AdUnit Billboard
Fußball - Nachdem der lang ersehnte erste Saisonsieg in Magdeburg gelang, wollen die Kickers nun auch daheim den ersten „Dreier“ einfahren / Lungwitz in den Startlöchern

Die Talsohle ist längst nicht durchschritten

Von 
Steffen Krapf
Lesedauer: 
Alexander Lungwitz ist bereit durchzuziehen für die Würzburger Kickers. Er scharrt mit den Hufen, um im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden in der Startformation zu stehen. © Frank Scheuring

Das lang ersehnte Erfolgserlebnis, fuhren die Würzburger Kickers am vergangenen Wochenende mit dem 2:1-Auswärtssieg gegen Tabellenführer 1. FC Magdeburg ein. Dank der Treffer von David Kopacz und Robert Herrmann sowie einer leidenschaftlichen und vor allem im Defensivspiel starken Leistung, reichte es endlich zum ersten Saisonsieg. Aus den acht Spieltagen zuvor holten die Kickers lediglich vier Punkte. Doch war das jetzt schon der Wendepunkt für die „Rothosen“, die sich nach dem Zweitligaabstieg im Saisonstart der Dritten Liga, in den letzten Wochen im freien Fall wähnten?

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Das Tabellenbild ist trotz des „Dreiers“ ein fast unverändertes, da auch die restlichen „Kellerkinder“ am zurückliegenden Spieltag fast allesamt fleißig punkteten. Für die Würzburger Kickers gilt es jetzt im anstehenden Heimspiel, am Samstag in der „Flyeralarm Arena“ (Anstoß 14 Uhr), gegen den SV Wehen Wiesbaden nachzulegen und auch den ersten Sieg vor eigenem Publikum zu holen. Dabei wird Trainer Torsten Ziegner auf das gleiche Personal wie zuletzt zurückgreifen können. Die langzeitverletzten Daniel Hägele, Nzuzi Toko und Maximilian Breunig stehen weiter nicht zur Verfügung. Ob Ziegner nach dem beliebten Motto „never change a winning team“ aufstellen wird, konnte er bei der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag noch nicht beantworten. Ein Kandidat für einen Startelfeinsatz könnte etwa Alexander Lungwitz sein, der vor der Saison vom FC Bayern München II nach Unterfranken wechselte und bis dato nicht über den Status des Ergänzungsspieler hinauskommt. Der 21-Jährige könnte auf der linken Seite in der Viererabwehrkette für den erst 17-jährigen Louis Breunig, dem eine schöpferische Pause nach vielen Einsatzminuten zuletzt winken könnte, eine neuerliche Bewährungschance erhalten.

Die Stimmung auf dem Trainingsplatz in Randersacker war nach Magdeburg selbstredend eine gelöstere als in den vergangenen Wochen. „Uns hat das allen gutgetan, dass wir endlich den ersten Sieg gelandet haben. Wir haben die Wochen vorher sehr akribisch dafür gearbeitet. Jetzt haben wir – wenn auch spät – den Lohn dafür gekriegt, dass wir hart arbeiten“, erklärt Ziegner, der aber auch gleich wieder den Mahner gibt: „Jetzt gilt es, keinen Millimeter nachzulassen.“

Die im „Hexenkessel“ von Magdeburg mit über 15 000 lautstarken Fans geschundene Stimme des Würzburger Trainers, war auch fünf Tage später noch nicht vollständig zurück. Aber auch der 43-Jährige macht einen erleichterten Eindruck. Der Druck auf den neuen Trainer war groß, die Vereinsführung schenkte ihm trotz des Fehlstarts weiter das Vertrauen. Die Talsohle ist natürlich längst nicht durchschritten, es gilt jetzt Kontinuität in die Leistungen zu bringen, fordert er. Mit Wehen Wiesbaden wartet dazu jetzt ein angeschlagener, aber dennoch gefährlicher Gegner auf den FWK. Zwar haben die Hessen doppelt so viel Punkte wie die Kickers auf ihrem Konto, allerdings auch drei der letzten vier Spiele verloren.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Wuchtiges Spiel des Gegner

Trotzdem gilt Wehen Wiesbaden mittlerweile traditionell als eines der besseren Teams in Deutschlands dritthöchster Fußballliga. Seit viereinhalb Jahren wird das Team von Rüdiger Rehm trainiert, abgesehen vom erfolglosen Zweitliga-Ausflug 2019/20 hieß der Alltag die letzten über zehn Jahre immer 3. Liga. Ziegner warnt vor dem wuchtigen Spiel des Gegners, der weniger über lange Ballbesitzphasen, sondern mehr über zielstrebige Angriffe, vor das gegnerische Tor kommt. „Es wird ein anderes Spiel als in Magdeburg, aber ein genauso schwieriges“, ist er sich sicher. Die Kickers müssen dann unter Beweis stellen, dass sie auch gegen einen tiefstehenderen Gegner zu Toren kommen. I

Das Momentum scheint plötzlich eher bei den Kickers zu liegen. So schnell kann es im Fußball gehen. „Sie werden durch den Sieg mit Rückenwind in die Partie gegen uns gehen“, sagt Rüdiger Rehm

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1