Basketball - s.Oliver Würzburg startet am morgigen Samstag mit einem Auswärtsspiel in Braunschweig in das entscheidende letzte Drittel der Bundesliga-Saison Denis Wucherer hat Plan A und Plan B im Gepäck

Von 
Paul V. Brandenstein
Lesedauer: 
Spielt er? Oder spielt er nicht? Seit Anfang/Mitte Februar gibt es aus Braunschweig keinerlei „Wasserstandsmeldungen“ hinsichtlich der Verletzung von Center Scott Eatherton (links/rechts im Bild der Würzburger „Joe“ Richter). © Heiko Becker

Wenn’s um die Wurst geht, dann sprechen Basketballer von der Crunch-Time. Und die beginnt nach der etwas über zweiwöchigen Länderspielpause jetzt in der easyCredit-BBL. Gerade der Kampf um die Playoff-Plätze, in den die Hälfte der Liga involviert ist, verspricht Spannung bis zum letzten Spieltag.

Fragezeichen hinter Eatherton

AdUnit urban-intext1

Für s.Oliver Würzburg startet das letzte Drittel der Saison am morgigen Samstag um 18 Uhr mit einem Auswärtsspiel bei den Basketball Löwen in Braunschweig. Irgendwie ist es für Coach Denis Wucherer auch eine Reise ins Ungewisse. Die große Frage nämlich lautet: Spielt bei den Niedersachsen der alles überragende Center Scott Eatherton oder fällt er verletzt aus?

Der 27-jährige US-Boy hatte sich Anfang Februar in der Partie gegen Jena am Knie verletzt. Zunächst wurde auf Braunschweiger Seite das Schlimmste befürchtet, doch dann gab es ein paar Tage später zumindest eine „Teil-Entwarnung“. Die Verletzung sei nicht ganz so schwer, wie anfangs angenommen. Dennoch falle Eatherton einige Wochen aus, hieß es.

„Einige Wochen – das ist genau die Information, die wir auch haben“, bestätigte Würzburgs Headcoach gestern den Fränkischen Nachrichten. „Wann diese einige Wochen aber ’rum sind, das wissen wir derzeit auch noch nicht so genau.“ Aus diesem Grund habe der Würzburger Trainerstab für die Partie in Braunschweig sowohl einen Plan A als auch einen Plan B im Gepäck. „Wir werden auf alle Fälle auf ihn vorbereitet sein, weil er ein ganz entscheidender Spieler der Braunschweigern ist.“ Und wenn der All-Star nicht auflaufen könne, dann wisse man auch genau, was man tun müsse.

AdUnit urban-intext2

Insgesamt ist Wucherer voll des Lobes, wenn er vom morgigen Gegner spricht: „Braunschweig ist ein harter und unangenehmer Brocken. Das haben wir im Hinspiel schon gesehen. Die Mannschaft ist sehr gut gecoacht und hat clevere Einzelspieler in ihren Reihen. Das alles basiert auf einem guten Fundament, denn die Mannschaft hat im Kern schon in der Vorsaison so zusammen gespielt. Braunschweig hat eine funktionierende Mischung und so ist es keine Überraschung, dass dieses Team um die Playoffs mitspielt.“

Pause hatte auch ihre gute Seiten

Während die Niedersachsen schon zu Saisonbeginn eingespielt waren, musste sich das Würzburger Team, das fast ausnahmslos aus Neuzugängen besteht, erst einmal finden. Das hat einige Zeit gedauert, doch seit Mitte Januar lief es prächtig, wie zwischenzeitliche sechs BBL-Siege in Serie eindrucksvoll gezeigt haben. So gesehen, hätte man auf die Länderspielpause auch verzichten können. Wucherer: „Wenn es gut läuft, dann willst du, dass es gleich weiter geht. Aber eine Spielpause hat natürlich auch ihre guten Seite. Alle hatten ein paar Tage frei gehabt, mit Ausnahme von Gabe Olaseni, der bei der britischen Nationalmannschaft war.“ Jetzt gelte es, wieder den eigenen Rhythmus zu finden.

AdUnit urban-intext3

In Braunschweig wird morgen nach wie vor Teamkapitän Kresimir Loncar nicht dabei, dessen Verletzung am Handgelenk sehr langwierig ist. Inzwischen hört man im Umfeld der „Baskets“ immer wieder Stimmen, dass „Kreso“ unter Umständen vielleicht gar nicht mehr auflaufen könnte. Fraglich ist morgen der Einsatz von Neuzugang Devin Oliver, der angeschlagen ist. Vielleicht wird er schon für das schwere Europe-Cup-Auswärtsspiel am Mittwoch in Russland geschont.