Fußball - Erneut wechselt Zweitliga-Aufsteiger Würzburg den Trainer, und das obwohl Felix Magath ihm am Freitag noch den Rücken gestärkt hatte Würzburger Kickers trennen sich von Antwerpen und wollen Trares

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Michael Fürst
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Marco Antwerpen ist nicht mehr Trainer der FC Würzburger Kickers. Diese Information liegt den Fränkischen Nachrichten vor und wurde durch Recherchen bestätigt. Bereits am Sonntagnachmittag haben sich die Anzeichen der Trennung verdichtet. Vom Verein und von Antwerpen waren bis Sonntagabend keine Stellungnahmen zu erhalten. Offensichtlich bemühen sich die Verantwortlichen nun um die Dienste von Bernhard Trares, welcher zuletzt den SV Waldhof Mannheim in der 3. Liga trainierte und derzeit ohne Anstellung ist.

Und tschüss: Marco Antwerpen ist nicht mehr Trainer des Fußball-Zweitligisten FC Würzburger Kickers. Das haben Recherchen der Fränkischen Nachrichten ergeben. © Frank Scheuring
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Demnach hat die Dienstzeit bei den Kickers für Antwerpen lediglich 41 Tage angedauert. Er war Ende September Michael Schiele gefolgt, der nach zwei Saison-Niederlagen und dem DFB-Pokal-Erstrunden-Aus gegen Hannover schon früh beurlaubt worden war. Noch am Freitagabend nach der 1:4-Niederlage des Zweitliga-Aufsteigers in Heidenheim (wir berichteten) hatte Felix Magath, der Fußball-Boss von „Flyeralarm“ und damit der neue starke Mann im Hintergrund der Kickers, auf die Frage, ob den der Trainer in Ruhe weiter arbeiten könne, geantwortet: „Selbstverständlich!“ Dieses Wort war nicht einmal zwei Tage später offenbar nichts mehr wert. Ausgerechnet Magath, möchte man sagen; er ist nämlich der Mann, der seit Jahren artikuliert, dass man Trainer zu schnell feuere und ihnen zu wenig Zeit für Entwicklung gebe. In Mödling, dem zweiten Klub, der von „Flyeralarm“ gesponsert wird, dreht sich seit Magaths Zutun das Personalkarussell auch auf Hochtouren.

Trümmer statt Impuls

Fünf Spiele hatte Marco Antwerpen als Cheftrainer der Kickers absolviert und dabei nur einen Punkt geholt. Die Tordifferenz von 6:14 ist dabei auch nicht gerade berauschend. Der Impuls, den sich die Verantwortlichen beim Trainerwechsel von Schiele hin zu Antwerpen erhofft hatten, ist also total ausgeblieben. Nimmt man die sportliche Offenbarung mit nur einem Punkt aus sieben Spielen bei 6:18 Toren, verbunden mit personellen Rücktritten in Aufsichtsrat und Vereinsführung (wir berichteten) liegen die Kickers aktuell ziemlich in Trümmern.

Im Laufe des Montags wird es weitere Neuigkeiten geben.

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