Basketball - Die Bundesliga-Basketballer von s.Oliver Würzburg fahren nach einer Serie von zehn Niederlagen hintereinander in Bamberg erstmals mit einem Sieg nach Hause Aller guten Dinge sind neuerdings 11

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Paul V. Brandenstein
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Dieses Mal mussten die Würzburger Bundesliga-Basketballer den Heimweg aus Bamberg nicht mit leeren Händen antreten. Unser Bild zeigt Skyler Bowlin (links) im Duell mit Paris Lee. © Heiko Becker

Brose Bamberg – s.Oliver Würzburg 69:72 (19:17, 19:18, 19:18, 12:19)

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Bamberg: Olinde (15 Punkte/davon 1 Dreier), Lee (13/1), Marei (12), Harris (10), McLean (6/1), Sengfelder (4), Stuckey (4), Obasohan (3/1), Seric (2), Weidemann, K. Taylor.

Würzburg: Wells (13/1), Etou (13), Bowlin (11/3), Rudd (10), L. Fischer (8), Hulls (6), Obiesie (4), Haßfurther (4), Richter (3), Koch, Hoffmann

Zuschauer: 5693.

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Jede Serie geht einmal zu Ende. Obwohl sie fast die gesamte Spielzeit hinweg in Rückstand lagen, gewannen die Würzburger Bundesliga-Basketballer gestern erstmals in ihrer Geschichte überhaupt in Bamberg. Nach einem hitzigen Spiel stand es am Ende etwas überraschend 72:69 für die Gäste.

Haßfurther in der Startformation

Würzburgs Coach Denis Wucherer wartete gleich zu Spielbeginn mit einer kleinen Überraschung auf, als er den gebürtigen Bamberger Nils Haßfurther in seine Startformation berief. Und der 20-Jährige „dankte“ es dem Coach schon nach 26 Spielsekunden mit den ersten Punkten der Partie. Danach nahmen aber die Gastgeber schnell das Heft in die Hand und bei Wucherers erster Auszeit nach vier Minuten führten die Gastgeber bereits mit 11:4. Schnell wurde der Würzburger Rückstand dann sogar zweistellig, doch gegen Ende des ersten Viertels kamen die Gäste wieder heran.

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Auch im zweiten Viertel setzten die „Baskets“ aus Würzburg ihren guten Lauf fort und Junior Etou brachte die Gäste in der 13. Minute wieder in Führung (23:25), erstmals seit der ersten Spielminute. Danach wuchs die Würzburger Führung sogar auf sechs Punkte an (24:30). Doch der neunmalige Deutsche Meister ließ sich nicht lumpen und schlug mit einem 12:0-Lauf zurück. Die Partie war in dieser Phase zwar nicht hochklassig, hatte aber wegen der vielen Wendungen einen ungemein hohen Unterhaltungswert. In die Pause ging es schließlich beim Stand von 38:35.

Würzburg bleibt dran

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Im dritten Viertel verteidigte Bamberg seine Führung, Würzburg blieb zunächst aber stets auf Schlagdistanz. Ab der 26. Minute schien die Partie dann in Richtung der Oberfranken zu kippen. Besonders Louis Olinde, eines der größten deutschen Talente auf der Forward-Position, bereitete den Würzburgern immer wieder Kopfzerbrechen. Mit neun Punkten (54:45) zogen die Gastgeber davon, doch erneut bewies das Team von Dennis Wucherer Moral und arbeitete sich bis zur Viertelpause wieder heran (57:53).

Zu Beginn des vierten Viertels wechselte Junior Etou dann erstmals auf die „kleine 5“, weil Luke Fischer mit vier Fouls belastet war. Mit dieser taktischen Variante hatten die Bamberger zunächst ihre Schwierigkeiten und Würzburg kam tatsächlich bis auf einen Zähler heran (57:56).

Danach die „alte Leier“. Bamberg zog wieder davon, Würzburg legte nach. Doch wieder kamen die Gäste zunächst nur bis auf einen Zähler heran.Und dann passierte es tatsächlich: 25 Sekunden vor Schluss brachte Cameron Wells die Gäste nach langer Zeit erstmals wieder in Führung (69:70).