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Football - Im 500. Pflichtspiel feiern die Schwäbisch Haller einen 42:28-Erfolg gegen die Allgäu Comets

Unicorns holen Kometen vom Himmel

Von 
Axel Streich
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Halls Tyler Ruttenbeck in Aktion. © Löffler

Brütende Hitze in Schwäbisch Hall und dennoch fanden am Samstag 1300 Zuschauer den Weg zum Family Gameday der Schwäbisch Hall Unicorns im Sportpark. Zum 500. Pflichtspiel in der Geschichte der Unicorns waren die Allgäu Comets angereist, die eine starke Leistung zeigten, sich am Ende den Hallern aber mit 28:42 geschlagen geben mussten.

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Im Angriff der Unicorns gab es einige Neuerungen zu beobachten. Am augenfälligsten war, dass nicht die Trikot-Nummer 11, sondern die 10 als Quarterback agierte. Reilly Hennessey stand mit seiner 11 und viel Tape am linken Knöchel zwar in der Teamzone bereit, auf dem Platz dirigierte aber James Slack den Haller Angriff. Seit über vier Jahren ist er der Backup-Quarterback und verlässliche Anker für den Notfall bei den Unicorns, doch am Samstag war er erstmals ihr Starting-Quarterback.

Der Grund: „Reilly hat eine Knöchelverletzung“, so Halls Head-Coach Jordan Neuman. „Er hätte spielen können, aber mit Blick auf den CEFL-Bowl in einer Woche haben wir ihn geschont.“

Ungewöhnliche Rotation

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Von
axst
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Ungewöhnlich auch die schnellen Rotationen bei den Runningbacks. Während diese in der Regel immer für mindestens die Dauer eines gesamten Angriffszugs auf dem Feld bleiben, wechselten Mikey Alfieri, Lars Kozlowski und Maurice Schüle alle drei Spielzüge durch. Dies war den hohen Temperaturen geschuldet, genauso wie die kurzen und hohen Kickoffs der Unicorns in der ersten Hälfte, mit denen man Laufwege sparte und gleichzeitig die starken Allgäuer-Kickreturner ausschaltete.

Über lange Strecken gestaltete sich die Partie sehr ausgeglichen. Haller Führungen glichen die Comets zwar nie aus, sie blieben aber immer dicht an den Unicorns dran. So wurde die frühe Haller 7:0-Führung durch einen 20-Yards-Pass von Slack auf Mikey Alfieri (alle PAT Tim Stadelmayr) drei Minuten später mit einem 23-Yards-Pass von Kenyatte Allen auf Tomiwa Oyewo zu 7:6 fast wieder egalisiert. Es fehlte nur der Kemptener Extrapunkt.

Dominante Rolle

Auch wenn das Laufspiel im Haller Gameplan eine dominante Rolle spielte, waren es bis auf eine Ausnahme Pässe, die ihnen Touchdowns einbrachten und James Slack hatte dafür einen besonders guten Tag erwischt. Fünf der sechs Haller Touchdowns resultierten aus seinen Würfen, von 21 Pässen fanden 17 ihren Receiver, keiner wurde abgefangen und von ihren insgesamt 450 Yards Raumgewinn erzielten die Unicorns 279 durch die Luft.

64 Yards steuerte dazu Tyler Rutenbeck bei, indem er einen Kurzpass von Slack zum 14:6 in die Comets-Endzone trug. Bereits im zweiten Viertel vergrößerte Rutenbeck den Haller Abstand mit einem 5-Yards-Pass von Slack auf 21:6. Doch die Gäste blieben an den Hallern dran: Keine zwei Minuten später hatten sie durch Pascal Rüegg und die Conversion von Andrew Pocrnic auf 21:14 aufgeschlossen.

Es folgten Ballverluste auf beiden Seiten sowie eine Knieverletzung von Nick Alfieri, die ihn vermutlich mehrere Wochen lang zum Zuschauen verurteilt. Fast schon wie eine Trotzreaktion wirkte da wenig später der 25-Yards-Pass zum 28:14 von Slack auf Moritz Böhringer, der auf seinem Weg Richtung Endzone in der für ihn typischen Art mehrere Tackler der Comets abschütteln konnte.

Ein ähnliches Bild

Nach der Halbzeitpause ein ähnliches Bild: Hall baute die Führung mit einem Slack-Pass über sieben Yards auf Aurieus Minton auf 35:21 aus und die Comets antworteten prompt. Ein First Down an der Haller 4-Yard-Linie eröffnete ihnen die Möglichkeit zum 35:21 durch Andrew Pocrnic (PAT Marcel Schade). Erst das 42:21 durch einen 5-Yards-Lauf von Maurice Schüle brachte eine Vorentscheidung. Drei Touchdowns Vorsprung eine Minute vor dem letzten Seitenwechsel stellten ein gutes Polster für die Haller dar, das im letzten Viertel auch tatsächlich nicht mehr aufgebraucht werden sollte.Kempten gelang zwar noch das 42:28 durch Andrew Pocrnic (PAT Marcel Schade), in der Folge zwang man die Gäste aber noch zu einem Ballverlust und nahm ansonsten beim eigenen Ballbesitz viel Zeit von der Spieluhr.

„Dank unserer starken Offense-Line kontrollierten wir das Spiel mit unserem Laufspiel gut“, sagte Jordan Neuman nach dem Spiel. „Die Comets waren ein starker und alles andere als ein einfacher Gegner. Umso mehr bin ich sehr stolz auf James Slack, der als Starting Quarterback eine wirklich gute Leistung gezeigt hat.“

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