Fußball - Schon am Dienstag geht es für FWK in Aue weiter Lächeln auf die Lippen zaubern

Von 
Steffen Krapf
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Im dritten Spiel im Trikot der Würzburger Kickers musste Abwehrspieler Christian Strohdiek am Samstagnachmittag das Spielfeld erstmals als Verlierer verlassen (siehe nebenstehenden Spielbericht). „Wir haben es nicht geschafft, unsere Durchschlagskraft nach vorne zu tragen“, resümiert Strohdiek am Sonntagvormittag nach dem 0:1 in Paderborn. Die „Rothosen“ standen gegen den Bundesliga-Absteiger defensiv sehr stabil. Daran hatte Strohdiek, der erstmals zusammen mit Ewerton das Innenverteidiger-Duo bildete, einen gewichtigen Anteil.

Zweikämpfer Christian Strohdiek (l.) ist schon am Dienstag wieder gefordert. © FC Würzburger Kickers/Frank Sch
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Der 33-Jährige avancierte auf Anhieb zur festen Größe am Dallenberg, hilft dem Team neben seiner Abwehrarbeit auch mit seinen Qualitäten im Spielaufbau und als Führungsfigur auf und neben dem Platz. „Ich bin froh, dem Verein helfen zu können, aber auch der Verein hilft mir, nach meiner Durststrecke.“ Beim SC Paderborn geriet er zum Saisonstart aufs Abstellgleis.

Offensiv jedoch blieben die Kickers am Samstag nach dem Rückstand völlig ungefährlich. „Es hat uns der letzte Punch gefehlt“, befindet der Abwehrmann: „Wir müssen uns für den Aufwand den wir betreiben belohnen.“ 3,6 Kilometer mehr als der Gegner legten die Unterfranken zurück.

Auf der knapp 300 Kilometer weiten Heimreise saßen die Spieler dann, in kleinen und größeren Gruppen für Gespräche beieinander, berichtet der neue Kickers-Abwehrchef. Dabei hat man sich vor allem die positiven Dinge und Entwicklungen immer wieder vor Augen gehalten. „Wir haben die Zweikämpfe angenommen und waren füreinander da“, betont Strohdiek: „Wir fallen als Team, auch nach Rückschlägen, nicht auseinander. Man hat das Gefühl, es wächst etwas zusammen.“ Gerade die erste halbe Stunde des Spiels mache Mut für die kommenden Aufgaben. „Die positive Energie gilt es mitzunehmen und diese das nächste Mal über einen längeren Zeitraum auf den Platz zu bringen“.

Obacht vor der Offensive

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Dass freilich schleunigst weitere Punkte hermüssen, um den Anschluss nicht zu verpassen, ist aber auch klar. „Wir schauen nicht auf die anderen Plätze“, verrät Strohdiek: „Wichtig ist, dass wir unsere Punkte holen, sonst müssen wir nirgendwo hingucken.“ Die nächste schwere Aufgabe haben die Würzburger bereits vor der Brust, mit dem Auswärtsspiel am Dienstagabend gegen Erzgebirge Aue (Beginn 18.30 Uhr) . Vor allem deren Angriffs-Trio Krüger/Zolinski/Testroet „sorgt immer für Wirbel“, so Strohdiek: „Aue ist nach vorne brandgefährlich.“

Coach Trares wird nach seiner Roten Karte voraussichtlich im Erzgebirgsstadion nicht an der Seitenlinie stehen dürfen. „Ein blödes Gefühl“, findet Strohdiek: „Aber vielleicht wird das eine weitere Gelegenheit, als Team zusammenzuwachsen.“ Geht es nach dem Neu-Würzburger wird die Mannschaft ihrem Trainer, der dann auf der Tribüne das Spiel verfolgen wird, „ein Lächeln auf den Lippen zaubern, auch wenn er nicht eingreifen kann.“