Basketball - Im Abstiegskampf steht s.Oliver Würzburg vor den Heimpartien am heutigen Samstag, 6. Februar, gegen Göttingen und am Dienstag gegen Gießen unter Druck Jetzt kommen die wichtigen Begegnungen

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Paul V. Brandenstein
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Nach drei Niederlagen in Serie stehen die Bundesliga-Basketballer von s.Oliver Würzburg (hier in den roten Trikots von links Florian Koch, Joshua Obiesie und Alex King) in den beiden kommenden Partien unter einem gehörigen Erfolgsdruck. © Heiko Becker

Es ist kein Beinbruch, dass die Bundesliga-Basketballer von s.Oliver Würzburg die vergangenen drei Partien verloren haben. Gegen Top-Teams wie Berlin, Oldenburg und München wäre vermutlich auch ohne die schweren Verletzungen von Zach Smith, Justin Sears und Brekkott Chapman wohl nichts zu holen gewesen.

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Doch nun, zum Ende der Vorrunden, kommen diewirklich wichtigen Begegnungen. Am heutigen Samstag, 6. Februar, kommt die BG Göttingen in die s.Oliver-Arena (Spielbeginn: 20.30 Uhr), und am Dienstag, 9. Februar, werden die JobStairs Gießen 46ers zu Gast sein (Beginn ebenfalls um 20.30 Uhr). Beide Teams gehören wie Würzburg auch zur momentan noch recht großen Gruppe der abstiegsgefährdeten Teams. Das heißt: In diesen Begegnungen geht es um die vielzitierten „Big Points“. Würde Würzburg zum Beispiel beide Partien gewinnen, dann hätten sie die Vorrunde mit sieben Siegen und zehn Niederlagen abgeschlossen. Dies wäre eine Bilanz, mit der man der zweiten Halbserie deutlich gelassener entgegen sehen könnte.

Aber vor den beiden wichtigen Kellerduellen plagen die Würzburger nach wie vor große Personalsorgen. Da der Vertrag mit Taylor Persons vor Wochen aufgelöst wurde und gleich drei Spieler langzeitverletzt sind, gibt es besonders unter den Exportspielern erhebliche Lücken. Einzig Perry Jones konnte bislang nachverpflichtet werden. „In diesem Jahr ist die Suche nach geeigneten Spielern deutlich schwerer als sonst“, bestätigte Headcoach Denis Wucherer am Telefon gegenüber den FN. In dieser Woche sei man gleich an zwei Spielern ganz nah dran gewesen, doch beide hätten sich schlussendlich für andere Vereine entschieden.

Nur drei Exportspieler

Damit steht fest, dass Würzburg auch in die wichtigen Partien mit nur drei Exportspielern geht: Den beiden Rookies Cameron Hunt und Tyson Ward sowie Neuzugang Perry Jones, der aber natürlich erst ins Mannschaftsgefüge integriert werden muss. „Viel Zeit dazu haben wir bisher gar nicht gehabt. Nach dem Bayernspiel am Mittwoch stand erst einmal Regeneration an. Vom Typ her passt Jones aber hervorragend in die Mannschaft.“

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Die insgesamt gute Leistung bei der knappen Niederlage gegen den FC Bayern habe, so Wucherer, eines gezeigt: „Augenblicklich gibt es für uns nur einen einzigen Weg – und der geht über Leidenschaft, Kampf und die richtige Einstellung. Nur damit haben wir eine Chance, in der BBL mit anderen Mannschaften bei unserer gegenwärtigen Aufstellung tatsächlich auch auf Augenhöhe zu agieren.“

Von Göttingen erwartet Wucherer, „dass die besser werfen als Bayern München es am Mittwoch getan hat. Die haben echte Scharfschützen dabei. Da müssen wir sehr gut verteidigen.“

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Eine Tatsache muss vor den beiden wichtigen Partien noch einmal in Erinnerungen gebracht werden: Würzburg hat seit über 13 Monaten kein Heimspiel mehr gewonnen . . .