Fußball - Sprachlosigkeit bei den Würzburger Kickers Sachs nennt es „doof“

Von 
Michael Fürst
Lesedauer: 

Benjamin Sachs saß blass in seinem Stuhl des Pressekonferenz-Raumes im Erzgebirgsstadion in Aue. Der Co-Trainer des FC Würzburger Kickers starrte nur in eine Richtung und sprach sehr leise, als er die interessanteste Frage des Dienstagabends beantworten sollte, die da lautete: „Wie kann man so ein naives Abwehrverhalten vor dem 1:1 erklären?“

„Verschnupft“: Würzburgs Co-Trainer Benjamin Sachs. © Scheuring
AdUnit urban-intext1

„Das kann ich nicht beantworten“, war Sachs, der das Zweitliga-Spiel der Würzburger in Aue (2:1, wir berichteten) für den gesperrten „Chef“ Bernhard Trares an der Seitenlinie coachte, fast sprachlos. In der 78. Minute waren die Kickers bei einer 1:0-Führung – auswärts – und eigenem Freistoß am gegnerischen Strafraum so weit aufgerückt, dass die „Erzgebirgler“ in Überzahl auf das FWK-Tor laufen konnten und den Ausgleich erzielten. Es war der Wendepunkt einer hart umkämpften und intensiven Partie. Sachs nannte das „Verteidigen“ des FWK in dieser Situation dann „doof“

Gemosert

Dass dann noch das 2:1 für Aue fiel und die Kickers sogar ohne Punkt den knapp 300 Kilometer langen Heimweg antreten mussten, war da schon irgendwie abzusehen. Die Köpfe gingen runter, es wurde lautstark auf dem Platz gemosert, die Unterfranken zogen sich immer weiter zurück.

Nach solch einer Naivität muss man sich nun wirklich fragen, welches Spiel die Kickers eigentlich noch gewinnen wollen in dieser 2. Bundesliga, in der sie abgeschlagen Letzter sind. Der nächste Gegner am Freitag ist kein Geringerer als Bundesliga-Absteiger Düsseldorf.

Ressortleitung Leiter der Redaktionen Buchen und Sport