Motorsport - Der Bad Mergentheimer Schüler gewinnt beide Rennen in Oppenrod / Meistertitel bei den "ACV Kart Nationals" in greifbarer Nähe Valentin Kluss nimmt Kurs auf die Meisterschaft

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Valentin Kluss aus Bad Mergentheim liegt bei den "ACV Kart Nationals" richtig gut im Rennen.

© cz-fotomanufaktur

Packender Motorsport wurde kürzlich auf dem Traditionskurs der Stefan-Bellof-Arena in Oppenrod bei Gießen geboten. Rund 110 Rennpiloten kämpften in der vierten Runde der "ACV Kart Nationals" um Punkte und Positionen. Zunehmend spitzen sich die Rennverläufe in den unterschiedlichen Klassen zu, zumal die Saison bei noch verbleibenden zwei Rennen allmählich auf die Zielgerade einbiegt.

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Am heißesten ging es in der Klasse der Acht- bis Zwölfjährigen her: In der gemischten Bambini-/Micro-Klasse gingen 13 junge Rennpiloten an den Start. Der zehnjährige Bad Mergentheimer Valentin Kluss reiste mit einem knappen Vorsprung von sechs Punkten in der Meisterschaftstabelle vor dem gleichaltrigen Enrico Förderer nach Oppenrod. Das Duell der beiden eng befreundeten Spitzenpiloten versprach Spannung, da es vor dem Finale auf dem Erftlandring in Kerpen in fünf Wochen durchaus zu einer Vorentscheidung kommen konnte.

Die beiden Youngster waren gerade vom Auslandsgastspiel der Rotax-Max-Challenge Germany in Genk/Belgien zurückgekehrt und mischten auch dort mit Rang zwei (Förderer) und Rang sechs (Kluss) wieder vorne mit.

Der erste Paukenschlag erfolgte jedoch bereits im Qualifying: Zur Überraschung der Experten holte sich keiner der beiden hochtalentierten RMC-Piloten die Pole-Position, sondern der letztjährige deutsche Kart-Slalom-Meister Max Reis aus Ramstein, auf dessen weitere Entwicklung man gespannt sein darf.

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Startplatz zwei ging an Enrico Förderer, während Kluss sich mit einer Zeitdifferenz zur Spitze von lediglich 13 Hundertstel Sekunden erst einmal mit Startposition vier begnügen musste, ganze drei Tausendstel hinter dem Drittplatzierten Miko Mikov.

Damit war klar, dass es im Rennen äußerst eng zur Sache gehen würde, zumal noch weitere ambitionierte Piloten mit vergleichbaren Zeiten auf der Lauer lagen.

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Im ersten Rennen schien es zunächst, dass sich die Favoriten durchsetzen: Nach wenigen Runden lag Förderer vor Kluss in Führung, während Max Reis wegen eines Fehlstarts mit einer Zeitstrafe belegt wurde.

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Nach einem winzigen Fehler des Führenden setzte sich Kluss an die Spitze und behielt sie nach weiteren packenden Duellen bis ins Ziel. Förderer fiel gar auf den dritten Rang zurück, nachdem er vom bisher nicht auffällig in Erscheinung getretenen Nachwuchspiloten Tom Muhler (Bruchköbel) noch verdrängt wurde.

"Nach dem mäßigen Qualifying nach vorne zu fahren und als Erster die Zielflagge zu sehen, fühlt sich einfach klasse an. Jetzt bin ich auf Eins und da bleibe ich auch", gab Valentin Kluss im anschließenden Interview entschlossen zu Protokoll.

Im zweiten Rennen stürmte Kluss von der Pole Position plangemäß direkt an die Spitze, während für Enrico Förderer bereits die Startphase zum Desaster geriet: Im Positionskampf mit Tom Muhler drehte sich Förderer in die Wiese. Die anschließende Aufholjagd führte nur noch auf Position zwölf.

Der stark auftrumpfenden Muhler setzte sogar zeitweise Kluss unter Druck. Doch dank Übersicht und Nervenstärke raste Kluss mit seinem gut 100 Stundenkilometer schnellen Maranello-Rennkart als erster über die Ziellinie und freute sich unbändig über seinen verdienten Doppelsieg, der ihm die Maximalpunktzahl von 50 Punkten einbrachte.

"Ein Super-Start in die Sommerferien", stellte der künftige Gymnasiast fest.

In der Meisterschaft baute Kluss damit seine Führung auf 32 Punkte aus. Für den Bad Mergentheimer gilt es nun, im Saisonfinale in Kerpen den stattlichen Punktevorsprung zum Titelgewinn umzumünzen. (oz)