Eishockey - Mannheimer dominieren gegen Wild Wings / Verletzung von Schwenningens Thuresson überschattet Partie Adler feiern 3:0-Derby-Sieg

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Andreas Martin
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Adler-Torhüter Johan Gustafsson holt sich die Glückwünsche der Kollegen für seinen Shut-out gegen Schwenningen ab. © Binder

Mannheim. Im Baden-Württemberg-Derby haben die Adler Mannheim am Freitag mit einem 3:0 (1:0, 2:0, 0:0)-Heimsieg gegen die Schwenninger Wild Wings ihre aktuelle Erfolgsserie fortgesetzt und in der DEL den achten Sieg in Folge gefeiert. Gegen die Schwenninger feierte Matthias Plachta vor den 12 210 Zuschauern in der SAP Arena nach seiner Verletzung seine vorzeitige Rückkehr aufs Eis. Auch Tommi Huthala konnte für die Adler auflaufen, die auch Pierre Preto vom DEL2-Kooperationspartner Heilbronner Falken aufboten.

Adler - Schwenningen

  • Drittelergebnisse: 1:0, 2:0, 0:0.
  • Die Adler: Gustafsson – Reul, Akdag; Larkin, Katic; Lampl, Lehtivouri; Krupp – Plachta, Desjardins, Wolf; Rendulic, Järvinen, Krämmer; Huhtala, Smith, Soramies; Hungerecker, Goc, Preto.
  • Tore: 1:0 Desjardins (19:13), 2:0 Smith (26:16), 3:0 Desjardins (28:37).
  • Zuschauer: 12 210.
  • Schiedsrichter: Marc Iwert (Adendorf), Lasse Kopitz (Iserlohn).
  • Strafminuten: Mannheim 15 plus Spieldauer Rendulic – Schwenningen 14.
  • Nächstes Spiel: Red Bull München – Adler (Sonntag, 14 Uhr).
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Die Adler begannen das Derby druckvoll und es war Wild Wings-Torhüter Dustin Strahlmeier der ein ums andere mal im Mittelpunkt stand. Bereits nach wenigen Sekunden musste der Schwenninger Keeper gegen Andrew Desjardins zur Stelle sein und ebenfalls noch in der ersten Spielminute verpasste Huhtala nur knapp die Chance, zum frühen 1:0 einzuschießen. In der zweiten Minute gaben dann auch die Schwenninger durch Troy Bourke ihren ersten Torschuss ab, aber dieser Schuss stellte Adler-Torhüter Johan Gustafsson vor keine größeren Probleme. Die Hausherren übernahmen schnell wieder die Initiative. Für den Schwenninger Dylan Yeo sollte es schmerzhaft werden, als ihn ein abgefälschter Schlagschuss von Cody Lampl am Ohr traf, woraufhin Yeo geleitet von Mitspielern das Eis verletzt verlassen musste (5.).

DEL Adler Mannheim gegen Schwenningen

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Daniel Pfaffengut versuchte es aus spitzem Winkel, aber Gustafsson stand sicher (8.). In Überzahl nahmen die Adler den Kasten von Strahlmeier schwer unter Beschuss, aber der Goalie verweigerte sowohl Plachta (10.) als auch Borna Rendulic das Führungstor (10.). Bei einer schönen Kombination über Denis Reul und Plachta hatte Andrew Desjardins zunächst noch Pech, als er die Einschussmöglichkeit nur denkbar knapp verpasste (16.). 46,6 Sekunden vor der ersten Drittelpause durfte Desjardins dann aber doch jubeln, als er die Scheibe zum 1:0 (20.) im Kasten der Gäste versenkte.

Im zweiten Drittel legte Ben Smith in Überzahl das 2:0 (27.) nach und die Wild Wings hatten sich noch nicht recht berappelt, da zappelte die Scheibe schon wieder im Netz. Der Treffer von Desjardins stand aber erst auf der Anzeigetafel, nachdem die Schiedsrichter den Videobeweis heranzogen und klar zu erkennen war, das David Wolf bei diesem Treffer nicht im Torraumabseits stand. Nur wenig später verhakten sich Borna Rendulic und der Schwenninger Andreas Thuresson vor dem Adler-Tor, eine Szene die man als Behinderung Rendulics auslegen konnte, was eine Zweiminutenstrafe gegen den Adler-Angreifer zur Folge gehabt hätte. Thuresson fiel jedoch sehr unglücklich auf Kopf und Nacken und musste mit der Trage vom Eis gebracht werden. Die daraufhin gegen Rendulic wegen Beinstellens verhängten fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe blieben daher diskussionswürdig. Den Kniecheck von Jordan Caron gegen Nico Krämmer übersahen die Schiedsrichter dagegen und schickten beide wegen übertriebener Härte auf die Strafbank, wobei Krämmer zusätzlich zwei Minuten wegen Stockschlags erhielt (34.). Die Adler fanden sich nun sogar 1:20 Minuten mit einer Drei-gegen-Fünf-Unterzahl konfrontiert, doch Gustafsson ließ nichts zu, sehr zur Freude der Adler-Fans. Nach Strafen gegen Wolf und Larkin sahen sich die Adler erneut mit einer doppelten Unterzahl konfrontiert (51.). Auch diese Situation meisterten die Blau-Weiß-Roten erfolgreich und holten sich den verdienten Derbysieg.

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