Basketball - Würzburgs Trainer Wucherer hofft, dass die Saison doch noch fortgesetzt werden kann „Ritt auf der Rasierklinge“

Von 
ptt
Lesedauer: 
Für Denis Wucherer geht es derzeit nur darum, die Existenz der Vereine zu sichern. Deshalb ist die weitere Aussetzung des Liga-Spielbetriebs für ihn besser als eine sofortige Absage. © Heiko Becker

Durchhalten – so lautet weiter die Parole der easyCredit BBL und ihrer Vereine während der Corona-Epidemie. In der vergangenen Woche hat die Liga zusammen mit Vertretern der 17 Clubs entschieden, den Spielbetrieb zumindest bis Ende April weiter auszusetzen. Es bleibe allerdings das erklärte Ziel, die Saison 2019/2020 zu einem späteren Zeitpunkt geordnet zu Ende zu spielen. Spätestens am 30. April sollen mögliche Szenarien und Handlungsoptionen erneut diskutiert werden, die Liga-Zentrale will bis dahin verschiedene Modelle für einen eventuell verkürzten oder verdichteten Modus ausarbeiten.

AdUnit urban-intext1

Unumstritten ist dieser Schritt allerdings nicht gewesen (wir berichteten). Von „Wettbewerbsverzerrung“ ist immer wieder die Rede, da mittlerweile ein Großteil der ausländischen Spieler, von denen es bekanntlich im Basketball nicht gerade wenig gibt, in ihre jeweiligen Heimatländer zurückgekehrt sind.

Würzburgs Headcoach Denis Wucherer hat inzwischen die Haltung der BBL und des Großteils der Vereine ausdrücklich verteidigt. Es gehe nun um nichts anderes als um die weitere Existenz der Vereine und der gesamten Liga, sagte er kürzlich dem Bayerischen Rundfunk in einem Interview: „Es ist ein Ritt auf der Rasierklinge“.

Die Rückkehr der meisten „Importspieler“ in ihre jeweiligen Heimatländer müsse man insgesamt unter zwei Gesichtspunkten sehen: Zum einen sei es darum gegangen, den Wünschen der Spieler nachzukommen, die während der Krise bei ihren Familien sein möchten. Zum anderen müsseman die beste Möglichkeit für den Verein suchen, damit „wir als Verein überleben können und auch in der nächsten Saison in Würzburg Erstliga-Basketball bieten können.“

Im Stand-by-Modus

AdUnit urban-intext2

Sollte die Saison tatsächlich noch einmal angekurbelt werden, sei man in Würzburg auch auf diesen „Fall der möglichen Fälle“ vorbereitet. „Gegenwärtig sind wir im Stand-by-Modus. Für den Fall, dass es im Mai oder im Juni tatsächlich mit Basketball weiter gehen sollte, dann können wir alle Spieler wieder reaktivieren und auf die anstehenden Spiele vorbereiten. Wir werden sicher mit einer anständigen Mannschaft an den Start gehen.“ ptt