Fußball - Die Würzburger Kickers überraschen gegen den Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf und gewinnen nach Rückstand mit 2:1 Der doppelte Munsy für drei Punkte

Von 
Michael Fürst
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Patrick Sontheimer zeigt es: Mit vollem Einsatz bezwangen die Kickers am Freitag Fortuna Düsseldorf mit 2:1. © Frank Scheuring

FC Würzburger Kickers – Fortuna Düsseldorf 2:1

Kickers-Splitter

Abgelehnt: Das Sportgericht des DFB hat den Einspruch des FC Würzburger Kickers (wir berichteten) gegen die Wertung des am 19. Dezember 2020 stattgefundenen Zweitligaspiels beim SV Darmstadt 98 als unbegründet zurückgewiesen. Darmstadt hatte seinerzeit 2:0 gewonnen. Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, erklärte: „Die Ablehnung der von Würzburg beantragten Spielabsetzung durch die DFL beruht auf der Anwendung des Paragraphen 2 Nummer 3 der Richtlinien zur Spielordnung. Nach diesem standen den Würzburgern ausreichend Spieler zur Verfügung.“

Angesetzt: Das nächste Spiel bestreiten die Kickers am Sonntag, 7. Februar, um 13.30 Uhr bei der Spvgg. Greuther Fürth. mf

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Würzburg: Bonmann, Lotric, Pieringer (90. Maierhofer), Sontheimer, Douglas, Munsy, Hägele, Feick (82. Ronstadt), Feltscher, Strohdiek, Hasek (88. Meisel).

Düsseldorf: Kastenmeier, Hoffmann, Danso, Kownacki, Prib (61. Karaman), Pledl (61. Morales), Zimmermann, Klaus (76. Ofori), Hennings, Sobottka (82. Klarer), Krajnic (82. Hartherz).

Tore: 0:1 (25.) Hennings 1:1 (41.) Munsy, 2:1 (67.) Munsy. – Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart). – Zuschauer: keine zugelassen.

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Die Würzburger Kickers können in der 2. Fußball-Bundesliga doch noch überraschen – und gewinnen: Der Tabellenletzte gewann am Freitagabend gegen Fortuna Düsseldorf, den Bundesliga-Absteiger, mit 2:1 – und das nach einem zwischenzeitlichen Rückstand. Der Sieg war sogar verdient.

Um die Belastung bei einigen Spielern in der englischen Woche richtig zu steuern, hatte Kickers-Trainer Bernhard Trares, nach seiner Sperre wieder an der Bank aktiv, die Startformation auf vier Positionen verändert. Hägele und Hasek begannen für Toko und Meisel (beide Bank) im Mittelfeld, Douglas und Lotric ersetzten den Gelb-gesperrten Hansen und Kopacz.

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Die ersten zehn Minuten hielten die Würzburger das Spiel noch ausgeglichen, doch dann waren die Düsseldorfer die klar bessere Mannschaft und schnürten die Kickers in deren Hälfte ein. Die Führung für den Bundesliga-Absteiger fiel aber, aus Kickers-Sicht mal wieder, nach einem Standard: Danso köpfte und Henning war einfach handlungsschneller als alle Kickers-Kämpen und drückte den Ball über die Linie (25.). Dansos Kopfball wenige Minuten später ging knapp drüber. Umso erstaunlicher ob der Fortunen-Überlegenheit war, dass dem FWK noch vor der Pause der Ausgleich gelang. Das 1:1 war dann allerdings fein herausgespielt: Nach einem Umschaltmoment steckte der ansonsten blasse Hasek auf Munsy durch, der frei vor Kastenmeier cool blieb und zum 1:1 traf (41.).

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Dass die Düsseldorfer im zweiten Durchgang zunächst zwar weiter dominant waren, aber kaum mehr gefährlich, war auf zwei Dinge zurückzuführen: Die Kickers verteidigten stringent, und der aufgeweichte Platz wurde so schlecht, dass er kein Kombinationsspiel mehr zuließ und deshalb der Spielweise der Kickers entgegenkam. Gut war, dass die Würzburger an diesem Abend im Umschaltspiel immer wieder gefährlich waren. Deshalb konnten sich die Düsseldorfer auch nie zu sicher sein. Erneut Munsy machte genau aus so einem Konter das 2:1 für Würzburg (67.). Der lauffreudige und ballsichere Pieringer hatte punktgenau vorbereitet.

Und der neuverpflichtete Youngster war es auch, der mit zwei gefährlichen Abschlüssen in der Endphase das 3:1 und damit die Vorentscheidung hätte besorgen müssen. Doch am Ende reichte es auch so. Die Düsseldorfer hatten nicht eine Chance auf den Ausgleich.

Ressortleitung Leiter der Redaktionen Buchen und Sport