Fußball - Die Würzburger Kickers spielen gegen Eintracht Braunschweig trotz doppelter Überzahl nur 0:0 Erneut keine Freude

Von 
Michael Fürst
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Einst gemeinsam, nun gegeneinander: Dominic Baumann (r.) und Fabio Kaufmann spielten am Freitag mit Würzburg gegen Braunschweig. Im vorigen Juli stiegen sie gemeinsam mit den Kickers in die 2. Bundesliga auf. Gestern heiß es 0:0. © Scheuring

FC Würzburger Kickers – Eintracht Braunschweig 0:0

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Würzburg: Bonmann, Baumann (78. Lotric), Pieringer, Sontheimer (82. Maierhofer), Hansen, Hägele, Meisel (69. Hasek), Feick, Kopacz (78. Ronstadt), Feltscher, Strohdiek.

Braunschweig: Fejzic, Schlüter, Nikolaou, Wydra, Kaufmann (70. May), Kobylanski (53. Ben Balla), Kroos, Schwenk, Behrendt, Proschwitz (70. Bär, 90.+2 Klaß), Kammerbauer.

Gelb-Rote Karte: Wydra (51., wiederholtes Foulspiel). - Rote Karte: Schwenk (66., grobes Foulspiel). – Schiedsrichter: Florian Heft (Neuenkirchen).

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Der FC Würzburger Kickers hat in der laufenden Zweitliga-Saison erstmals keinen Gegentreffer kassiert. Doch die Freude über das Mehr an defensiver Stabilität war nicht groß bei den Unterfranken, denn gegen Eintracht Braunschweig reichte es am Freitagabend im Heimspiel nur zu einem 0:0. Das ist im Grunde auch nicht schrecklich – allerdings schon, wenn man weiß, dass die Würzburger 24 Minuten (plus 4 Nachspielzeit) in doppelter Überzahl spielten. Deshalb: Der eine Punkt war zu wenig für die Kickers.

Kickers-Trainer Bernhard Trares hatte die Sieger-Startelf von Osnabrück lediglich auf einer Position verändert: Für Toko begann Meisel. Auf Braunschweiger Seite standen zwei Ex-Würzburger in der Anfangsformation: Fabio Kaufmann und Jannis Nikolaou.

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Über die Stadionlautsprecher spielte der FWK vor dem Spiel original aufgenommene Kickers-Fangesänge ein – vielleicht war es dieser „mentale Trick“, der die Würzburger in der erneut leeren „Flyeralarm-Arena“ beflügelte, denn sie waren von Beginn an feldüberlegen. Nein, es war natürlich das neu erlangte Selbstvertrauen, das die Kickers mit dem 3:2-Erfolg in Osnabrück aufgesogen hatten. Die Gastgeber waren spielbestimmen, ohne gegen meist tiefstehende Braunschweiger richtig zu überzeugen. Mit guter Kompaktheit schloss der FWK allerdings die Räume im Mittelfeld, weshalb die Gäste während der ersten 45 Minuten nur einmal auf Tor schossen (45.). Bonmann hielt sicher.

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Allerdings schlugen die „Rothosen“ aus ihrer optischen Überlegenheit auch kein Kapital. Im letzten Spieldrittel fanden Feick & Co. zu wenig Lösungen für gefährliche Torabschlusssituationen. In der 13. Minute verpassten Sontheimer und Pieringer im Fünfmeterraum eine scharfe Baumann-Hereingabe. 20 Minuten später klärte Kaufmann vor dem am zweiten Pfosten lauernden Baumann.

Nachdem die Braunschweiger schon früh im zweiten Durchgang dezimiert weiterspielen mussten (Wydra hatte in der 51. Minute im Mittelkreis zum zweiten Mal gelbwürdig „hingelangt“), schien die große Chance für die Kickers für den dritten Saisonsieg gekommen, zumal die Gäste 15 Minuten später nur noch zu neunt waren: Schwenk war Baumann von hinten in die Beine gesprungen. Schon zuvor hatte Eintracht-Keeper Fejzic stark Sontheimers Schuss und vor allem Pieringers Kopfball klasse gehalten (61./67.). Baumann traf per Kopf aus Mini-Distanz nur den Pfosten (65.).

Endspurt: Hansen köpfte nach Ecke um Zentimeter vorbei (77.). der FWK berannte das Tor der Eintracht – dieses Mal geduldiger als noch in Überzahl gegen den KSC. Nach Feltschers Schuss landete der Ball am Pfosten (90.). Und da die letzten Schüsse geblockt wurden, reichte es nicht mehr zum Sieg für Würzburg.

Ressortleitung Leiter der Redaktionen Buchen und Sport