Trotz 0:2-Rückstand: TSG Hoffenheim sichert Klassenerhalt gegen Schalke 04

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dpa/kpl
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Hoffenheims Torschütze Christoph Baumgartner jubelt über sein Tor zum 3:2 gegen den FC Schalke 04 und schlägt vor Freude einen Salto. © Uwe Anspach

Sinsheim. Die TSG Hoffenheim hat am Samstag trotz eines zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstands mit 4:2 (0:2) gegen den FC Schalke 04 gewonnen. Damit sicherte sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß den Klassenerhalt. Die bereits abgestiegen Schalker dagegen warten weiter seit November 2019 auf einen Auswärtssieg in der Liga. Die Tore von Mark Uth (12. Minute) und Ex-Weltmeister Shkodran Mustafi (42.) ließen Gäste aus dem Ruhrpott bis zur Halbzeit noch auf den dritten Saisonerfolg hoffen, doch daraus wurde nichts.

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Andrej Kramaric (47.), Kevin Akpoguma (52.), Christoph Baumgartner (60.) und Ihlas Bebou (64.) trafen innerhalb von gut 15 Minuten und bescherten der TSG damit die noch benötigten Punkte zum Verbleib in der Bundesliga. Anders als im Hinspiel, als die Elf von Sebastian Hoeneß mit 0:4 gegen Schalke verlor, bewies die TSG diesmal große Moral und blieb so im fünften Ligaspiel in Serie ungeschlagen.

Ein paar wenige mitgereiste Schalker Fans hatten den Profis vor den Stadiontoren klargemacht, was sie von nun an erwarten: "Moral zeigen, schnell wieder aufsteigen. Liebe kennt keine Liga", stand auf einem Transparent. Nach vielen miserablen Auftritten waren beim Gastspiel bei Hoffenheim zumindest zeitweise Einsatz und Courage zu sehen, die spielerische Leistung hingegen war mal wieder desaströs.

Denn bei herrlichem Frühlingswetter spielte von Beginn an der Europa-League-Starter. Schon nach fünf Minuten erklang erstmals die Hoffenheimer Torhymne, doch Baumgartners Tor zählte wegen einer Abseitsposition nicht. Baumgartner hatte danach (8./14.) weitere Schusschancen, blieb dabei aber genauso ungefährlich wie ein Freistoß von Robert Skov (18.), den Ralf Fährmann wegfausten konnte.

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Die in der Abwehr von drei Sperren betroffenen Schalker erspielten sich nicht so viele Chancen, waren aber gnadenlos effektiv. Nach schöner Kombination schoss der Ex-Hoffenheimer Uth flach zum 1:0 ein, kurz vor der Pause kam der ehemalige Weltmeister Mustafi frei zum Kopfball, der vom Innenpfosten ins Tor ging. Während Schalke ein in dieser Chaos-Saison so seltenes Jubelgefühl erlebte, brüllte TSG-Keeper Oliver Baumann lautstark seine Vorderleute zusammen.

Auch Hoeneß war spürbar unzufrieden und nahm zur Halbzeit den unglücklichen Robert Skov raus. Weniger als zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff gelang schon der Anschluss: Kramaric drehte einen Freistoß aus zentraler Position herrlich in den Winkel und stellte mit seinem 18. Saisontor den Hoffenheimer Vereinsrekord von Vedad Ibisevic ein. Kurze Zeit später war der starke Angreifer wieder beteiligt, seine Ecke fand genau den Kopf von Akpoguma, der ausglich.

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Hoffenheim übernahm fortan die Kontrolle und legte direkt nach. Ein Kramaric-Freistoß landete beim 1,78 Meter großen Baumgartner, der zur Führung einköpfte. Bevor sich Schalke wieder sortiert hatte, fiel direkt das vierte Tor, diesmal durch Bebou. Königsblau war wieder einmal geschlagen, in der Schlussphase ging es nur noch um die Höhe der 22. Saison-Niederlage.

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