Fußball - Die Würzburger Kickers verloren deutlich in Heidenheim deutlich mit 1:4 / Kapitän Arne Feick schon früh verletzt ausgewechselt In diesem Zustand sind sie chancenlos

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Michael Fürst
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Der Anfang vom Ende: Denis Thomalla (Nummer 11) macht das 1:0 für Heidenheim. Giefer und Douglas kommen zu spät. Am Ende verloren die Kickers 1:4. © Frank Scheuring

FC Heidenheim – FC Würzburger Kickers 4:1

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Heidenheim: Müller, Busch (87. Rittmüller), Mainka, Geipl, Schimmer (68. Kretschbaumer, Thomalla, Leipertz (87. Schnatterer), Sessa (78. Pick), Föhrenbach, Kühlwetter, Theuerkauf.

Würzburg: Giefer, Hoffmann (46. Sané), Dietz, Sontheimer (46. Lotric), Douglas, Munsy, Flecker, Toko (85. David), Feick (17. Herrmann), Kopacz, Ewerton.

Tore: 1:0 (43.) Thomalla, 2:0 (56.) Kühlwetter, 2:1 (68., Handelfmeter) Lotric, 3:1 (83.) Leipertz, 4:1 (90.+1) Kerschbaumer. – Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz). – Zuschauer: Aufgrund der Corona-Verordnungen keine zugelassen.

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Die Würzburger Kicker bleiben die schlechteste Mannschaft der 2. Bundesliga. Auch am Freitagabend verlor der Aufsteiger, und zwar beim 1. FC Heidenheim mit 1:4. Die Gründe für diese sechste Saisonniederlage im siebten Saisonspiel waren die gleichen wie die zuvor: Vorne viel zu harmlos und hinten viel zu anfällig. In diesem Zustand sind die Kickers in dieser Klasse chancenlos. Das sah wohl auch Felix Magath so. Der schimpfte wild gestikulierend auf der Tribüne der „Voith-Arena“.

Drei Veränderungen nahm Würzburgs Trainer Marco Antwerpen im Vergleich zum vorigen Spiel gegen Bochum (2:3) vor: Niklas Hoffmann, Ewerton und Florian Flecker spielten für Daniel Hägele, Frank Ronstadt und Dominic Baumann. Während Hägele und Baumann zumindest auf der Bank saßen, stand Ronstadt nicht einmal im Kader.

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Nach einem engagierten Beginn mit hohem Pressing und einem gefährlichen Torabschluss von Ridge Munsy (7.) folgte nach etwa 13 Minuten ein Schock: Kapitän Arne Feick hob sich nach einem Foul mit schmerzverzerrtem Gesicht das linke Knie; er versuchte es zwar noch einmal, doch musste er verletzt ausgewechselt werden. Ausgerechnet Feick: Der 32-Jährige absolvierte vor seinem Wechsel nach Würzburg 115 Spiel für Heidenheim.

Spielanteile aus der Hand gegeben

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Fortan gaben die Würzburger immer mehr Spielanteile aus der Hand. Es gelang ihnen nicht, den Ball einmal im gegnerischen Drittel „festzumachen“, und so lief man immer öfter schlampigen Fehlpässen im Mittelfeld hinterher. Kurz vor dem Seitenwechsel machten dann auch die Heidenheimer das nicht unverdiente 1:0. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß des FCH im Mittelkreis fehlte den Würzburgern die Handlungsschnelligkeit: Sessa lief auf der rechten Seite Herrmann davon, Flanke, Kopfball Thomalla und schon führten die Ostwürttemberger (43.). Heideheims Trainer Frank Schmidt hatte solch einen Treffer vorausgesagt. Er verriet vor dem Anpfiff: „Sie sind anfällig bei eigenem Ballverlust, wenn sie so hochstehen und oft Mann gegen Mann in der letzten Reihe spielen. Dieses Thema haben wir in dieser Trainingswoche aufgegriffen.“

Dem erneut engagierten Beginn des FWK nach dem Seitenwechsel folgte schnell die Ernüchterung: Vor dem 2:0 durch Kühlwetter durften sich die Heim-Elf den Ball im gegnerischen Strafraum ungehindert den Ball zu passen, und peng – es hatte wieder geklingelt. Ein leichtes Aufbäumen der Gäste wurde mit dem Anschlusstreffer durch Lotrics verwandelten Handelfmeter belohnt. Erst hatte der Schiedsrichter auf Freistoß entschieden, doch „via Video“ wurde das Handspiel in den Strafraum verlegt. Nur noch 1:2 – was jetzt?

Nichts. Kerschbaumer lief Douglas bis auf die Grundlinie davon, legte zurück, und Leipertz traf zur Vorentscheidung. Beim 4:1 in der Nachspielzeit hatten die Kickers schon so sehr die Waffen gestreckt, dass sie gar nicht mehr hinterherliefen. Kerschbaumer krönte seine gute Leistung mit dem 4:1. Und wieder verließen die Kickers mit hängenden Köpfen den Platz...

Ressortleitung Leiter der Redaktionen Buchen und Sport