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Basketball - Würzburg unterliegt auch Bayreuth – 80:88 / Trainer und einige Spieler bleiben Begegnung wegen Grippesymptomen fern

Erst Tamtam, dann achte Niederlage

Von 
Steffen Krapf
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Au Backe: Im Heimspiel gegen Bayreuth kassierte Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg die achte Niederlage in Folge. Vor der Begegnung sorgen positive und dann negative Corona-Tests für Unruhe und Verwirrung. © Heiko Becker

Die Basketballer von s.Oliver Würzburg befinden sich in der bundesliga weiter im freien Fall. Im Frankenderby gegen medi Bayreuth kassierten die Unterfranken am Sonntagnachmittag beim 80:88 ihre bereits achte Niederlage in Folge.

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Dabei hätte die Partie, wäre es nach den beiden Klubs gegangen, gar nicht stattfinden sollen. Nach einem positiven Antigen-Schnelltest im Würzburger Team, isolierten sich die Spieler der „Baskets“ an Neujahr und stellten demzufolge auch das Training ein. Die PCR-Schnelltests am Vormittag des Spieltags ergaben allerdings allesamt negative Ergebnisse. Vier Spieler (William Buford, Julian Albus, Julius Böhmer und Alex King) sowie der neue Headcoach Sasa Filipovski blieben aufgrund von Grippesymptomen dennoch vorsorglich zuhause. Da s.Oliver Würzburg für das Spiel neun fitte Spieler (darunter auch der erst 17-jährige Elijah Ndi, der in dieser Saison zuvor erst auf 14 Sekunden Einsatzzeit kam) aufbieten konnte, musste das Spiel gemäß der Statuten der Basketballbundesliga stattfinden.

Vor dem Sprungball erklärte SOW-Geschäftsführer Steffen Liebler, die Spieler seien ob der Gemengelage verunsichert, außerdem hätte keine adäquate Spielvorbereitung unter diesen Umständen stattfinden können. Ab dem Sprungwurf war von den Störgeräuschen aber nicht mehr viel zu vernehmen. „Für die Situation war die Konzentration und der Fokus der Spieler besser, als man es hätte erwarten könnte“, befand auch Assistent-Coach Steven Key, der Filipovski an der Seitenlinie vertrat. Nach einem ausgeglichenen Auftaktviertel (21:23), legten die Gäste im zweiten Abschnitt einen 10:0-Lauf zur 25:41-Führung hin. Würzburg reagierte noch vor der Pause stark, ebenso mit einem 10:0-Lauf zum 35:41-Pausenstand.

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Gespenstisch

Obwohl die Atmosphäre vor leeren Rängen „gespenstisch“ erschien und die Begleitumstände der Partie zweifelhaft, entwickelte sich in den zweiten 20 Minuten ein hart umkämpftes und bis zum Ende spannendes Frankenderby. Dank der beiden treffsicheren US-Amerikaner Cameron Hunt und Desi Rodriguez, die zusammen im dritten Viertel 19 Würzburger Punkte erzielten, ging es mit einem aufholbaren 60:66 ins finale Viertel.

Fünf Minuten vor Ende glich der Lette Aigars Skele aus (71:71), zwei Zeigerumdrehungen später sorgte der Uruguayer Luciano Parodi per Dreipunktwurf für die erste Würzburger Führung (78:77) seit dem ersten Viertel. Lange sollte diese nicht halten.

Bayreuth behielt letztlich die besseren Nerven. Mit einem erfolgreichen Dreier 25 Sekunden vor Schluss durch Marcus Thornton, tüteten die Oberfranken den Derby-Sieg ein. Nur Kleinigkeiten hätten gefehlt, betont Steven Key nach der Schlusssirene: „Wir können stolz sein auf die Tatsache, dass wir trotz der Umstände gekämpft haben und bis kurz vor Schluss die Chance hatten, einen Sieg zu holen.“

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