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Zahlen sind wichtig, um den Schutz vor Gewalt zu stärken

Der Abschlussbericht der größten Breitensportstudie „SicherimSport“ liegt nun vor

Von 
dosb
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„Es ist enorm wichtig, dass es nun eine Studie für den Breitensport gibt und ich möchte den beteiligten Landessportbünden ausdrücklich für ihre Beteiligung danken. Die Ergebnisse zeigen, dass die etablierten Strukturen der Landessportbünde und Landessport-jugenden zum Schutz vor Gewalt im Sport für die regionale Ebene von besonderer Wichtigkeit sind und weiter ausgebaut werden müssen. Auf der anderen Seite wird deutlich, dass es im Breitensport Lücken beim Schutz vor Gewalt gibt. Neben dem angekündigten Zentrum für Safe Sport, das wir begrüßen, werden wir auch im organisierten Sport intensiv an dem Thema weiterarbeiten müssen, und zwar auf allen Ebenen. Wir werden noch in diesem Jahr einen Zeitplan zur Entwicklung eines Zukunftsplans Safe Sport vorlegen, welcher eine langfristige Gesamtstrategie von DOSB, dsj und ihren Mitgliedsorganisationen zum Schutz vor Gewalt im Sport darstellen wird“,?so Christina Gassner, Vorstand Jugendsport und Geschäftsführerin der dsj zum Abschlussbericht der Breitensportstudie „SicherimSport“.

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Gewalterfahrungen im organisierten Sport sind eindeutig keine Einzelfälle, Mädchen und Frauen machen wesentlich mehr negative Erfahrungen als männliche Mitglieder, andererseits betonen neun von zehn betroffenen Personen ihre allgemein guten bis sehr guten Erfahrungen mit dem Vereinssport: Zu diesen zentralen Erkenntnissen kommt der Abschlussbericht der bundesweit bislang größten Breitensport-Studie „SicherimSport“, der gleichzeitig eigene Schutzkonzepte für alle Sportvereine für dringend erforderlich hält. „Klare Anlaufstellen für Betroffene im Sport sind wichtig. Der organisierte Vereins- und Verbandssport sollte dringend nach geeigneten Wegen suchen, wie er proaktiv und gut sichtbar auf diejenigen zugehen kann, die Rat und Unterstützung bei Gewalterfahrungen benötigen“, betont Prof. Dr. Bettina Rulofs (Sporthochschule Köln), die das Projekt gemeinsam mit Dr. Marc Allroggen (Universitätsklinikum Ulm) leitet und einen weniger überraschenden Befund ergänzt: „Vereinsmitglieder mit einem höheren sportlichen Leistungsniveau, beispielsweise Teilnehmende an nationalen und internationalen Wettkämpfen, und solche mit längeren Trainingszeiten sind eher stärker von Gewalt betroffen als Vereinsmitglieder im Freizeitsport.“

Ein Blick auf Einzelergebnisse der Studie (mit über 4.300 befragten Vereinsmitgliedern und rund 300 beteiligten Sportverbänden), die der Landessportbund NRW gefördert hat, zeigt Folgendes: So wurde psychische Gewalt - in Form von Erniedrigungen, Bedrohungen oder Beschimpfungen - am häufigsten von den befragten Vereinsmitgliedern angegeben, insgesamt 63 Prozent der Befragten berichten, dies bereits im Kontext des Vereinssports mindestens einmal erlebt zu haben. Zudem bestätigte ein Viertel der Befragten sexualisierte Belästigungen oder Grenzverletzungen ohne Körperkontakt im Vereinssport. Ein Fünftel der befragten Vereinsmitglieder berichtete gar von sexualisierter Gewalt mit Körperkontakt (z.B. in Form von unerwünschten sexuellen Berührungen oder sexuellen Übergriffen). Jedoch: Auch wenn Vereinsmitglieder angeben, solche negativen und missbräuchlichen Erfahrungen gemacht zu haben, geben 90 Prozent der betroffenen Personen an, allgemein gute bis sehr gute Erfahrungen mit dem Vereinssport zu haben. dosb

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