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TSG Hoffenheim verliert in Augsburg

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Augsburg. Nach seinem Top-Auftritt gegen die Hoffenheimer Reisegruppe war Ruben Vargas einfach am Ende. "Er war völlig platt. Er sagte: Es geht gar nichts mehr", berichtete Manager Stefan Reuter nach der furiosen Vorstellung des Schweizer Fußball-Nationalspielers in nur 45 Minuten beim 2:1 (2:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

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Vargas war erst am Donnerstag von seiner Nationalmannschaft zurückgekehrt - wirbelte dann aber in der ersten Hälfte gegen die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß, ehe er ausgewechselt wurde. "Der Einsatz hat sich gelohnt", konstatierte Augsburgs Coach Heiko Herrlich zufrieden. Vargas habe vor der Partie Magen-Darm-Probleme gehabt, weshalb sein Einsatz sogar fraglich war.

Die Augsburger beendeten ihre Schwarze Serie gegen die TSG und verschärften zugleich deren Sorgen. Der FCA gewann nach fünf Heimniederlagen nacheinander mal wieder gegen die ohne ihren Top-Torjäger Andrej Kramaric harmlosen Gäste. "Es war zu wenig Kommunikation auf dem Platz. Das sind menschliche Reaktionen, aber es sind Reaktionen, die da nicht helfen", bemängelte Hoeneß.

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TSG Hoffenheim unterliegt in Augsburg mit 1:2

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Die Augsburger überholten die Hoffenheimer in der Tabelle und machten einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt. Nach der Abstellung von gleich 13 Profis während der Länderspielpause präsentierte sich dagegen Hoeneß' Mannschaft völlig ideenlos. Ein spätes Tor mit Wow-Effekt des eingewechselten Robert Skov (86.) brachte sie aber fast noch einem Punktgewinn nahe.

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Nach dem desolaten Auftritt beim 1:2 gegen Mainz und dem Rückschlag gegen Augsburg haben die Hoffenheimer jedoch weiter sieben Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16. Nach den Treffern von Vargas in der 8. Minute und André Hahn (23.) haben indes die Augsburger satte 32 Zähler auf ihrem Konto und können mit einem weiteren Dreier am nächsten Sonntag gegen Schlusslicht Schalke 04 den Klassenerhalt so gut wie perfekt machen.

"Es war ein extrem wichtiger Sieg", befand Reuter, wollte von einem weiteren Erstligajahr aber noch nicht sprechen. Der FCA hat aber schon neun Punkte Vorsprung auf Platz 16 - ein solches Polster auf den Relegationsplatz wurde nach 27 Spielen in einer Bundesligasaison mit der Drei-Punkte-Regel aber noch nie verspielt. "Das war heute ein Riesenschritt", befand Herrlich.

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Mit der Aufstellung von Vargas lag der Coach goldrichtig. Erst schob der 22-Jährige nach einer Vorlage von Daniel Caligiuri mit seinem fünften Saisontor flach zur frühen Führung ein. Dann bereitete er mit einem weiten Schlag vom eigenen Sechzehner in den Lauf von Hahn das 2:0 vor.

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Die Augsburger konnten sich nun weiter zurückziehen und auf Konter setzen. Den Hoffenheimern fehlte Tempo und Präzision im Offensivspiel. Ohne den schon 14 Mal in dieser Saison erfolgreichen Kramaric, der wegen Problemen mit dem Sprunggelenk ausfiel, fehlte im Angriff Wucht und Klasse.

Ihlas Bebou (39.) sorgte mit einem Kopfball für einen Hauch Torgefahr, der erst 18 Jahre Stürmer Georginio Rutter tat sich als Kramaric-Ersatz bei seinem Startelfdebüt gegen lange konzentriert verteidigende Gastgeber sehr schwer.

Wenn es bei Hoffenheim doch mal gefährlich wurde, dann nur dank Bebou. In der 65. Minute scheiterte er aber am sicheren FCA-Keeper Rafal Gikiewicz. Die Gäste waren im Vorwärtsgang zu ideenlos, die Hausherren wiederum agierten immer passiver. Das bestrafte Skov mit dem herrlichen Anschlusstreffer von der Strafraumkante - mehr aber auch nicht.

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