Basketball - Joshua Obiesie hat einen mehrjährigen Vertrag unterschrieben / Zunächst fester Bestandteil des Europe-Cup-Kaders Würzburg angelt sich „Riesen“-Talent

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Der deutsche U18-Nationalspieler Joshua Obiesie hat bei s.Oliver Würzburg einen Vertrag bis 2022 unterschrieben. © Herbert Würmseher

Joshua Obiesie hat ein klares Ziel: Er will Basketball-Profi werden und so bald wie möglich den Sprung in die easyCredit BBL schaffen. Die nächsten Schritte in seiner Karriere wird der 18-jährige Münchner ab sofort bei s.Oliver Würzburg machen: Er hat einen langfristigen Vertrag in Würzburg unterschrieben und wird bereits ab Dezember im Fiba-Europe-Cup fester Bestandteil des Kaders von Headcoach Denis Wucherer sein.

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Obiesie gilt als eines der größten deutschen Basketball-Talente. Derzeit spielt er in der NBBL für die Internationale Basketball Akademie München (IBAM) und für den MTSV Schwabing in der Regionalliga.

U18-Nationalspieler

Was er kann, hat der knapp zwei Meter große Point Guard nicht nur im Trikot der deutschen U18-Nationalmannschaft beim Albert-Schweizer-Turnier im April gezeigt. Anfang des Jahres spielte er für Brose Bamberg beim „Adidas Next Generation Tournament“ in München gegen den Nachwuchs anderer europäischer Top-Clubs. Im Juni wurde Joshua Obiesie – als einer von nur vier europäischen Spielern – zusammen mit den größten amerikanischen Highschool-Talenten von der Spielergewerkschaft der NBA zum fünftägigen „NBPA Top 100 Camp“ nach Charlottesville, Virginia eingeladen. Im September spielte er unter den Augen des besten Basketballers der Welt in Berlin bei der „LeBron-James-Tour“. Schon seit mehreren Jahren verbringt der 18-Jährige regelmäßig den Sommer in Los Angeles, um sich individuell zu verbessern.

Kein Wunder, dass der Name Obiesie längst in den Notizbüchern vieler NBA-Scouts steht und sich zahlreiche deutsche und europäische Top-Clubs intensiv um den 18-Jährigen bemüht haben. „Diesen Jungen kennt ganz Basketball-Europa“, sagt Würzburgs Headcoach Denis Wucherer: „Deshalb ist es mehr als erfreulich, dass er sich trotz der vielen Angebote von Top-Clubs am Ende für uns und den Standort Würzburg entschieden hat. Das spricht für uns als Trainerstab und auch für das Gesamtpaket, das wir ihm bieten können und wollen.“

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Vor allem wird Obiesie schon früh viel spielen. Sein erster Einsatz wird voraussichtlich am 12. Dezember im ersten Heimspiel der zweiten Gruppenphase im FIBA Europe Cup gegen Z Mobile Prishtina sein. „Die Möglichkeit besteht, dass er während der Saison auch in der BBL zum Einsatz kommt“, so Wucherer gestern gegenüber den Fränkischen Nachrichten.

Die Tatsache, dass mit Obiesies langjährigem IBAM-Teamkollegen Fynn Fischer bereits ein bekanntes Gesicht in Würzburg spielt und er auch Badu Buck und Philipp Hadenfeldt bereits aus der U18-Nationalmannschaft kennt, wird dem 18-jährigen Münchner die Eingewöhnung in Würzburg erleichtern. In der laufenden Saison wird er außerdem an den meisten Wochenenden in München sein und für die IBAM weiter in der NBBL spielen – auch das ist Teil des Würzburger Gesamtpakets für den knapp zwei Meter großen Point Guard.

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„Dass sich ein Talent wie Joshua Obiesie trotz der vielen Angebote von Top-Clubs aus dem In- und Ausland für uns entschieden hat, macht uns stolz und ist ein Beweis für die Entwicklung unseres Standorts und unserer Nachwuchsarbeit“, sagt Würzburgs Geschäftsführer Steffen Liebler: „Das hat viel mit unserem Trainerstab zu tun und auch damit, dass wir ihm sofort Spielzeit auf hohem Niveau in einem europäischen Wettbewerb geben können. Spätestens in der kommenden Saison wird er dann von Anfang zum Profi-Kader gehören.“

„Einzigartige Chance“

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„Ich freue mich sehr, ab sofort für s.Oliver Würzburg zu spielen. Würzburg ist ein toller Basketball-Standort in Deutschland. Für meine Entscheidung war es außerordentlich wichtig, europäisch spielen zu dürfen“, sagt Joshua Obiesie: „Das ist für mich der nächste richtige und eine einzigartige Chance in meinem jungen Basketballalter. Würzburg war in den Gesprächen von Anfang an sehr offen dafür, mich genau dabei zu unterstützen. Gleichzeitig war es mir aber auch sehr wichtig, weiter zusammen mit meinem Trainer Robby Scheinberg in München arbeiten und im NBBL-Team der IBAM spielen zu können. pw/ptt