DFB-Pokal - Würzburger Kickers verlieren in erster Runde mit 2:3 gegen Hannover 96 und müssen Überlegenheit des Gegners anerkennen Das Ergebnis schmeichelt dem FWK

Von 
Michael Fürst
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Würzburger Kick. – Hannover 2:3

Da oben in der 2. Bundesliga wird die Luft dünn: Die Kickers (hier David Kopacz im Kopfballduell mit Mike Frantz) unterlagen „klar“ gegen Hannover. © Scheuring
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Würzburg: Giefer, Kwadwo (85. Douglas), Kraulich, Baumann (60. Pfeiffer), Sané, Sontheimer (85. Meisel), Hägele, Feick, Kopacz (65. Staude), Ronstadt (60. Flecker), Herrmann.

Hannover: Esser, Hult, Frantz, Weydandt (85. Twumasi), Haraguchi (76. Evina), Kaiser (85. Suljemani), Hübers, Ducksch (85. Muslija), Ochs (71. Maina), Muroya, Franke.

Tore: 0:1 (24.) Weydandt, 0:2 (59.) Kaiser, 0:3 (78.) Hübers, 1:3 (89.) Feick, 2:3 (90.+4, Foulelfmeter) Herrmann. – Schiedsrichter: Patrick Alt (Illingen). – Zuschauer: keine.

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Klarer als es das Ergebnis aussagt haben die Würzburger Kickers gestern das DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen Hannover 96 verloren. Die beiden FWK-Tore waren nur Ergebniskosmetik.

Mit Fabian Giefer im Tor sowie den Feldspielern Tobias Kraulich, Arne Feick und David Kopacz standen lediglich vier Neuzugänge in der Startelf der Würzburger. FWK-Trainer Michael Schiele ließ seine Mannschaft in einer Art „Mischsystem“ agieren: 4-1-4-1 gegen den Ball, 4-3-3 mit Ball. Die Viererkette bildete (von rechts) Frank Ronstadt, Daniel Hägele, Leroy Kwadwo und Arne Feick. Den „Sechser“ gab Tobias Kraulich, die offensiveren Mittelfeldspieler waren Robert Herrmann (links), Patrick Sontheimer daneben, David Kopacz und rechts Dominik Baumann. Als „Permanent-Spitze“ war Saliou Sané unterwegs.

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Die Würzburger waren ordentlich im Spiel und hatten gute Ballbesitzphasen; allerdings resultierte daraus keine nennenswerten Chancen. In der Abwehr hatten die Kickers dagegen so manchen „Wackler“, was schon in der vierten Minute offensichtlich wurde, als Hägele im Fünfmeterraum in höchster Not klären musste. Beim Führungstor der Gäste sah der neue FWK-Kapitän allerdings nicht gut aus: Nach einem Befreiungsschlag der Hannoveraner bugsierte Weydandt noch im Laufduell den Ball an ihm vorbei und traf freistehend vor Giefer zum 1:0 (23.).

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Nach diesem Gegentreffer kippte die Partie zugunsten des Aufstiegsmitfavoriten der 2. Bundesliga. Duksch hätte frei vor Giefer auf 2:0 stellen müssen, schoss aber vorbei. Weitere kleinere Chancen blieben ebenfalls ungenutzt. Den Kickers gelangen dagegen nur sehr zaghafte Torannäherungen: Die beiden Fernschüssen von Sontheimer (34.) und Herrmann (43.) waren sichere Beute des 96-Torhüters Esser.

Zu lasch verteidigt

Im zweiten Durchgang ließen die Gäste überhaupt keine Zweifel daran aufkommen, dass sie in die zweite Runde einziehen würden. Die „Sechsundneunziger“ waren einfach reifer, robuster, gefestigter und gefährlicher. Das 2:0 machte der Ex-Hoffenheimer Dominik Kaiser nach kluger Vorarbeit von Duksch (59.). Zuvor sah wieder Daniel Hägele nicht gut aus, weil er unter dem langen Ball auf Duksch hindurch sprang. Beim 3:0 durch Hübers nach einer eigentlich schlecht getretenen Ecke verteidigten die Würzburger zu lasch. Eigene Chancen – keine. Bis eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit: Da köpfte Feick nach einer Ecke von Flecker zum 1:3 ein. Das 2:3 durch einen verwandelten Foulelfmeter von Herrmann kam zu spät. Danach war nämlich Schluss.

Ressortleitung Leiter der Redaktionen Buchen und Sport