Fußball - Die Vereine aus Markelsheim und Elpersheim bilden künftig eine Spielgemeinschaft / Der Antrag wird bis Ende Mai eingereicht TSV und SV gehen zusammen

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Klaus T. Mende
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Ab der kommenden Spielzeit gibt es einen neuen Zusammenschluss: Der TSV Markelsheim (orange) . . .

© Robert Stolz

Der TSV Markelsheim (Kreisliga A 3 Hohenlohe) und der SV Elpersheim (Kreisliga B 4 Hohenlohe) machen ab kommender Runde im Aktivenbereich gemeinsame Sache. Beide Vereine werden dann nämlich als Spielgemeinschaft den Kampf um Punkte aufnehmen. Nach augenblicklichem Stand der Dinge ist vorgesehen, dass die erste Mannschaft in der Kreisliga A, die zweite in der Kreisliga B an den Start geht. Und wenn es günstig läuft, könnte sogar noch eine Reservemannschaft gemeldet werden.

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Vertreter beide Taubertal-Klubs bestätigten erfolgreiche Gespräche in einem sehr angenehmen Klima. Bis spätestens Ende Mai soll die Sache unter Dach und Fach sein, da die Unterlagen zur Bildung der SGM dann beim Zuständigen des Fußballbezirks Hohenlohe eingetroffen sein müssen.

Nicht genügend Personal

"Ich kann dies von offizieller Seite bestätigen", heißt es in einer Stellungnahme von Patrick Demuth, Fußball-Abteilungsleiter des SV Elpersheim, die den Fränkischen Nachrichten vorliegt. Grund für den Schritt des Klubs aus dem Weikersheimer Stadtteil sei demzufolge, dass man für die kommende Spielzeit nicht mehr ausreichend Personal habe, um sorgenfrei in eine Punktspielrunde zu gehen. Die Reserve sei deshalb bereits vor geraumer Zeit aus dem Spielbetrieb abgemeldet worden, zudem kämen aus dem Nachwuchsbereich auch nicht genügend Akteure raus, um damit die Aktiventruppe mit genügend Akteuren aufzufüllen. "Der Jugendfußball kann dem Aktivenfußball perspektivisch nicht helfen", hatte Demuth bereits im Rahmen der Jahreshauptversammlung des SV Elpersheim anklingen lassen. Der Trend beim SVE gehe künftig dahin, dass "wir maximal ein bis zwei Spieler pro Jahr aus der Jugend bekommen", wobei offen sei, ob die auch im Taubertal bleiben würden. Zudem falle der Umstand ins Gewicht, dass es bis 2023 dauern werde, bis die aktuelle erste Mannschaft durch Jugendspieler "ausgetauscht" werden könnte, mit der Folge, dass viele Aktive dann bereits nahe an die 40 Jahre herangehen würden.

Um dem zu entgehen, so Patrick Demuth weiter, habe man sich dazu entschlossen, mit dem TSV Markelsheim bei den Aktiven eine Spielgemeinschaft einzugehen. "Der SV Elpersheim und der TSV Markelsheim arbeiten seit Jahren sehr erfolgreich im Jugendbereich zusammen." Als man die eigenen Nöte an den TSV herangetragen habe, sei es für Markelsheim selbstverständlich gewesen, in dieser Situation zu helfen.

Noch genügend Personal

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Alois Schmitt, Vorsitzender des TSV Markelsheim, bestätigte ebenso, dass man in Sachen Spielgemeinschaft für die kommende Runde auf einem sehr guten Weg sei. Auch er bezeichnete dies als eine für beide Seiten gute Lösung, von der beide Vereine profitierten.

"Wir sind in der glücklichen Lage, noch über genügend Spieler für die nächste Saison zu haben", so Schmitt gegenüber unserer Zeitung. "Deswegen ist es gut denkbar, dass wir auch eine Reservemannschaft stellen können." Doch er wolle der endgültigen Entscheidung freilich noch nicht vorgreifen. Fakt sei, dass man den Antrag beim Verband stellen werde.