Basketball - Die Truppe von Trainer Dirk Bauermann holt einen 22-Punkte-Rückstand auf und gewinnt beim Titelfavoriten Nummer 1 Würzburg gelingt die Sensation: Sieg beim FC Bayern München

Von
Paul v. Brandenstein
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FC Bayern München - s.Oliver Würzburg 76:84)

Duell unter dem Korb: Würzburgs Maurice "Moe" Stuckey (links) gegen Reggie Redding vom FC Bayern München.

© Heiko Becker
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(25:11, 22:22, 13:25, 16:26)

München: King, Cunningham (3 Punkte/davon 1 Dreier), Lucic (15/2), Macvan (10/1), Djedovic (5/1), Redding (4), Jovic (2), Barthel (4), Gavel (7), Booker (16), Zirbes (8). Würzburg: Richardson, Gaddy (4), Kratzer (4), Stuckey (21/2), Anderson (2), Olisevicius (2), Lipkevicius (11/1), Benzing (22/1), Kovacevic (2), Hammonds (14/4), Hoffmann (2), Mangold Zuschauer: 5912.

Den Würzburger Basketballern ist gestern eine faustdicke Sensation gelungen. Nach einem zwischenzeitlichen 22-Punkte-Rückstand drehte das Bundesliga-Team von Trainer Dirk Bauermann die Partie und siegte beim Titelfavoriten FC Bayern München mit 84:76. Matchwinner in dieser Partie war sicherlich Maurice Stuckey: "Ich denke, wir waren anfangs zu beeindruckt. In der zweiten Hälfte haben wir dann eine Schippe drauf gelegt und unsere Intensität noch erhöht. Wir genießen zurzeit unsere Spiele und unsere Siege." Robin Benzing hob nach Spielschluss den Teamgedanken hervor. "Diese Partie haben wir als Team umgebogen und als Team gewonnen." Dirk bauermann: "Unsere Leistung war ab dem zweiten Viertel sehr in Ordnung."

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Würzburg hat jetzt nach vier Spielen makellose 8:0 Punkte auf dem Konto.

Das Würzburger Team musste schon vor Spielbeginn eine schlechte Nachricht verkraften. Kapitän Kresimir Loncar, musste aufgrund seiner Knieverletzung, die er am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Bremerhaven erlitten hatte, passen. Damit war der Größenvorteil, den die Bayern-Spieler im Durchschnitt ohnehin schon hatten, noch ein bisschen größer geworden. Eine gute Nachricht gab es allerdings auch: Der bislang verletzte Ryan Anderson feierte auf Würzburger Seite sein Saisondebüt.

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Würzburg fand zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Bis zu den ersten Punkten der Unterfranken dauerte es "geschlagene" 3:18 Minuten. Lipkevicius traf zwei Mal von der Freiwurflinie. Allerdings hatten die Bayern zu diesem Zeitpunkt bereits 12:0 geführt. Und diese Führung wurde schnell auf 17:2 ausgebaut.

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Im zweiten Viertel fanden die Würzburger dann doch ihren Rhythmus und hielten den Rückstand einigermaßen konstant. Das lag wohl auch daran, dass die Bayern ein bisschen das Tempo rausnahmen. Dies war auch absolut verständlich, wenn man weiß, durch welche "Tretmühle" die deutschen Spitzenmannschaften derzeit müssen. Zum Beispiel die Bayern: Zwei Tage vor dem Würzburg-Spiel waren die Münchner noch zu Gast bei Galatasaray Istanbul, und zwar Tage nach dem Würzburg-Spiel steht mit der Partie gegen Oldenburg schon wieder die nächste Spitzenbegegnung der BBL an.

Doch dann geschah etwas, mit dem niemand mehr gerechnet hatte. Im gleichen Maße, wie die Bayern die Partie lockerer angehen ließen, wurden die Würzburger von Minute zu Minute stärker. Plötzlich war das Selbstvertrauen da, das man nach drei Siegen in Folge zum Saisonauftakt auch haben muss.

Mit 22 Punkten lagen die Bayern in Führung, und Punkt um Punkt schmolz dieser scheinbar komfortable Vorsprung zusammen. Beim 51:51 hatten die Würzburger erstmals ausgeglichen. Das war im dritten Viertel. Und im vierten Viertel gingen sie dann erstmals selbst in Führung. und dieses 61:60 bauten sie dann innerhalb von kürzester Zeit auf 70:60 aus.

Morgen Heimspiel gegen Tübingen

Zeit zum Jubeln haben die Würzburger Basketballer nicht. Schon am morgigen Sonntag geht es für sie weiter, und zwar mit einem Heimspiel gegen die Walter Tigers Tübingen. In diese Partie gehen sie dann als Favorit. Sprungball in der s.Oliver-Arena ist um 20 Uhr.