Stotterstart immer variantenreicher. Trainer Denis Wucherer gab schon früh allen zehn Akteuren, die er aufgeboten hatte (dem „Rotations-Rotstift“ fiel dieses Mal Center Gabriel Olaseni zum Opfer), viel Spielzeit.

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Das zweite Viertel verlief dagegen eher unspektakulär. Vor allem gute Offensivaktionen waren Mangelware. Da Würzburg in der Verteidigung aber nach wie vor alles im Griff hatte, sah es zur Pause beim Stand von 41:29 bestens aus.

Passende Antwort gefunden

Gleich nach dem Seitenwechsel baute Würzburg den Vorsprung sogar auf 46:29 aus. Die Vorentscheidung? Mitnichten! Plötzlich schlich sich wieder einmal der berühmte Schlendrian ein und Frankfurt bekam Oberwasser. Innerhalb weniger Minuten schrumpfte der Vorsprung auf 48:44 zusammen. Es spricht eindeutig für die Moral des Würzburger Teams, wie sie sich wieder an den eigenen Haaren aus dem Schlamassel zog. Wucherer sprach nach der Partie deshalb auch von einer „erwachsenen“ Leistung seiner Mannschaft. So schnell, wie die klare Führung zunächst verspielt wurde, war sie plötzlich wieder da (60:46).

Ins letzte Viertel gingen die Würzburger dann mit einem Plus von zehn Punkten. Die „Skyliners“ versuchten zwar noch alles und ließen sich nicht abschütteln, doch die Würzburger gaben die Partie nicht mehr aus der Hand. Zu groß war letztendlich die mannschaftliche Überlegenheit der Würzburger am gestrigen Sonntag.