AdUnit Billboard
Tischtennis - Der elfjährige Jannis Würzburger aus Külsheim ist in den Landeskader Baden-Württemberg berufen worden und nahm an einer Talentsichtung des Deutschen Tischtennis-Bundes teil

So jung und schon so viel taktische Cleverness

Von 
Hans-Peter Wagner
Lesedauer: 

Jannis Würzberger aus Külsheim ist elf Jahre und ein Junge wie viele andere auch. Tischtennis allerdings spielt er besser als die meisten seiner Altersgruppe und so war er kürzlich bei einem einwöchigen Lehrgang im Deutsche Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Jannis Würzberger ist in Sachen Tischtennis gewissermaßen erblich vorbelastet. Seine Eltern Sonja und Ralf sind in hiesigen Tischtenniskreisen ebenso bekannt wie die Großeltern mütterlicherseits Irene und Leo Dorbath. Jannis machte seine ersten Schläge mit sechseinhalb Jahren, qualifizierte sich bei den „Tischtennis-Mini-Meisterschaften“ später als Achtjähriger gar für das Bundesfinale in der Altersklasse U10.

Jannis Würzberger (FC Külsheim) nahm an einer Sichtung des Deutschen Tischtennis-Bundes teil. Hier ist er bei der Sache in einer Trainingseinheit. © Hans-Peter Wagner

Jannis war schnell Stammspieler im Schülerteam des FC Külsheim, spielte im Team der SG Niklashausen/Külsheim drei Saisons in der Verbandsliga Schüler und in dieser Spielrunde gar in der Verbandsliga Jungen. Heuer schnupperte er bereits für den FC Külsheim Tischtennisluft im Herrenbereich.

Ein solches Talent wird auch beim FC Külsheim gerne gefördert. Inzwischen trainiert Jannis wöchentlich mindestens einmal pro Woche in Külsheim bei seinem Heimtrainer Christian Behringer und drei bis viermal in Heilbronn am Landesstützpunkt, wo Andreas Dörner verantwortlicher Trainer ist. Jannis lobt beide Trainer ob deren Einsatz und dazu auch sein Umfeld in Külsheim.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Er konnte in der Coronazeit fast sieben Monate am Stück gar nichts trainieren. Ab und zu ging Papa Ralf mit dem Junior an die Platte. Der junge Sportler indes konnte sich nach der langen Trainingspause ziemlich schnell wieder an die Kaderspieler herankämpfen. So ging er gut gerüstet in die Talentsichtung des Deutschen Tischtennis-Bundes für die Jahrgänge 2010 und jünger.

So ging es nach Düsseldorf

Über eine der Regionalsichtungen qualifizierte sich der Jüngling für die erste der beiden zentralen Maßnahmen am Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf, wo der Schwerpunkt der täglichen Schulung auf dem Vermitteln des Körpergefühls lag als Grundlage für alle weiteren Tischtennis-spezifischen Korrekturansätze. Auch hier zeigte Jannis derart gute Leistungen, dass ihn die Verantwortlichen zur dritten Stufe einluden, zum Lehrgang vom 12. bis 18. Dezember 2021. Dort trafen sich zehn Mädchen und 14 Jungen sowie sechs Trainerinnen und Trainer.

In der Woche in der zentralen Fördereinrichtung des Deutschen Tischtennis-Bundes hat es Jannis Spaß gemacht, die Kinder haben untereinander harmoniert und alles hat prächtig funktioniert. Das gilt auch für den Bereich Schule. Jannis geht auf das Matthias-Grünewald-Gymnasium, hat die Erlaubnis der Schulleitung für den Besuch des Lehrgangs bekommen, seine Schulsachen mitgenommen, war digital perfekt informiert und hat in Düsseldorf auch seine Hausaufgaben gemacht.

ssss

Daniel Behringer, aus dem Tischtennisbezirk Tauberbischofsheim stammend und inzwischen Landes-trainer, bezeichnet Jannis als „Sportler und Mensch, welchem man deutlich anmerkt, dass er sehr selbstsicher und selbstbewusst im Sport agiert“. Er gehe die Dinge immer mit einer gewissen Lockerheit an, habe nie Angst davor, etwas falsch zu machen.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Stützpunkttrainer Andreas Dörner kennzeichnet den jungen Külsheimer als „im Wettkampf sehr ehr-geizig und fokussiert“. Zu seinen größten Stärken zählten seine Spielübersicht und seine taktische Cleverness, verbessern müsse er sich noch im Aufschlag-Rückschlag-Spiel und beim Vorhand-Topspin. Der Stützpunkttrainer zeigte sich „sehr zufrieden mit Jannis’ jüngster Leistungsentwicklung“.

Christian Behringer, Heimtrainer beim FC Külsheim, benennt die Einstellung von Jannis zum Sport als vorbildlich. Eine seiner größten Stärken sei, auch in engen Situationen mutig zu spielen und in den richtigen Momenten überraschende Aktionen zu wagen. Potenzial für Verbesserungen gebe es immer, meint der Heimtrainer schmunzelnd.

Jannis Würzberger macht Tischtennis einfach Spaß. Er war zuletzt mittendrin bei den Besten seiner Altersklasse aus ganz Deutschland. Sein sportliches Ziel formuliert er so: „Ich will im Tischtennis so weit wie möglich kommen.“ Zu Beginn der Woche kam vom zuständigen Landestrainer die Mitteilung, dass Jannis im Jahr 2022 offizielles Mitglied des Landeskaders Baden-Württemberg ist.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1