Fußball

Kleiner Rückschlag im Fernduell

FC Würzburger Kickers muss sich gegen den 1. FC Nürnberg II mit einem Unentschieden zufrieden geben, während Haching sein Spiel in der Schlussphase noch dreht

Von 
Steffen Krapf
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Felix Göttlicher erzielte per Kopf die Kickers-Führung, die allerdings nur drei Minuten Bestand hatte. © Frank Scheuring

FC Würzburger Kickers – 1. FC Nürnberg II 1:1

Würzburg: Richter, Haas, Sané (35. Helmer, 81. Montcheu), Göttlicher, Franjic, Zaiser, Caciel (81. Caciel), Hägele, Meisel, Junge-Abiol, Littmann.

Nürnberg II: Reichert, Yigit (34. Katsianas-Sanchez), Menig, Jahn, Muteba (70. Sausen), Loune, Wähling (90.+2 Gundelach), Komljenovic, Hofmann, Hong (81. Naprstek), Vonic.

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Tore: 1:0 Felix Göttlicher (15.) 1:1 Ali Loune (18.). – Schiedsrichter: Maximilian Riedel (Horgau). – Zuschauer: 2673.

Der FC Würzburger Kickers erlitt am Samstag einen Dämpfer im Titelrennen. Während die „Rothosen“ vor über 2600 Zuschauern in der Flyeralarm-Arena im Spitzenspiel gegen die U23 des 1.FC Nürnberg nicht über ein 1:1 hinaus kam, drehte Tabellenführer Unterhaching dank eines furiosen Endspurts die Partie beim FV Illertissen (4:3) und baute den Vorsprung auf den Zweiten Würzburg auf jetzt drei Punkte aus.

Der Blick auf das Ergebnis des Spiels der SpVgg Unterhaching gehört bei Kickers-Spielen in dieser Saison genauso dazu, wie für die meisten Zuschauer am „Dalle“ das Bier und die Bratwurst. Allerdings schmeckt das Resultat der vom ehemaligen Nationalstürmer Sandro Wagner trainierten Elf den Kickers-Fans meist so gar nicht. Die Oberbayern sind drauf und dran dafür zu sorgen, dass aus einer starken Kickers-Saison eine womöglich gar nicht so erfolgreiche werden könnte.

Am Samstagmittag um kurz vor 15 Uhr standen die Kickers in der Blitztabelle der Regionalliga Bayern kurzzeitig noch ganz oben. Unterhaching war zur Pause beim Kellerkind FV Illertissen mit 1:3 im Rückstand, in Würzburg stand ein 1:1 auf der Anzeigentafel. Ein aus Nürnberger icht äußerst schmeichelhaftes. Die Kickers erwischten gegen die Reserve des Zweitligisten 1.FC Nürnberg nämlich einen gelungenen Start. Innenverteidiger Felix Göttlicher köpfte den FWK bereits in der 11. Minute nach einer Franjic-Ecke in Führung.

Anschließend vergaben die Unterfranken durch ihre Stürmer Benyas Junge-Abiol und Saliou Sané im Minutentakt beste Chancen, die Führung in die Höhe zu schrauben.

Das rächte sich: Ali Loune glich in der 18. Minute mit einem Distanzschuss kurz vor dem Würzburger Strafraum, mit dem ersten Torschuss des FCN, zum 1:1 aus. Der von Cristian Fiél trainierte Nürnberger Nachwuchs, der als Tabellendritter eine bis dato ganz starke Runde spielt, fand nach dem Ausgleich besser in die Partie, hatte am Ende aber dennoch Glück nicht mit einem Rückstand in die Halbzeitpause gehen zu müssen. In der 30. Minute prallte der Fernschuss von Kickers-Flügelspieler Benjika Caciel an den Innenpfosten und kullerte von dort in Richtung Toraus. „Wenn du hier etwas mitnehmen möchtest, brauchst du auch das Quäntchen Glück“, erklärte FCN-Trainer Fiél nach dem Spiel. „Das hatten wir in der zweiten Halbzeit dann auch.“

Starker Schweinfurter

Seine Elf stemmte sich in einer Art, wie es kaum ein Team der Liga bisher schaffte, gegen die spielstarken Würzburger, konnte sich am Ende aber vor allem beim eigenen Schlussmann bedanken. Am gebürtigen Schweinfurter Jan Reichert war für die Kickers im zweiten Spielabschnitt nämlich kein Vorbeikommen mehr. Benyas Junge-Abiol scheiterte mehrmals aus guten Abschlusspositionen. Im Fernduell zeigte sich Unterhaching treffsicherer. Nach dem Illertissen kurz nach der Pause eine Gelb-Rote Karte sah, drehte die Wagner-Elf die Partie. Torjäger Patrick Hobsch traf in der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt zum späten Sieg.

Wer weiß, vielleicht wäre den Kickers auch noch der entscheidende Treffer gelungen, hätte ihr bester Torjäger noch auf dem Platz gestanden. Saliou Sané, dessen vorzeitige Vertragsverlängerung unter der Woche bekanntgegeben wurde, musste nach 35 Minuten verletzt vom Feld. Sein Vertreter, der junge Franz Helmer, der letzte Saison noch in der Bayernliga für Eintracht Bamberg auf Torejagd ging, mühte sich und rackerte zwar, erlebte allerdings einen eher unglücklichen Tag gegen die starke Nürnberger Verteidigung. Seine Auswechslung in der Schlussphase nach der Einwechslung gut 50 Spielminuten vorher, sei allerdings absolut nicht als Strafe zu verstehen, betonte sein Trainer Marco Wildersinn hinterher. „Er machte seinen Job gut. Er hat sich voll reingehauen.“

Fiél wie auch Wildersinn lobten nach Abpfiff das hohe Spielniveau. Um die Gemütslage in der Kickers-Kabine machte Wildersinn aber auch keinen Hehl: „Wir sind sehr enttäuscht, dass es heute nicht für drei Punkte gereicht hat.“ Bestimmt auch wegen des Unterhachinger Erfolges. „Wir schauen auf unsere Leistung“, entgegnet Wildersinn angesprochen auf das Spiel des Hauptrivalen. „Am nächsten Spieltag kann es schon wieder ganz anders aussehen.“ Dann empfängt die SpVgg Unterhaching den FC Augsburg II und die Kickers müssen beim FC Pipinsried ran.