Fußball - Die Würzburger Kickers verlieren gegen Magdeburg mit 0:1 / Torhüter Vincent Müller verletzt vom Platz getragen Zu hektisch bei der Aufholjagd

Von 
Michael Fürst
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FC Würzburger Kickers – 1. FC Magdeburg 0:1

Luca Pfeiffer setzt sich hier im Laufduell zwar gegen gleich zwei Magdeburger durch, doch er konnte die 0:1-Heimniederlage nicht verhindern. © Frank Scheuring
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Würzburg: Müller (42. Verstappen), Kwadwo (74. Herrmann), Kaufmann, Gnaase (74. Hoffmann), Baumann (74. Ibrahim), Vrenezi, Sontheimer (57. Rhein), Hansen, Pfeiffer, Schuppan, Ronstadt.

Magdeburg: Behrens, Bomheuer (33. Harant), Koglin, Müller, Rother (82. Laprevotte), Roczen, (69. Beck) Jacobsen, Steininger (69. Conteh), Kvesic (82. Bertram), Bell Bell, Möschl.

Tore: 0:1 (38.) Müller. – Schiedsrichter: Tobias Fritsch (Bruchsal). – Zuschauer: 300 (mehr durften wegen der Corona-Beschränkungen gestern nicht ins Stadion).

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Einen Rückschlag im Aufstiegskampf zur 2. Bundesliga haben die Würzburger Kickers in ihrem Drittliga-Heimspiel gestern Abend gegen den 1. FC Magdeburg erlitten. Nach dem Rückstand aus der ersten Hälfte agierten die Mannen von Trainer Michael Schiele im zweiten Durchgang viel zu hektisch und ungenau.

Nach dem guten und erfolgreichen Auftakt beim 3:1-Sieg in Meppen war es kaum verwunderlich, dass FWK-Trainer Michael Schiele seine Startformation nicht veränderte. Das wird in den kommenden anstrengenden Englischen Wochen sicher nicht mehr so oft der Fall sein.

Gleich eine Spitzenaktion

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Und die Kickers begannen „knackig“. Schon nach vier Minuten gelang ihnen ein Angriff zum Zungeschnalzen: Luca Pfeiffer ließ einen Pass aus dem Mittelfeld passieren und sprintete „in die Tiefe“. Albion Vrenezi steckte zentimetergenau auf den startenden Stürmer durch, doch der Offensivmann aus Gommersdorf verzog ganz knapp. Würzburg war weiter gut in dieser intensiven Begegnung, und hatten eine weitere Möglichkeit: Fabio Kaufmann setzte sich rechts durch, passte flach und hart nach innen, doch im Fünfmeterraum verfehlte Dominic Baumann den Ball um Haaresbreite (22.). Auch der Kopfball von Sebastian Schuppan nach einer Ecke hatte es in sich: Der Ball flog um wenige Zentimeter am Pfosten vorbei. Gäste-Torwart Morten Behrens wäre chancenlos gewesen.

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Die abstiegsbedrohten Magdeburger kämpften leidenschaftlich und waren vor allem bei ruhenden Bällen gefährlich. Kvesics Schuss nach einer Ecke wurde noch geblockt (17.), doch in der 38. Minute stieg Tobias Müller nach einer erneuten Ecke sehr unbedrängt nach oben und bugsierte den Ball mit der Brust über die Linie. Hier sah auch FWK-Schlussmann Vincent Müller nicht gut aus, weil er den Flankenball falsch berechnet hatte.

Für den Kickers-Keeper kam es aber wenige Augenblicke später noch schlimmer. Nach einer Hereingabe von rechts riskierte er im Fünfmeterraum Kopf und Kragen und krachte mit Mario Kvesic zusammen. Er musste mit einer Gesichtsverletzung ebenso vom Platz getragen werden, wie schon einige Minuten davor Gäste-Spieler Dustin Bomheuer. Er war im Rasen hängen geblieben und hatte sich das Knie verdreht. Die Nachspielzeit der ersten Hälfte war entsprechend lang, und Baumann schoss nochmals aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei (45.+4).

Der Start der Kickers in die zweite Hälfte war sehr hektisch. Es fehlte die Ordnung und es passierten zu viele leichte Fehler im Spiel nach vorne – ähnlich wie in Meppen. Nur Baumanns Abschluss, den Behrens mit einer guten Fußabwehr entschärfte, war bis zur Schlussphase erwähnenswert (56.). Doch davor hätte Kvesic das 2:0 für die Gäste erzielen müssen (53.). Die Anstrengungen der Unterfranken waren zwar enorm hoch, doch es fehlten Präzession und Esprit im letzten Spieldrittel.

In der Nachspielzeit hatten die Würzburger dann auch noch Pech: Pfeiffers Kopfball wehrte Behrens gerade noch an den Pfosten.

Ressortleitung Leiter der Redaktionen Buchen und Sport