Fußball - Auf Würzburgs Sportvorstand Sebastian Schuppan macht die Mannschaft vor der Partie gegen Sandhausen einen fokussierten Eindruck

„Ein sehr, sehr, sehr wichtiges Spiel“

Von 
Patrick Tittl
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Kevin Behrens (links, hier eine Szene aus dem Hinspiel mit Würzburgs Ewerton) ist bei Sandhausen wieder mit an Bord. © Frank Scheuring

Nach knapp zwei Wochen Länderspielpause steht für den FC Würzburg Kickers (18. Platz/16 Punkte) am morgigen Ostersonntag das Kellerduell beim Tabellenvorletzten SV Sandhausen (17. Platz, 22 Punkte) auf dem Programm. „Wir haben nicht mehr so viel zu verlieren. Schlechter als 18. können wir nicht mehr werden“, betont Cheftrainer Bernahard Trares vor dem Duell mit dem SVS.

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Die Partie im Hardtwaldstadion steht dabei auch unter besonderen Vorzeichen. Für beide Mannschaften zählt im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Liga eigentlich nur ein Sieg. Dementsprechend betont Sandhausens Cheftrainer Gerhard Kleppinger: „Es steht völlig außer Frage, dass für uns nur ein Sieg zählt. Wir müssen auf uns schauen und liefern. Den Rest haben wir nicht in der Hand. Wir müssen auf das Umschaltspiel der Würzburger aufpassen. Darin liegt ihre größte Stärke.“

Dagegen betont Kickers Sportvorstand Sebastian Schuppan: „Wenn so großer Druck auf beiden Seiten ist, wird es meistens kein schönes Spiel. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen. Die Mannschaft macht einen fokussierten Eindruck. Sie weiß um die Bedeutung des Spiels, das muss man nicht noch hundert Mal betonen.“ Von einem „Finale“ um den Klassenerhalt will der ehemalige FWK-Kapitän allerdings noch nicht sprechen: „Ich will nicht davon reden, dass es das allerwichtigste Spiel ist, aber es ist ein sehr, sehr, sehr wichtiges Spiel.“

Unter der Woche äußerte sich zudem auch Michael Schiele zu seinem frühen Aus beim SVS. So betonte der 43-Jährige, der als Kickers-Trainer in die Saison gestartet war: „Die spielerische Weiterentwicklung war klar erkennbar. Es wäre eine Frage der Zeit gewesen, bis sich die entsprechenden Ergebnisse eingestellt hätten.“ Schiele konnte mit dem SVS eine Bilanz von drei Siegen, einem Unentschieden und neun Niederlagen vorweisen. Sein Punkteschnitt lag bei 0,8 Punkten.

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Positives Gefühl

Mit Stefanos Kapino (Griechenland), Besar Halimi (Kosovo) und Nikolas Nartey (Dänemark, U21) stellte der SV Sandhausen gleich drei Spieler für Nationalmannschaften ab. Mit Aleksandr Zhirov (Russland) befand sich zudem ein weiterer Akteur zwischenzeitlich auf Länderspielreise, er traf jedoch bereits zu Beginn der aktuellen Woche wieder in Sandhausen ein. Kleppinger sieht keinen Nachteil durch die Länderspielabstellungen, sondern erwartet einen positiven Effekt: „Die Spieler werden mit einem positiven Gefühl zurückkehren. Wir sind davon überzeugt, dass sie Schwung aufnehmen können für die kommenden Wochen.“

Neben den Langzeitverletzten Rick Wulle (nach Schulter-OP), Patrick Schmidt (Mittelfußbruch) und Robin Scheu (Schlüsselbeinbruch) fällt Innenverteidiger Gerrit Nauber aufgrund seiner fünften Gelben aus. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Enrique Pena Zauner und Alexander Rossipal.

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Auch Kevin Behrens ist dementsprechend wieder mit dabei, er hatte zuletzt wegen einer Gelbsperre gefehlt. Behrens ist aktuell mit acht Toren und zwei Vorlagen erfolgreichster Offensivakteur der Kurpfälzer. Zuletzt blieb Sandhausen aber drei Mal in Serie ohne eigenen Torerfolg. Dementsprechend wurde in der Länderspielpause auch am eigenen Offensivspiel getüftelt. „Wir haben uns auf unser Spiel mit dem Ball und die Torabschlüsse fokussiert. Wir brauchen aber auch mehr Torgefahr aus dem Mittelfeld, um da auch einen Tick unberechenbarer zu sein. Auf alle Fälle müssen Tore her, das ist ganz klar.“

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Kleine Randnotiz: Mit Sandhausen (47 Gegentore) und Würzburg (52 Gegentore) treffen die beiden „löchrigsten“ Abwehrreihen der 2. Bundesliga aufeinander.

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