Basketball - Nach klarer Führung gerieten die Unterfranken gestern in Jena total außer Tritt, retteten aber in der Verlängerung den knappen Auswärtssieg Würzburg veredelt seinen Saisonauftakt

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Science City Jena - s.Oliver Würzburg 79:81 n.V.

Robin Benzing war gestern in Jena erneut bester Korbjäger von s.Oliver Würzburg. Auf das Konto des Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft gingen 21 Punkte.

© Heiko Becker
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(19:22, 12:23, 14:12, 26:14, 8:10)

Jena: Bowlin (14 Punkte/davon 4 Dreier), McElroy (14/2), Ugrai (13/2), Spearman (12/2), Jenkins (11/3), Allen (7), Clay (4), Reyes-Napoles (2), Pilcevic (2). Würzburg: Benzing (21/1), Lipkevicius (13/1), Loncar (11/1), Olisevicius (10/2), Gassy (9/1), Stuckey (9/1), Hammonds (8/2), Hoffmann, Mangold, Krater, Richardson. Zuschauer: 2292.

Trainer Dirk Bauermann hatte gleich nach dem Sensationssieg gegen den Deutschen Meister Bamberg (wir berichteten) gesagt, dass es jetzt ungemein wichtig sei, diesen Erfolg durch einen zweiten Sieg in Jena auch zu "veredeln". Das ist den Basketballern von s.Oliver Würzburg gestern nun auch gelungen - aber dies erst nach einer wahren Zitterpartie, die in einem Finale à la Hitchcock mündete.

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Zur Pause hätte niemand geahnt, dass diese Partie nach dem Seitenwechsel überhaupt noch einmal spannend werden würde. Zu klar hatten die Würzburger das Geschehen dominiert und waren in allen im Basketball so wichtigen Statistiken klar vorne.

Im dritten Viertel lief es dann nicht mehr so rund, doch vom klaren Vorsprung gingen auch nur zwei Punkte ab. Mit zwölf Zählern Vorsprung ging es ins Schlussviertel - und was niemand erwartet hätte, ist dann tatsächlich eingetreten. Jena verkürzte mit einer Reihe von erfolgreichen Drei-Punkt-Würfen den Rückstand ständig. Und mehr noch: 50 Sekunden vor Schluss lag der Außenseiter plötzlich mit 71:67 vorne. Doch die Würzburger retteten sich gerade noch in die Verlängerung, wo der erneut überragende Robin Benzing fünf Sekunden vor Schluss die beiden entscheidenden Punkte machte.

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Ein Grund für die zwischenzeitliche Aufholjagd der Thüringer ist sicherlich auch in der Leistung von Max Ugrai zu finden. Der Heckfelder, der vor dieser Saison nach Jena gewechselt war, zeigte eine ganz starke Leistung und erzielte insgesamt 13 Punkte. Nach der Partie gab er im TV-Interview unumwunden zu, dass es für ihn etwas ganz Besonderes, gegen seine Ex-Club und die ehemaligen Mannschaftskameraden zu spielen.

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Trainer Dirk Bauermann nach der Partie: "Ich bin sehr glücklich dieses Spiel gewonnen zu haben. Science City Jena hat nach dem ersten Saisonspiel heute eine tolle Reaktion gezeigt. und unglaublich gut verteidigt. Wir waren am Ende das glücklichere Team. Jena hat in der Overtime den besseren Basketball gespielt. Robin Benzing hat in dieser Phase wichtige Plays gemacht. Ganz wichtig war heute Lipkevicius, der viele kleine Dinge gut gemacht, die in der Statistik nicht auftauchen."

Am kommenden Sonntag hat s.Oliver Würzburg nun die Chance auf den dritten Sieg in Folge. Um 15 Uhr empfängt man in eigener Halle die Eisbären aus Bremerhaven. Eine Woche später geht es dann zum FC Bayern München, der in den ersten beiden Saisonspielen einen unglaublich starken Eindruck hinterließ. ptt